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        <title>30giorni</title>
        <description></description>
        <link>http://www.30giorni.it/</link>
        <lastBuildDate>Tue, 29 Jan 2013 17:27:41 +0100</lastBuildDate>
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        <item>
            <title>
	Eine im Zeichen Augustins erbl&amp;uuml;hte Freundschaft
</title>
            <link>http://www.30giorni.it/articoli_id_78492_l5.htm</link>
            <description>&lt;p&gt;
	&lt;img alt=&quot;Don Giacomo Tantardini mit Pietro Calogero.&quot; src=&quot;http://www.30giorni.it/upload/articoli_immagini_interne/90-04-012.jpg&quot; style=&quot;float: left; margin-top: 3px; margin-bottom: 3px; width: 325px; height: 217px;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Als mir Don Giacomo am 1. April 2003 in der Aula Magna der Universit&amp;auml;t Padua vorgestellt wurde, blickte er mich mit sch&amp;uuml;chterner Freundlichkeit an und err&amp;ouml;tete leicht. Es war kurz vor Beginn einer seiner Vorlesungen im Rahmen der Studientagungen zur Aktualit&amp;auml;t des Augustinus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Die Aula war voller junger Leute, die gespannt auf den Beginn der Vorlesung warteten. Jung war auch das Gesicht von Don Giacomo, auf das die Pastellfarben seiner Haut ein magisches purpurnes und bernsteinfarbenes Licht zauberten. Auf die Farben abgestimmt war auch seine Stimme: ein bewegtes und stilvolles Konzentrat einer unersch&amp;ouml;pflichen Quelle von Ideen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Die Lesung und der Kommentar der Texte Augustins&amp;uuml;ber die Gnade und die Sch&amp;ouml;nheit des christlichen Glaubens hallten eine Stunde lang in der Aula wider. Vor meinem geistigen Auge wuchs die Gestalt Don Giacomos ins Unermessliche, und als er mich am Ende der Vorlesung bat, einen Beitrag f&amp;uuml;r die folgende Vorlesung auszuarbeiten, brachte ich es &amp;ndash; obwohl ich meine Grenzen kannte &amp;ndash; einfach nicht &amp;uuml;bers Herz, ihm nein zu sagen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	So kam es, dass ich am 20. Mai 2003, als ich in dieser Aula in die vierte Vorlesung Don Giacomos einf&amp;uuml;hrte, das Thema der irdischen Gerechtigkeit bei Augustinus ansprach und herausstellte, welch gro&amp;szlig;e Aktualit&amp;auml;t ihr noch heute besonders in den Beziehungen zur Politik zukommt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Bevor er auf die f&amp;uuml;r die Vorlesung vorbereiteten Themen einging, bei denen es sich um ganz andere Dinge drehte, wollte Don Giacomo &amp;uuml;ber Augustins Auffassung von der Gerechtigkeit sprechen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Ich muss gestehen, dass ich ihm gebannt lauschte, fasziniert war von seiner F&amp;auml;higkeit, in k&amp;uuml;rzester Zeit eine tiefe und vollst&amp;auml;ndige Synthese der von ihm behandelten Themen auszuarbeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Ein Zeichen f&amp;uuml;r sein spekulatives Talent und seine gr&amp;uuml;ndliche Kenntnis des Denkens des Bischofs von Hippo, die in einem Identifikationsprozess mit Letzteren gipfelten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;bdquo;Von dem, was der Herr Staatsanwalt jetzt herausgestellt hat&amp;ldquo;, sagte Don Giacomo, &amp;bdquo;haben mich vor allem drei Dinge beeindruckt, die mir zutiefst augustinisch und zutiefst aktuell erscheinen. Zun&amp;auml;chst einmal der Hinweis darauf, dass die Gerechtigkeit im menschlichen Sinne, deren Aufgabe es ist, jedem das Seine zu geben, ein &lt;em&gt;bonum&lt;/em&gt; des Weltstaats ist, eine &lt;em&gt;gute Sache&lt;/em&gt; dieses Staats, den Augustinus mit dem Realismus beschreibt, der in der Episode der Begegnung von Kaiser Alexander dem Gro&amp;szlig;en mit dem Piraten aufscheint&amp;ldquo; (wozu er sich fragt: &amp;bdquo;&lt;em&gt;Remota itaque iustitia quid sunt regna nisi magna latrocinia?&lt;/em&gt;&amp;ldquo;, wenn man also die Gerechtigkeit beiseite l&amp;auml;sst, was w&amp;auml;ren die Reiche dann anderes als eine gro&amp;szlig;e R&amp;auml;uberbande?).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;bdquo;Das Zweite, was mich sehr beeindruckt hat&amp;ldquo;, fuhr Don Giacomo fort, &amp;bdquo;ist, dass die Wurzel dieser Gerechtigkeit die menschliche Natur ist, die menschliche Person. Augustinus wei&amp;szlig; nur zu gut, dass die Urs&amp;uuml;nde die menschliche Natur als solche verletzt. Und doch verteidigt er die menschliche Natur, indem er bekr&amp;auml;ftigt, dass keine S&amp;uuml;nde dergestalt ist, dass sie &lt;em&gt;extrema vestigia naturae&lt;/em&gt; zerst&amp;ouml;ren kann, jene letzte Schwelle der menschlichen Natur, die gut geschaffen ist und in der die Wahrheit wohnt, &lt;em&gt;habitat veritas&lt;/em&gt;, nicht in dem Sinne, dass sie die Wahrheit schafft, sondern in dem Sinne, dass in der menschlichen Natur die M&amp;ouml;glichkeit liegt, die Wahrheit zu erkennen, die M&amp;ouml;glichkeit, die Sch&amp;ouml;nheit zu erkennen, die M&amp;ouml;glichkeit, das Gute zu erkennen. Eine menschliche Natur, die von der Urs&amp;uuml;nde verletzt wurde, in der das Bild des Sch&amp;ouml;pfers aber keineswegs zerst&amp;ouml;rt ist. Eine menschliche Natur, in der die Aufgeschlossenheit f&amp;uuml;r die Sch&amp;ouml;nheit bleibt, f&amp;uuml;r die Wahrheit, die G&amp;uuml;te, die Gerechtigkeit. Eine verletzte menschliche Natur, und doch &lt;em&gt;capax Dei&lt;/em&gt;.&amp;ldquo;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;img alt=&quot;Die Taufe des Augustinus auf einem Fresko aus dem 14. Jahrhundert (Eremitenkirche Padua). &quot; src=&quot;http://www.30giorni.it/upload/articoli_immagini_interne/91-04-012.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin-top: 3px; margin-bottom: 3px; width: 200px; height: 434px;&quot; /&gt;&amp;bdquo;Ein Letztes, wof&amp;uuml;r ich dem Herrn Staatanwalt unendlich dankbar bin&amp;ldquo;, sagte Don Giacomo am Schluss seiner Ausf&amp;uuml;hrungen, &amp;bdquo;sind diese Hinweise auf die Historizit&amp;auml;t der menschlichen Gerechtigkeit und auf die Relativit&amp;auml;t. Ich glaube, dass es das ist, was Augustinus auf so originelle Weise mehr herausstellt &amp;ndash; mehr als andere Hinweise, die in der christlichen Philosophie durchaus zu finden sind: die Historizit&amp;auml;t und die Relativit&amp;auml;t der Gerechtigkeit des Weltstaats verglichen mit der Gerechtigkeit, die das ungeschuldete Geschenk Gottes ist. Aber diese Historizit&amp;auml;t und diese Relativit&amp;auml;t schaffen Gelegenheit zur Fruchtbarkeit; Gelegenheit, den Wert aller historischen Modelle zu sch&amp;auml;tzen, ohne anderen etwas aufzudr&amp;auml;ngen; erleichtern den Dialog. Gerade diese Historizit&amp;auml;t des &lt;em&gt;De civitate Dei&lt;/em&gt; ist von kontinuierlicher Unmittelbarkeit und Evidenz. Augustinus beschreibt die Dinge voll Realismus so wie sie sind. Dieser Realismus erm&amp;ouml;glicht, dass nichts auferlegt werden muss und stattdessen jede positive Gelegenheit ergriffen werden kann. Dieser Hinweis ist das, was mich an dem Geh&amp;ouml;rten am meisten beeindruckt hat, zusammen mit der F&amp;uuml;lle von Zitaten des Cicero und seines Dialogs &amp;uuml;ber die &lt;em&gt;res publica&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Sehr interessant und aktuell ist, dass Augustinus in seiner Auffassung vom Menschen, in der Auffassung von den &lt;em&gt;bona naturae&lt;/em&gt;, den G&amp;uuml;tern der Natur, nicht die neuplatonische Tradition hervorhebt, sondern die r&amp;ouml;mische Tradition des Varro und des Cicero. Auch auf kultureller Ebene scheint mir das eines der interessantesten und aktuellsten Dinge zu sein. Augustinus, der normalerweise als platonischer Christ dargestellt wird, hebt in der Auffassung von der menschlichen Natur und von den wesentlichen G&amp;uuml;tern der menschlichen Natur die relativistische r&amp;ouml;mische Tradition hervor (ich sage relativistisch in dem Sinne, in dem Herr Staatsanwalt Calogero von Historizit&amp;auml;t der Relativit&amp;auml;t gesprochen hat) &amp;ndash; und nicht die Tradition des Neuplatonismus.&amp;ldquo;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Eine letzte Anmerkung: Don Giacomo war ein gro&amp;szlig;er Lehrmeister, der es verstanden hat, mit der magischen Kraft seiner umfassenden Bildung und seinem einnehmenden Kommunikationstalent die alte Leidenschaft f&amp;uuml;r Augustins Ideen, seine Lebenserfahrung, seinen hohen Sinn f&amp;uuml;r das wieder zu wecken, was menschlich und was recht ist: nicht umsonst ist Augustinus eine Art &amp;bdquo;Meilenstein&amp;ldquo; des militanten Christentums der ersten Jahrhunderte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Vor allen Dingen aber war Don Giacomo ein Freund: ein sensibler Freund, ein ewig junger, dem&amp;uuml;tiger, zur&amp;uuml;ckhaltender, transparenter als das transparenteste Porzellan, das je von Menschenhand geschaffen wurde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Ein Lehrmeister und Freund, den ich noch wenige Wochen vor seinem pl&amp;ouml;tzlichen Tod aufgesucht habe, der eine gro&amp;szlig;e Leere hinterlassen hat und den ich, wenn ich jetzt gen Himmel blicke, nur betrauern kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;em&gt;Venedig, 31. Mai 2012&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Als junger stellvertretender Staatsanwalt in Treviso ermittelte Pietro Calogero im Fall des Bombenanschlags an der Piazza Fontana und deckte die Spur auf, die in Richtung rechtsextremer Gruppen wies. Er konnte beweisen, dass Organe der italienischen Geheimdienste versucht hatten, die Ermittler auf eine falsche F&amp;auml;hrte zu f&amp;uuml;hren und jenes subversive Projekt verfolgten, das gemeinhin als &amp;bdquo;Spannungs-Strategie&amp;ldquo; bekannt geworden ist. In den 1970er Jahren leitete er in Padua die Ermittlungen, die zur Verhaftung der R&amp;auml;delsf&amp;uuml;hrer der Arbeiterautonomie f&amp;uuml;hrten (Negri, Scalzone, Piperno), deren Beziehungen zu den Roten Brigaden er aufdecken konnte. Pietro Calogero ist heute Generalstaatsanwalt am Appellationshof Venedig.&lt;/p&gt;
</description>
            <author>von Pietro Calogero</author>
        </item>
        <item>
            <title>
	Auf den Spuren der Seligpreisungen das Zeugnis von Don Giacomo Tantardini
</title>
            <link>http://www.30giorni.it/articoli_id_78493_l5.htm</link>
            <description>&lt;p&gt;
	&lt;img alt=&quot;Kardinal Angelo Sodano bei seiner Predigt. [© Massimo Quattrucci]&quot; src=&quot;http://www.30giorni.it/upload/articoli_immagini_interne/20-04-012.jpg&quot; style=&quot;width: 225px; height: 389px; float: left; margin-top: 3px; margin-bottom: 3px;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Liebe Br&amp;uuml;der im Bischofs- und im Priesteramt, verehrte Beh&amp;ouml;rdenvertreter, Verwandte und Freunde des verstorbenen Don Giacomo, liebe Br&amp;uuml;der und Schwestern im Herrn!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Die Stunde ist gekommen, um Abschied zu nehmen von unserem lieben Freund Don Giacomo Tantardini. Er ist in den Abendstunden des vergangenen Donnerstag leise von uns gegangen nach einem Leben, das ganz auf jenen Christus ausgerichtet war, der ihn &amp;bdquo;ergriffen&amp;ldquo; hatte, wie er oft in Anlehnung an ein Wort sagte, das Paulus in seinem Brief an die Philipper (&lt;em&gt;Phil&lt;/em&gt; 3, 12) geschrieben hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Wir sind heute zahlreich hier in dieser Basilika erschienen, die ihm so sehr am Herzen lag, um voller Zuneigung und Dankbarkeit von ihm Abschied zu nehmen. Ich habe mich gerne zu euch gesellt; und wie gern ihr ihn alle hattet, zeigt die gro&amp;szlig;e Menschenmenge, die sich heute in diesem Gottesaus eingefunden hat. Liebe Freunde, danken wir dem Herrn, der ihn uns geschenkt hat und geben wir ihn vertrauensvoll in die Hand unseres Vaters im Himmel, der &amp;bdquo;reich ist an Barmherzigkeit&amp;ldquo; oder &amp;ndash; um es mit den lateinischen Worten zu sagen, die Don Giacomo so teuer waren &amp;ndash; eines Vaters &amp;bdquo;&lt;em&gt;dives in misericordia&lt;/em&gt;&amp;ldquo; (vgl. &lt;em&gt;Eph&lt;/em&gt; 2, 4).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;Unser Te Deum&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Liebe Br&amp;uuml;der und Schwestern, wir danken dem Herrn in jeder Messe f&amp;uuml;r die Gaben, die er uns im Laufe unseres Daseins schenkt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Heute wollen wir einen besonderen Dankeshymnus zu Gott erheben f&amp;uuml;r das Geschenk, das er der heiligen Kirche mit dem Leben und Wirken dieses gro&amp;szlig;en Priesters gemacht hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Eines fernen Tages hatte ihn der Gute Hirte seine barmherzige Stimme vernehmen lassen und zu ihm gesagt: &amp;bdquo;Komm und folge mir nach&amp;ldquo; (&lt;em&gt;Mt&lt;/em&gt; 19, 21). Ein Ruf, dem der junge Mann aus Barzio, Provinz Lecco, gro&amp;szlig;z&amp;uuml;gig gefolgt ist. Im Alter von 24 Jahren wurde er Diener des Herrn und begann seine gro&amp;szlig;z&amp;uuml;gige Sendung, die ihn hierher, nach Rom, f&amp;uuml;hren sollte, in dieses christliche Rom, das er so sehr geliebt hat und wo er den Gro&amp;szlig;teil der schaffensreichen 42 Jahre seines Priesterdienstes zugebracht hat. Ihr alle seid Zeugen seiner Liebe und seines Eifers.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Die Apostelgeschichte erz&amp;auml;hlt uns von Petrus und Johannes, die nach dem Pfingstereignis &amp;bdquo;mit K&amp;uuml;hnheit&amp;ldquo; das Wort Christi predigten. Mir scheint, dass der Begriff, den der hl. Lukas gebraucht (vgl. &lt;em&gt;Apg&lt;/em&gt; 4, 29), der Begriff &lt;em&gt;parres&amp;igrave;a&lt;/em&gt; (&amp;pi;&amp;alpha;&amp;rho;&amp;rho;&amp;eta;&amp;sigma;ί&amp;alpha;), gut zu dem Stil passt, den Don Giacomo auf sein Apostolat angewandt hat. &lt;em&gt;Parres&amp;igrave;a&lt;/em&gt; wird von den Gelehrten mit verschiedenen Worten &amp;uuml;bersetzt: Verwegenheit, Mut, St&amp;auml;rke, Offenheit &amp;ndash; aber es sind alles Begriffe, die den inneren Geist unseres lieben Verstorbenen beschreiben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Es schien sogar, dass er sich von der Botschaft inspirieren lie&amp;szlig;, die Augustinus den Christen Afrikas hinterlassen hat: &amp;bdquo;Seid ohne Hochmut, aber stolz auf die Wahrheit&amp;ldquo;, oder von dem sch&amp;ouml;nen lateinischen Wort des Cicero, den Don Giacomo so geliebt hat: &amp;bdquo;&lt;em&gt;Sine superbia de veritate praesumite&lt;/em&gt;&amp;ldquo; (&lt;em&gt;Contra litteras Petiliani&lt;/em&gt; I, 31: PL 43, 259).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	F&amp;uuml;r das Leben Don Giacomos wollen wir dem Herrn heute mit unserem &lt;em&gt;Te Deum&lt;/em&gt; Dank sagen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Im Gesang der Gesch&amp;ouml;pfe dankt der hl. Franziskus dem Herrn f&amp;uuml;r seine &amp;bdquo;Schwester Tod&amp;ldquo;. Und so wollen auch wir heute dem Herrn vor allem Dank sagen f&amp;uuml;r &amp;bdquo;Schwester Leben&amp;ldquo;, f&amp;uuml;r das Leben, das zu leben Don Giacomo geschenkt war, das nat&amp;uuml;rliche Leben und vor allem f&amp;uuml;r das wertvollste Leben, das das Gnadenleben ist!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;Unsere F&amp;uuml;rbitte &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	An zweiter Stelle, liebe Br&amp;uuml;der und Schwestern, will unsere heutige Eucharistie auch ein F&amp;uuml;rbitt-Gebet sein. Der christliche Glaube lehrt uns, dass nur das Reine, nur das Heiligevor Gottes Angesicht treten kann. So steht ja auch im &lt;em&gt;Buch der Sprichw&amp;ouml;rter&lt;/em&gt; der Heiligen Schrift zu lesen, dass selbst &amp;bdquo;der Gerechte siebenmal f&amp;auml;llt&amp;ldquo; (&lt;em&gt;Spr&lt;/em&gt; 24, 16).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Daher hat uns die Kirche, unsere Mutter und Lehrmeisterin, stets gelehrt, unsere Gebete, und vor allem das eucharistische Opfer, darzubringen, damit unsere Verstorbenen nach der L&amp;auml;uterung in den Genuss der seligmachenden Schau Gottes kommen k&amp;ouml;nnen (&lt;em&gt;Katechismus der katholischen Kirche&lt;/em&gt;, Nr. 1032).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;img alt=&quot;Momentaufnahme von der Trauerfeier für Don Giacomo Tantardini. [© Massimo Quattrucci]&quot; src=&quot;http://www.30giorni.it/upload/articoli_immagini_interne/21-04-012.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin-top: 3px; margin-bottom: 3px; width: 325px; height: 237px;&quot; /&gt;&lt;strong&gt;Das Licht des Glaubens&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Liebe Br&amp;uuml;der und Schwestern, unsere Eucharistiefeier wird erhellt von dem Licht dieser Seiten des Wortes Gottes, die wir eben geh&amp;ouml;rt haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	In der ersten Lesung haben wir einige Worte von gro&amp;szlig;er Hoffnung vernommen: &amp;bdquo;Die Seelen der Gerechten sind in Gottes Hand&amp;ldquo; (&lt;em&gt;Weish&lt;/em&gt; 3, 1), danach den Antwort-Psalm: &amp;bdquo;&lt;em&gt;Der Herr ist barmherzig und gn&amp;auml;dig&amp;ldquo;&lt;/em&gt; (&lt;em&gt;Ps&lt;/em&gt; 102): eine Perspektive der Hoffnung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	In der zweiten Lesung haben wir geh&amp;ouml;rt, dass der Apostel Paulus schon vor 2000 Jahren in der schweren Zeit der Verfolgung an die R&amp;ouml;mer schrieb und ihnen vom Martyrium vieler ihrer Br&amp;uuml;der berichtete: &amp;bdquo;Ob wir leben oder ob wir sterben, wir geh&amp;ouml;ren dem Herrn&amp;ldquo; (&lt;em&gt;R&amp;ouml;m&lt;/em&gt; 14, 7‑9).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Das Evangelium hat uns schlie&amp;szlig;lich erneut die Botschaft der Seligpreisungen vorgeschlagen. Jene wunderbare und anspruchsvolle Botschaft, von der sich unser verstorbener Don Giacomo leiten lie&amp;szlig;. Wir wollen daher darauf vertrauen, dass sich f&amp;uuml;r ihn das erf&amp;uuml;lle, was Christus seinen J&amp;uuml;ngern versprochen hat: &amp;bdquo;Euer ist das Himmelreich!&amp;ldquo;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;Das &amp;ouml;sterliche Halleluja&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Mit dieser Sicht des Glaubens nehmen wir heute Abschied von unserem lieben Bruder Don Giacomo. Am Ende der Messe legt uns die Liturgie einen r&amp;uuml;hrenden Gesang der fr&amp;uuml;hchristlichen Tradition nahe: &lt;em&gt;In Paradisum deducant te Angeli&lt;/em&gt;, ins Paradies m&amp;ouml;gen Engel dich geleiten!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Und heute singen auch wir diese s&amp;uuml;&amp;szlig;e Melodie und bewahren uns im Herzen den Geist des &amp;ouml;sterlichen Halleluja. &amp;bdquo;Gelobt sei der Herr&amp;ldquo; ist die urspr&amp;uuml;ngliche Bedeutung des Wortes &amp;bdquo;Halleluja&amp;ldquo;, das seit 2000 Jahren in unseren Kirchen erschallt. Ja, auch heute wollen wir den Herrn loben! Heute und immerdar wollen wir das Halleluja singen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;Schluss&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Der heiligen Gottesmutter Maria, f&amp;uuml;r die unser lieber Don Giacomo eine sohnesgleiche Zuneigung empfand, vertrauen wir die gesegnete Seele dessen an, der von uns gegangen ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Die lauretanische Litanei &amp;ndash; die so genannt wird, weil sie in Loreto entstanden ist &amp;ndash; ruft Maria als Ianua Coeli an: Tor des Himmels. M&amp;ouml;ge sie diesen ihren lieben Sohn in ihre Arm schlie&amp;szlig;en und ihn liebevoll der endg&amp;uuml;ltigen Begegnung mit ihrem Sohn Jesus zuf&amp;uuml;hren, in der ewigen Heimat, dem Paradies. So sei es!&lt;/p&gt;
</description>
            <author>von Kardinal Angelo Sodano</author>
        </item>
        <item>
            <title>
	Das Christentum: eine einfache Geschichte
</title>
            <link>http://www.30giorni.it/articoli_id_78494_l5.htm</link>
            <description>&lt;p&gt;
	Ich m&amp;ouml;chte mit einem Satz aus einem Gedicht von Charles P&amp;eacute;guy beginnen, das im Grunde alles zusammenfasst, was wir bisher geh&amp;ouml;rt haben. In diesem Gedicht an Unsere Liebe Frau von Chartres sagt P&amp;eacute;guy: &amp;bdquo;&lt;em&gt;Allzu viel hat man uns gesagt, oh K&amp;ouml;nigin der Apostel / Wir haben die Lust am Reden verloren / Wir haben keine Alt&amp;auml;re mehr als die deinen / Kennen nichts als ein einfaches Gebet&lt;/em&gt;&amp;ldquo;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Ich glaube, dass sich P&amp;eacute;guy, als er Anfang des 20. Jahrhunderts nach Chartres pilgerte, um f&amp;uuml;r seine Kinder die Gnade der Heilung zu erbitten&amp;hellip; die Kinder waren nicht getauft: P&amp;eacute;guy lebte mit einer j&amp;uuml;dischen Frau zusammen, die sich geweigert hatte, die Kinder taufen zu lassen. P&amp;eacute;guy hatte also nie christlich heiraten k&amp;ouml;nnen, und er konnte auch die Sakramente der Kirche nicht empfangen, und doch glaube ich, dass uns P&amp;eacute;guy das gr&amp;ouml;&amp;szlig;te dichterische Zeugnis der letzten Jahrhunderte hinterlassen hat, gleich nach Dante. Die Gnade des Herrn wird nach dem Ma&amp;szlig; des Geschenks Christi gew&amp;auml;hrt, ganz wie es Ihm beliebt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;bdquo;&lt;em&gt;Allzu viel hat man uns gesagt, oh K&amp;ouml;nigin der Apostel / Wir haben die Lust am Reden verloren / Wir haben keine Alt&amp;auml;re mehr als die deinen / Kennen nichts als ein einfaches Gebet&lt;/em&gt;&amp;ldquo;. Und doch muss ich heute abend sprechen. Ich m&amp;ouml;chte einfach nur drei Dinge sagen, die mir die Dinge der Tradition der Kirche zu sein scheinen, die die Einfachheit der Tradition (&amp;bdquo;&lt;em&gt;einfaches Gebet&lt;/em&gt;&amp;ldquo; meint soviel wie &lt;em&gt;Einfachheit der Tradition&lt;/em&gt;), die Einfachheit der christlichen Tradition, gerade an Weihnachten wiederholt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;img alt=&quot;&amp;lt;I&amp;gt;Gott ruft Adam und Eva nach der Ursünde&amp;lt;/I&amp;gt;, Cappella Palatina, Palermo.&quot; src=&quot;http://www.30giorni.it/upload/articoli_immagini_interne/07-04-012.jpg &quot; style=&quot;float: left; margin-top: 3px; margin-bottom: 3px; width: 300px; height: 356px;&quot; /&gt;1. Es gibt einen dogmatischen Ausdruck, den die moderne Welt, jene Welt, die in der Kirche ist, vor allem in den letzten Jahrzehnten zu zensieren versucht hat. Dabei versteht man nichts vom Leben der Menschen, und man versteht nichts vom Christentum, wenn man nicht von hier ausgeht: von der Urs&amp;uuml;nde. Der Urs&amp;uuml;nde. Alle Menschen, au&amp;szlig;er Maria, werden mit der Urs&amp;uuml;nde geboren. Man versteht nichts vom Leben, absolut nichts &amp;ndash; wie es in einem wundersch&amp;ouml;nen Wort des letzten &amp;Ouml;kumenischen Konzils der Kirche hei&amp;szlig;t &amp;ndash; von der menschlichen Gesellschaft, wenn man nicht von hier ausgeht: dass die Menschen b&amp;ouml;se geboren werden. Wie Jesus sagt: &amp;bdquo;&lt;em&gt;Ihr, die ihr b&amp;ouml;se seid&lt;/em&gt;&amp;ldquo;. &amp;bdquo;&lt;em&gt;Warum nennst du mich gut? Nur Gott ist gut&lt;/em&gt;&amp;ldquo;. &amp;bdquo;&lt;em&gt;Si homo non periisset, Filius hominis non venisset&lt;/em&gt;&amp;ldquo;: mit diesen Worten fasst Augustinus das Bewusstsein der Kirche zusammen: &lt;em&gt;wenn der Mensch nicht ges&amp;uuml;ndigt h&amp;auml;tte, w&amp;auml;re der Menschensohn nicht gekommen&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Nehmen wir den Anfang des &lt;em&gt;Weihnachtshymnus&lt;/em&gt; von Alessandro Manzoni&amp;hellip;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Alessandro Manzoni ist unter vielen Aspekten nicht gerade ein aktueller Autor, denn er beschreibt in seinem herrlichen Roman &lt;em&gt;Die Brautleute&lt;/em&gt; die christliche Befindlichkeit einer bestimmten Epoche, er spricht also nicht von uns, weil es diese Befindlichkeit heute nicht mehr gibt. Die vielleicht aktuellste Seite der &lt;em&gt;Brautleute&lt;/em&gt; ist jene, in der die Bekehrung des Ungenannten beschrieben wird; als der Ungenannte nach jener Nacht, als er sieht, wie das zufriedene Volk Kardinal Federico empf&amp;auml;ngt, sich fragt , warum diese Leute denn so zufrieden seien. Ja, das ist die aktuellste Seite. &amp;bdquo;&lt;em&gt;Warum sind diese Leute blo&amp;szlig; alle so zufrieden?&lt;/em&gt;&amp;ldquo;. Und da erw&amp;auml;chst in seinem Herzen die Neugier, herauszubekommen, warum diese Leute so zufrieden sind. Es ist die Seite, die beschreibt, wie man heute Christ werden kann&amp;hellip; Die Vorfahren des Alessandro Manzoni sind aus meinem Dorf, aus Barzio; es ist ein kleines Dorf bei Lecco, und der Gro&amp;szlig;vater von Alessandro Manzoni hie&amp;szlig; Alessandro, wie der Patron von Barzio und der Patron von Bergamo: der hl. Alessandro. Ich glaube also, dass auch der Verfasser der &lt;em&gt;Brautleute&lt;/em&gt; deshalb Alessandro hei&amp;szlig;t&amp;hellip; Ich f&amp;uuml;hle mich ihm auch aus anderen Gr&amp;uuml;nden verbunden. Obwohl Manzoni &amp;ndash; wie ich wiederhole &amp;ndash; unter vielen Aspekten nicht aktuell ist, ganz bestimmt nicht wie P&amp;eacute;guy.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Der &lt;em&gt;Weihnachtshymnus&lt;/em&gt; beginnt mit dem Bild des Felsbrockens, der vom Berg heruntergest&amp;uuml;rzt ist und nun unten im Tal liegt: &amp;bdquo;&lt;em&gt;Dort, wo seine schwere Masse / unbeweglich ruht; / Und trotz der vielen Jahrhunderte, die ins Land gehen, / Nie mehr wird schauen die Sonne / Von der H&amp;ouml;he seines alten Gipfels, / Wenn nicht eine Freundeskraft / Ihn zur&amp;uuml;ckhebt in die H&amp;ouml;h&lt;/em&gt;&amp;ldquo;. Der Stein, der vom Berg herunterf&amp;auml;llt, wird die Sonne des Gipfels nicht mehr schauen, wenn ihm nicht eine Freundeskraft beisteht, die ihn hochhebt. So lag der Mensch darnieder, Kind der ersten S&amp;uuml;nde. Genauso: &amp;bdquo;&lt;em&gt;Dort, wo er nicht erheben konnte / sein erhabnes Haupt&lt;/em&gt;&amp;ldquo;. Und das ist, wie ich glaube, die realistischste Definition der Urs&amp;uuml;nde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Was ist die Urs&amp;uuml;nde? In seinem letzten Buch der Reihe mit den Konversationen in einem Haus der &lt;em&gt;Memores Domini&lt;/em&gt; sagt Don Giussani:&amp;bdquo;Was ist die Urs&amp;uuml;nde? Was ist der Stolz der Urs&amp;uuml;nde? &lt;em&gt;Es ist die Bekr&amp;auml;ftigung seiner selbst vor der Realit&amp;auml;t&lt;/em&gt;&amp;ldquo;. Der Mensch sieht nichts anderes als sich. Von dieser H&amp;ouml;he herabgest&amp;uuml;rzt, sieht er nichts anderes als sich selbst. Die Bekr&amp;auml;ftigung seiner selbst vor der Realit&amp;auml;t. Und dann gibt es da eine Strophe des Hymnus, die ich vorlesen m&amp;ouml;chte, weil sie so realistisch ist: &amp;bdquo;&lt;em&gt;Wer auch immer von den zum Hass Geborenen&lt;/em&gt;&amp;ldquo;. Zum Hass geboren. Einfach so. Das ist die Befindlichkeit des Menschen. Vor ein paar Wochen hat mich beeindruckt, dass ein nicht-christlicher, nicht-katholischer Schriftsteller, Bobbio, als er an der Universit&amp;auml;t Stuttgart einen Preis verliehen bekam, Hegel zitiert hat (Hegel, Lehrmeister aller, leider, in den letzten Jahrzehnten), und zwar eine seiner realistischen Aussagen, wenn er sagt, dass die Geschichte der Menschheit &lt;em&gt;nichts anderes ist als ein gro&amp;szlig;es Schlachthaus&lt;/em&gt;. Das stimmt. Die Geschichte der Menschheit istnichts anderes als ein gro&amp;szlig;es Schlachthaus. Die Geschichte der Menschheit, sagt Augustinus, und nimmt als Beispiel Rom, die Geschichte Roms, die auf einen Brudermord gr&amp;uuml;ndet, &lt;em&gt;reicht von Mord zu Mord. &amp;bdquo;Wer immer von den zum Hass Geborenen&lt;/em&gt;&amp;ldquo;. Zum Hass geboren. Nicht aus der sch&amp;ouml;pferischen Geste. Die Sch&amp;ouml;pfung ist gut. Tats&amp;auml;chlich aber wird man &amp;ndash; Schuld der Urs&amp;uuml;nde &amp;ndash; zum Hass geboren. Auch die guten Dinge, auch die sch&amp;ouml;nen Dinge, werden sofort fremd. Und die Erfahrung dieser Befindlichkeit der Urs&amp;uuml;nde kann man machen, der Mensch macht diese Erfahrung. Die gro&amp;szlig;e Dichtung spricht von nichts anderem. Um die Auswirkungen der Urs&amp;uuml;nde zu kennen, braucht man keinen Glauben; es reicht die menschliche Intelligenz. Die Auswirkungen der Urs&amp;uuml;nde nicht zu erkennen, ist eine Frage von Nicht-Intelligenz, ist eine Frage der Illusion, eine Frage des Idealismus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;bdquo;&lt;em&gt;Wer von den zum Hass Geborenen, / Wer von allen Menschen, / K&amp;ouml;nnte dem unerreichbaren Heiligen sagen&lt;/em&gt;&amp;hellip;&amp;ldquo;. Wie christlich ist Manzoni doch in diesem Moment. &amp;bdquo;Unerreichbar&amp;ldquo;: der Heilige, den man nicht erreichen kann, der unbekannte Heilige, der Heilige, dessen Antlitz man nicht kennt. Und wenn jemand sagt, &lt;em&gt;dass es Gott gibt&lt;/em&gt;, man Ihn aber nicht sieht (wie der hl. Bernhard in einem Brief des Stundengebets in der Weihnachtszeit), wie kann er nach einiger Zeit erkennen, dass es Ihn gibt, wenn er Ihn nicht erreichen kann, wenn er in den Abgrund gest&amp;uuml;rzt ist, und er beim Licht des Anfangs, beim Licht der Morgenr&amp;ouml;te des ersten Anfangs der Sch&amp;ouml;pfung nicht anlangen kann? Wie kann er sagen, dass es ihn gibt? &amp;bdquo;&lt;em&gt;Wer von allen Menschen / h&amp;auml;tte dem unerreichbaren Heiligen / jemals sagen k&amp;ouml;nnen: Vergib mir?&amp;ldquo;&lt;/em&gt;. Vergebung! &amp;bdquo;Wem danken, wen verfluchen?&amp;ldquo;, fragt Cesare Pavese in einem der letzten S&amp;auml;tze seines Tagebuchs. Wem danken, wen verfluchen, wenn es das Geheimnis gibt, es aber kein Gesicht hat, es zwar existiert, aber unverst&amp;auml;ndlich ist, es zwar existiert, man es aber nicht kennen kann? &amp;bdquo;&lt;em&gt;Ein ewiges B&amp;uuml;ndnis schmieden? / Und dem teuflischen Sieger / Seine Beute entrei&amp;szlig;en?&lt;/em&gt;&amp;ldquo;. Wer konnte dem Teufel seine Beute entrei&amp;szlig;en?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Das ist der erste Hinweis: man wird mit der Urs&amp;uuml;nde geboren. Und das Dogma der Kirche sagt, dass die Urs&amp;uuml;nde den Menschen &lt;em&gt;in naturalibus verletzt, in seinen nat&amp;uuml;rlichen Dimensionen&lt;/em&gt;. Sie macht nicht nur die Koh&amp;auml;renz unm&amp;ouml;glich. So wei&amp;szlig; man z.B., dass Abtreibung S&amp;uuml;nde ist, und ist dann doch nicht konsequent. Aber das ist nicht alles. Die Urs&amp;uuml;nde macht es &lt;em&gt;auf lange Sicht&lt;/em&gt; auch unm&amp;ouml;glich, sich dessen bewusst zu sein, dass Abtreibung S&amp;uuml;nde ist, weil die Urs&amp;uuml;nde die Menschen in ihrer nat&amp;uuml;rlichen Intelligenz verletzt: wegen der Urs&amp;uuml;nde ist nicht nur der Wille &lt;em&gt;geschw&amp;auml;cht&lt;/em&gt;, sondern die Intelligenz als solche &lt;em&gt;verschwommen&lt;/em&gt;. Daher ist f&amp;uuml;r den Menschen auch die Erkenntnis dessen vernebelt, was nat&amp;uuml;rlich ist, auch dessen, was gesch&amp;ouml;pflich ist, was gegen das Herz ist, gegen die gesch&amp;ouml;pfliche Geste. Es ist nicht so, dass er es nicht erkennen kann, aber es ist innerlich vernebelt. Man versteht die Realit&amp;auml;t nicht; man versteht die Welt nicht, wenn man nicht von hier ausgeht. Man versteht die Welt nicht, in der wir leben, man versteht die Umst&amp;auml;nde nicht, in denen wir uns befinden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;img alt=&quot;&amp;lt;I&amp;gt;Die Verkündigung&amp;lt;/I&amp;gt;, mit einer Szene der Vertreibung Adams und Evas aus dem irdischen Paradies nach der Ursünde, Beato Angelico, Prado-Museum, Madrid.&quot; src=&quot;http://www.30giorni.it/upload/articoli_immagini_interne/10-04-012.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin-top: 3px; margin-bottom: 3px; width: 325px; height: 258px;&quot; /&gt;2. Was bleibt von dieser Befindlichkeit? Das unerreichbare Geheimnis, das kein Gesicht hat, und der Mensch, dessen Licht (Licht steht f&amp;uuml;r die &amp;Uuml;berraschung der Sch&amp;ouml;pfung, die gut ist) nicht l&amp;auml;nger vertraut ist. Die Sch&amp;ouml;pfung ist nicht l&amp;auml;nger &lt;em&gt;traute Sch&amp;ouml;nheit&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;werter Glanz&lt;/em&gt;, sondern Fremdheit, Feindschaft &amp;ndash; so stimmt es ja auch, dass Kain den Abel erschl&amp;auml;gt. Was bleibt? Es bleibt das Herz. Das Herz ist &lt;em&gt;verwundet&lt;/em&gt;, aber das Herz bleibt Herz. Das ist die andere gro&amp;szlig;e Sache, die der Katholizismus besagt. Verletzt, verschwommen in der Erkenntnis des Wahren und &lt;em&gt;geschw&amp;auml;cht in der M&amp;ouml;glichkeit, dem Wahren gegen&amp;uuml;ber konsequent zu sein&lt;/em&gt; &amp;ndash; und doch bleibt das Herz. Was bleibt, ist das Herz des Menschen. Das Herz, das unsere Mutter, unser Vater uns gegeben haben, das Gott uns durch sie gegeben hat; was bleibt, ist das Herz. Das Herz bleibt also in Erwartung, in Erwartung einer Begegnung. Das Herz bleibt Bitte darum, gl&amp;uuml;cklich zu sein, das Herz bleibt Bitte um Gl&amp;uuml;ckseligkeit. Das verletzte Herz bleibt Herz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Ich m&amp;ouml;chte euch zwei Ausz&amp;uuml;ge aus dem sch&amp;ouml;nsten Gedicht von Leopardi vorlesen: &lt;em&gt;An seine Frau&lt;/em&gt;; dort, wo Leopardi sagt, dass das, was er in der Sch&amp;ouml;nheit der Frau suchte, eine noch gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Sch&amp;ouml;nheit war, eine Sch&amp;ouml;nheit, die die Erwartung des Herzens endlich erf&amp;uuml;llen konnte. Doch dann f&amp;uuml;gt er an, dass dies ein Traum aus seiner Jugendzeit gewesen sei; dass er nun, da er erwachsen ist, erkennt, dass dieser Traum unm&amp;ouml;glich ist. &amp;bdquo;&lt;em&gt;Lebendig Dich zu sehn / Vergeblich ist jede Hoffnung&lt;/em&gt;&amp;ldquo;. Es gibt keine Hoffnung mehr, dich lebendig zu sehen, oh Sch&amp;ouml;nheit. Ich habe keine Hoffnung mehr, hier in diesem Leben, diese unvorhergesehene Sache zu sehen, die mein Herz erwartet. &amp;bdquo;&lt;em&gt;Beim Anbruch / Meines ungewissen d&amp;uuml;steren Tages&lt;/em&gt;&amp;ldquo;. Die menschliche Genialit&amp;auml;t ist Prophetie Christi. Nicht in dem Sinne, dass sie Christus vorwegnimmt, nicht in dem Sinne, dass sie christliche Reden schwingt. Aber in dem Sinn, dass sie Ihn erwartet &amp;ndash; zweifelnd und fluchend vielleicht &amp;ndash; aber sie erwartet ihn. &amp;bdquo;&lt;em&gt;Beim Anbruch / Meines ungewissen d&amp;uuml;steren Tages&lt;/em&gt;&amp;ldquo;. &amp;bdquo;Ungewiss&amp;ldquo;. Wenn der Heilige, wenn das Geheimnis unerreichbar ist, was kann der Mensch dann anderes sein als unsicher? Was kann der Mensch tun? Man kann den Menschen nicht verurteilen, man kann den Menschen wegen seines Nihilismus nicht verurteilen, man kann den Menschen wegen seines &amp;bdquo;Nicht-Glaubens&amp;ldquo; nicht verurteilen. Was kann er tun, wenn das Geheimnis kein Gesicht hat? Was kann er tun? Auch weil aus dem Nihilismus (darin nimmt Augustinus Nietzsche vorweg, ja beantwortet ihn sogar) der Umstand geboren wird, dass man merkt, dass jener Gott, den er zu bekr&amp;auml;ftigen vorgibt, eine Projizierung seiner selbst ist, er also merkt, dass er nicht existiert. Wenn Gott eine Projizierung ist, ein Bild seiner selbst, dann erkennt man, dass dieser Gott nicht existiert, dass er nichts ist. &lt;em&gt;Nihil est&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;es gibt nichts. &amp;bdquo;&amp;hellip; ungewiss und d&amp;uuml;ster, / Meine Gedanken kreisen um Dich / Reisende auf dieser ungastlichen Erde&lt;/em&gt;.&amp;ldquo; Ich habe geglaubt, dir auf dieser ungastlichen Erde zu begegnen; dem zu begegnen, was das Herz erwartet. &amp;bdquo;&lt;em&gt;Und doch gibt es nichts auf Erden / Das Dir gleicht&lt;/em&gt;&amp;ldquo;. Aber auf Erden bin ich nichts, niemandem begegnet, der wirklich mein Herz verdient h&amp;auml;tte. Viele Dinge (auch Leopardi hatte viele Frauen), aber nichts, niemanden, der wirklich mein Herz verdient h&amp;auml;tte. &amp;bdquo;&lt;em&gt;Es gibt nichts auf Erden/ Das Dir gleicht; und selbst wenn Dir eine gleichen sollte / Im Antlitz, in den Gesten und im Tun, / Auch wenn sie dir noch so sehr gleichen sollte, w&amp;auml;rst doch Du unvergleichlich sch&amp;ouml;ner&lt;/em&gt;&amp;ldquo;. Hier haben wir die Intuition, die nur die der Gnade sein kann: aber auch, wenn es eine Sache g&amp;auml;be, die deinem Antlitz gleicht, deinen Worten und deinen Gesten, &amp;bdquo;&lt;em&gt;w&amp;auml;rst Du doch unvergleichlich sch&amp;ouml;ner&lt;/em&gt;&amp;ldquo;, sch&amp;ouml;ner als das, was mein Herz erwartet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Dieses Gedicht endet mit einem Gebet, dem wunderbarsten Gebet, weil Giacomo Leopardi Atheist und Materialist war. Kein Frommer hat je ein solches Gebet an das Geheimnis geschrieben, das sich offenbart hat: &amp;bdquo;&lt;em&gt;Wenn von den ewigen Gedanken / Du diejenige bist, die in sinnlich wahrnehmbare Form / zu kleiden sich geruht&lt;/em&gt;&amp;ldquo;. Wenn du, oh Sch&amp;ouml;nheit, wenn Du, oh Sache, die das Herz erwartet, wenn du, oh Sache, die das Herz verlangt, wenn du, Gl&amp;uuml;ckseligkeit, einer der ewigen Gedanken bist, der geruht, sich in eine sinnlich wahrnehmbare Form zu kleiden. &amp;bdquo;&lt;em&gt;Und in sterblicher H&amp;uuml;lle / Die d&amp;uuml;stre M&amp;uuml;hsal des Erdenlebens kostest&lt;/em&gt;&amp;ldquo;, und du hier auf Erden die M&amp;uuml;hsal dieses Lebens erduldest, das auf den Tod hinausl&amp;auml;uft, &amp;bdquo;&lt;em&gt;Von dieser Erde, wo die Jahre fl&amp;uuml;chtig und unheilvoll verstreichen, / empfange ich die Hymne einer unbekannten Geliebten&lt;/em&gt;&amp;ldquo;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;bdquo;&lt;em&gt;Von dieser Erde, wo die Jahre fl&amp;uuml;chtig und unheilvoll verstreichen&lt;/em&gt;&amp;ldquo;. Das ist christlicher Realismus. Eines Atheisten, aber dennoch christlicher Realismus. Es ist menschlicher Realismus, und folglich Prophetie dessen, der das Herz so geschaffen hat. Von dort, wo die sch&amp;ouml;nen Dinge verg&amp;auml;nglich sind. Die sch&amp;ouml;nen Dinge sind verg&amp;auml;nglich, auch das L&amp;auml;cheln des Kindes, die Zuneigung zu der Frau, die man liebt. &amp;bdquo;&lt;em&gt;Von dieser Erde, wo die Jahre fl&amp;uuml;chtig und unheilvoll verstreichen, / empfange ich die Hymne einer unbekannten Geliebten&lt;/em&gt;&amp;ldquo;. Es bleibt das Herz, das Herz, das etwas erwartet, das so ist. Aber der Mensch (und hier gebrauchen wir wieder einen Begriff des Augustinus, der in der Kirche das vielleicht faszinierendste Zeugnis f&amp;uuml;r dieses Herz abgelegt hat), der Mensch ist von diesem Herzen weit entfernt, &lt;em&gt;fugitivus cordis sui&lt;/em&gt;. Der Mensch ist weit entfernt von dieser Frage, und der Mensch gibt sich zufrieden. Er gibt sich zufrieden.Und womit gibt er sich zufrieden? Mit Geld, Wollust, Macht. Und dagegen ist kein Kraut gewachsen. Alle begn&amp;uuml;gen sich mit diesen drei Dingen: Geld, Wollust und Macht &amp;ndash; ob sie nun an Gott glauben oder nicht. Und das ist einer der beeindruckendsten Aspekte des &lt;em&gt;De civitate Dei&lt;/em&gt; des Augustinus. Der Glaube an Gott an sich ver&amp;auml;ndert nicht das Leben. Alle B&amp;uuml;cher von Augustins &lt;em&gt;De civitate Dei&lt;/em&gt; sind aktuell. Im achten, neunten und zehnten Buch spricht Augustinus von den Philosophen, die Gott gekannt, die die Existenz Gottes anerkannt haben. Und doch haben sie &amp;bdquo;letztendlich gedacht, dem Teufel g&amp;ouml;ttliche Ehren und Riten anbieten zu m&amp;uuml;ssen&amp;ldquo;. Der Satanismus kann auch die Folge dessen sein, sich als an Gott Glaubende zu bekennen, weil der Glaube an Gott nicht &lt;em&gt;wirklich&lt;/em&gt; das Leben ver&amp;auml;ndert. Etwas anderes ver&amp;auml;ndert das Leben. Wenn der Glaube an Gott das Leben ver&amp;auml;ndern w&amp;uuml;rde, dann hie&amp;szlig;e es: &lt;em&gt;mestier non era parturir Maria&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;img alt=&quot;&amp;lt;I&amp;gt;Ruhe auf der Flucht nach Ägypten&amp;lt;/I&amp;gt;, Bartolomé Esteban Murillo, Puschkin-Museum, Moskau.&quot; src=&quot;http://www.30giorni.it/upload/articoli_immagini_interne/11-04-012.jpg&quot; style=&quot;float: left; margin-top: 3px; margin-bottom: 3px; width: 300px; height: 341px;&quot; /&gt;3. Deshalb feiern wir Weihnachten. Versteht ihr? Wenn n&amp;auml;mlich der Glaube an Gott das Leben ver&amp;auml;ndern w&amp;uuml;rde, dann w&amp;auml;re das, was vor 2000 Jahren geschehen ist, nicht notwendig gewesen. Und nicht nur das: man k&amp;ouml;nnte nicht dankbar sein, wie wir dankbar sind. Als der Erzengel Gabriel vor 2000 Jahren in dieses Dorf an der Grenze zu Pal&amp;auml;stina, im &lt;em&gt;Galil&amp;auml;a der Heiden&lt;/em&gt;, zu einem jungen j&amp;uuml;dischen M&amp;auml;dchen namens Maria geschickt wurde&amp;hellip; Damit fing alles an. Der unerreichbare Heilige; Er, der das gute Herz geschaffen hat&amp;hellip; (aber die Urs&amp;uuml;nde hat zu dieser Befindlichkeit gef&amp;uuml;hrt, in der sich der Mensch mit Wollust, Macht und Geld begn&amp;uuml;gt), der unerreichbare Heilige ist im Scho&amp;szlig; einer Frau Fleisch geworden. Ein Fakt. Diese einfache Geschichte hat hier begonnen. Und sie hat als Geschichte begonnen, als einfache Geschichte. Es begann mit dem &amp;bdquo;Gegr&amp;uuml;&amp;szlig;t seist du, voll der Gnade, der Herr ist mit dir&amp;ldquo;. Und dieses junge j&amp;uuml;dische M&amp;auml;dchen, das nicht sofort verstand, war verst&amp;ouml;rt und fragte sich, was dieser Gru&amp;szlig; wohl zu bedeuten habe. Und der Engel sagte zu ihr: &amp;bdquo;F&amp;uuml;rchte dich nicht, Maria, du hast Gnade bei Gott gefunden&amp;ldquo;. Und da sprach dieses junge M&amp;auml;dchen dieses &amp;bdquo;Ja&amp;ldquo;; dieses &amp;bdquo;Hier bin ich&amp;ldquo;, weshalb der Mensch die Hoffnung hat, gerettet zu werden. Ohne dieses &amp;bdquo;Hier bin ich&amp;ldquo; kann der Glaube an Gott dem Menschen keine Hoffnung geben. Mit diesem &amp;bdquo;Hier bin ich&amp;ldquo; beginnt eine Geschichte, eine einfache Geschichte. Eine Geschichte bedeutet, dass Derjenige, der so mit Maria begonnen hat (&amp;bdquo;Du hast bei Gott Gnade gefunden&amp;ldquo;), ist Er. Und Er ist es, der diesen Beginn vorantreibt. Denken wir nur an unsere Muttergottes. Denkt nur: sie ist in diesem &amp;bdquo;hier bin ich&amp;ldquo; geblieben, auch als sie der Engel verlie&amp;szlig;. Denkt an den Trost&amp;hellip; (das ist eines der Dinge, die mich am meisten beeindrucken, am meisten bewegen, wenn ich an die Muttergottes denke), denkt nur an den ersten Trost, den sie gehabt hat, den ersten Trost, dass das, was sie geh&amp;ouml;rt hatte, wirklich war, wie es jeder Frau passiert, die merkt, dass sie schwanger ist. Es muss etwas ganz Unerh&amp;ouml;rtes sein. Weil es bedeutete, dass dieses Versprechen wahr war, dieses Versprechen, zu dem sie sofort &amp;bdquo;Ja&amp;ldquo; gesagt hat, zu dem sie sofort &amp;bdquo;hier bin ich&amp;ldquo; gesagt hat, dieses Versprechen war wahr, das ein Anderer begonnen hatte und das sie nun zu erf&amp;uuml;llen dabei war. Und so ist der andere Trost, der mich erstaunt und r&amp;uuml;hrt jene Episode, als der Engel im Traum zu Josef sagt: &amp;bdquo;Josef, Sohn Davids, f&amp;uuml;rchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen, denn was in ihr erzeugt ist, das ist vom Heiligen Geist.&amp;ldquo; Stellt euch das einmal vor&amp;hellip; (es ist eine andere Sache verglichen mit allen Religionen dieser Welt, es ist eine andere Sache. Es ist eine Geschichte von Menschen, jungen Leuten, da waren zwei junge Leute), denkt nur, was es f&amp;uuml;r Maria bedeutet haben muss, als Josef sie zu sich nahm. Es war eine weitere Best&amp;auml;tigung, eine weitere Best&amp;auml;tigung dieser Begegnung; dieses &amp;bdquo;Gegr&amp;uuml;&amp;szlig;t seist du, voll der Gnade&amp;ldquo; war real. Und dann sind sie gemeinsam zu Elisabeth gegangen, weil der Engel ihr gesagt hatte, dass auch Elisabeth ein Kind erwartete, und auch dieser Umstand hat dieses &amp;bdquo;Gegr&amp;uuml;&amp;szlig;t seist du, voll der Gnade, f&amp;uuml;rchte dich nicht, Maria&amp;ldquo; best&amp;auml;tigt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Warum ist das Christentum eine einfache Geschichte? Es ist eine einfache Geschichte (gebrauchen wir ein Wort, das die Kirche seit 2000 Jahren gebraucht), weil es Gnade ist, weil es ein Ereignis ist und folglich eine Geschichte der Gnade. Wenn es nicht Gnade w&amp;auml;re, w&amp;auml;re es eine komplizierte Sache. Warum ist die menschliche Religiosit&amp;auml;t nicht einfach? Weil sie vom Menschen kommt. Weil es der &lt;em&gt;gute&lt;/em&gt; Versuch des Menschen ist, ausgehend von den geschaffenen Dingen den Sch&amp;ouml;pfer zu erkennen. Aber das ist &lt;em&gt;keine einfache&lt;/em&gt; Sache, es ist eine m&amp;uuml;hevolle Sache. Das Dogma des Glaubens sagt: es ist eine m&amp;uuml;hevolle Sache, eine Sache von wenigen, eine Sache, die auch wenn die Religiosit&amp;auml;t an ihrem Ziel ankommt (das Geheimnis existiert), &lt;em&gt;mit Irrt&amp;uuml;mern vermischt&lt;/em&gt; ist. Das sind die Worte des Dogmas der Kirche. Es ist nicht nur wenigen vorbehalten, es ist nicht nur m&amp;uuml;hevoll: auch wenn man soweit ist, zu sagen: &amp;bdquo;Gott existiert&amp;ldquo;, ist diese Bekr&amp;auml;ftigung mit Irrt&amp;uuml;mern vermischt. Vor 2000 Jahren dagegen hat etwas begonnen, das &amp;uuml;beraus einfach ist. Jenem jungen M&amp;auml;dchen wurde versprochen, dass es empfangen und geb&amp;auml;ren w&amp;uuml;rde. Und in diesen neun Monaten sind viele &amp;uuml;beraus menschliche Dinge passiert&amp;hellip; Vor allem einmal merkt sie, dass sie schwanger ist (und ihr Bauch w&amp;auml;chst wie der Bauch jeder schwangeren Frau). Und das Zeugnis des Josef, der sie im Gehorsam zu dem Geheimnis, das gr&amp;ouml;&amp;szlig;er ist als er, zu sich nimmt. Und das Zeugnis der Base Elisabeth: auch sie hat ein Kind. Und jenes Weihnachten, jenes erste Weihnachten, als die Augen zweier junger Leute, Marias und Josefs, zum ersten Mal Gott geschaut haben. Sie haben Gott geschaut. So also beginnt das Christentum. Sie haben nicht geglaubt, dass es Gott gibt, nein, das glauben auch die Muslime, die in dieser Religiosit&amp;auml;t vielleicht religi&amp;ouml;ser sind als wir, aber sie haben ihn nicht gesehen. Sie haben nicht gesehen &amp;ndash; und doch ist er gekommen &amp;ndash; und in der Religiosit&amp;auml;t und in der Moral k&amp;ouml;nnen sie moralischer und religi&amp;ouml;ser sein als wir. Auch deshalb war es klug von Paul VI., dass er nichts unternommen hat, um den Bau der Moschee in Rom zu verhindern, ja, dass er allen, die ihm sagten, er m&amp;uuml;sse auf Reziprozit&amp;auml;t bestehen, antwortete, dass sich die Kirche nicht auf dieses Niveau herablasse. Aber da ist noch eine andere Sache. Das Christentum ist eine andere Sache verglichen mit allen Weltreligionen, der ganzen Moral der Welt. Und dass vor 2000 Jahren ein junger Mann und ein junges M&amp;auml;dchen, Josef und Maria, mit eigenen Augen Gott gesehen haben, keine mystische Vision. Maria hat ihn geboren. Und Josef und sie haben ihn &lt;em&gt;voll Staunen&lt;/em&gt; angeblickt. So begann die christliche Geschichte. Sie konnten die Augen gar nicht lassen von Gott. Und dann, in dieser Nacht, haben die Engel den Hirten verk&amp;uuml;ndet, dass in der Stadt Davids (weil Gott seine Versprechen h&amp;auml;lt), &amp;bdquo;in der Stadt Davids ist euch der Retter geboren&amp;ldquo;. Und sie sind losgezogen, die Hirten, sie sind losgezogen und haben ein Kind gesehen. Dieses Kind war Gott. Wenn wir im &lt;em&gt;Glaubensbekenntnis&lt;/em&gt; also sagen: &amp;bdquo; &lt;em&gt;Gott von Gott, Licht von Licht, wahrer Gott vom wahren Gott&lt;/em&gt; [dieses Kind], &lt;em&gt;gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch ihn ist alles geschaffen. F&amp;uuml;r uns Menschen und zu unserem Heil ist er vom Himmel gekommen&lt;/em&gt; [f&amp;uuml;r uns Menschen, f&amp;uuml;r den Menschen, der sich mit der Wollust begn&amp;uuml;gt, mit Geld und mit Macht, f&amp;uuml;r diesen Menschen, nicht f&amp;uuml;r die Menschen guten Willens (Sein Wille ist der gute Wille), sondern f&amp;uuml;r diesen konkreten Menschen]. &lt;em&gt;F&amp;uuml;r uns Menschen und zu unserem Heil ist er vom Himmel gekommen, hat Fleisch angenommen&lt;/em&gt; &amp;hellip;&amp;ldquo;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Lasst mich Folgendes anf&amp;uuml;gen. Nach Maria und Josef, nach diesen 30 Jahren, in denen der Ewige, der begonnen hat, in der Zeit zu existieren und zu wachsen (indem er ewig bleibt, hat der Ewige begonnen, in der Zeit zu existieren und zu wachsen, und die Tage zu z&amp;auml;hlen, die Stunden, die Monate und die Jahre, wie jedes Kind), nach diesen 30 Jahren, in denen er in Nazareth gewohnt, seinem Vater und seiner Mutter gehorcht hat, beginnt seine Sendung, als die ersten beiden an jenem Nachmittag, an den Ufern des Jordan, Ihm begegnet sind, als Johannes und Andreas, nachdem Johannes der T&amp;auml;ufer den Hinweis gegeben hatte: &amp;bdquo;Das ist das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die S&amp;uuml;nden der Welt.&amp;ldquo; Und da sind sie Ihm nachgefolgt. Sie sind Ihm nachgefolgt, weil sie sich von Ihm angezogen f&amp;uuml;hlten. Und da dreht Jesus sich zu diesen beiden jungen Leuten um &amp;ndash; Andreas war verheiratet, weshalb er wohl ein paar Jahre &amp;auml;lter war, Johannes aber war wirklich noch sehr jung &amp;ndash;, und fragt diese beiden jungen M&amp;auml;nner: &amp;bdquo;Was sucht ihr?&amp;ldquo;. Das macht mich sehr betroffen. Sie haben ihm nicht geantwortet: wir suchen die Wahrheit, wir suchen die Gl&amp;uuml;ckseligkeit, sie haben ihm nicht einmal gesagt: wir suchen den Messias. Das, was das Herz suchte, stand vor ihnen. Sie konnten es vor sich sehen. Das Herz ist unfehlbar, darin ist das Herz unfehlbar. Es gibt da eine wundersch&amp;ouml;ne These der katholischen Theologie, die von der Unfehlbarkeit des Glaubens spricht. Die Unfehlbarkeit des Lehramts ist &lt;em&gt;zweitrangig&lt;/em&gt; verglichen mit der Unfehlbarkeit des Glaubens. Der Glaube ist unfehlbar. Das, was sie suchten, was das Herz suchte, hatten sie vor sich. Und so antworteten sie auf diese Frage: &amp;bdquo;Was sucht ihr?&amp;ldquo;, indem sie das einzige fragten, was man fragen kann. Wenn man dem begegnet, wonach das Herz verlangt, kann man nur darum bitten, dass diese Sache auch bleibt. &amp;bdquo;Meister, wo wohnst du?&amp;ldquo;, bzw. &amp;bdquo;wo bleibst du?&amp;ldquo;. Wo bleibst du, damit wir bei dir sein k&amp;ouml;nnen? In aller &amp;Ouml;ffentlichkeit, hier. Dort, bei Maria und Josef, sagen wir es einmal so: privat. In den 30 Jahren privaten Lebens, privat, aber mit vielen &amp;ouml;ffentlichen Episoden: die Hirten, dann die Sterndeuter, dann im Alter von 12 Jahren im Tempel&amp;hellip; Aber dennoch eine private Geschichte. Hier ist der Anfang der &amp;ouml;ffentlichen Geschichte, der Geschichte, wegen der wir heute Abend hier sind. Deshalb existiert auf der Welt diese einfache Geschichte von Personen, die erstaunt dar&amp;uuml;ber waren, Ihm begegnet zu sein. Eine &lt;em&gt;einfache Geschichte&lt;/em&gt;: sie waren erstaunt dar&amp;uuml;ber, weil sie Ihm begegnet sind und nachdem sie ihm also begegnet waren, h&amp;auml;ngt es von Ihm ab, h&amp;auml;ngt es nicht vor allem von dir ab, sondern von Ihm, ob er bei dir bleibt. So gesehen ist es einfach. Sonst &amp;ndash; angenommen, dass der Beginn des Christentums Gnade ist (wenn jemand Christ ist, kann er das nicht sagen) &amp;ndash; leitet man eine andere Dynamik ein. Nein! Und wenn man ihm erst begegnet ist, was geschieht dann? Was hast du getan, um Ihm zu begegnen? Nichts. So musst du dich auch gar nicht bem&amp;uuml;hen, etwas zu tun, weil es von Ihm abh&amp;auml;ngt. Es h&amp;auml;ngt von Ihm ab, der dir begegnet ist und der dir treu bleibt. Es h&amp;auml;ngt von Ihm ab, der treu bleibt, es h&amp;auml;ngt nicht vor allem von deiner Treue ab. Es h&amp;auml;ngt von Ihm ab. So gesehen ist es einfach. Es ist einfach, weil nicht nur Er es war, der dir begegnet ist, nicht nur Er es war, der den Ersten entgegen gegangen ist, sondern weil es von Ihm abh&amp;auml;ngt, der bei den Ersten geblieben ist, weil es von Ihm abh&amp;auml;ngt, Tag f&amp;uuml;r Tag, nachdem er es zugelassen hat, dass Ihm die Ersten erneut begegnet sind, es h&amp;auml;ngt von Ihm ab, Tag f&amp;uuml;r Tag, immer wieder&amp;hellip;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Andreas ist an diesem Abend nach Hause gegangen und hat zu seinem Bruder Petrus gesagt: &amp;bdquo;Wir sind dem Messias begegnet&amp;ldquo;. Etwas anderes, das mich erstaunt, ist zu denken, dass das erste Mal, das Petrus menschlich einen Blick auf das fleischgewordene Geheimnis geworfen hat war, als er das Antlitz seines Bruders betrachtete. Nie hatte er das Antlitz des Andreas so gesehen, das Antlitz seines Bruders hatte er noch nie so gesehen, weil die Gnade einen Widerschein im Menschlichen hat. Sie ist sichtbar, die Gnade. Sie hat eine unsichtbare Quelle, aber einen sichtbaren Widerschein, den Widerschein der Gnade sieht man, man sieht ihn und er ist unverkennbar. Er ist unfehlbar, der Widerschein der Gnade, mit keiner anderen Sch&amp;ouml;nheit zu vergleichen. Es ist die Sch&amp;ouml;nheit, f&amp;uuml;r die das Herz geschaffen wurde. Und so ist nicht nur Er es, der Begegnung wird, sondern Er bleibt auch; so stimmt es ja, dass am Tag danach, als er Petrus gesehen hat, er zu diesem sagte: &amp;bdquo;Du bist Simon, Sohn des Johannes, du sollst Petrus hei&amp;szlig;en&amp;ldquo;. Und so sind aus zwei drei geworden, und so ging es drei Jahre lang &amp;hellip;So. Aber denkt einmal an diese drei Jahre, denkt einmal daran, wessen Initiative es war. Nicht die jener, die Ihm nachfolgten; die Initiative war immer die Seine. Wie damals, bei dem reichen jungen Mann, der aufgefordert wurde, Ihm nachzufolgen, ja, von ihm geliebt zu werden&amp;hellip; Jesus blickte ihn an und war ger&amp;uuml;hrt, ermochte ihn. Dennoch folgte er Ihm nicht nach, und da sagte Jesus, dass es f&amp;uuml;r einen Reichen unm&amp;ouml;glich sei, ins Himmelreich einzugehen, und Petrus stellte ihm folgende Frage: &amp;bdquo;Aber wer kann dann gerettet werden?&amp;ldquo;. Und hier haben wir einen der sch&amp;ouml;nsten S&amp;auml;tze des Engels: &amp;bdquo;Und Jesus blickte sie an [indem er anblickte, nicht Theologie betrieb, sondern sie anblickte] und sagte: &amp;bdquo;F&amp;uuml;r Gott ist nichts unm&amp;ouml;glich&amp;ldquo;. Indem er sie anblickte: denn das, was ihm als Geheimnis offensichtlich war, als Mensch, das lernte er von den Dingen, die geschehen, so wie wir von dem lernen, was geschieht. Wenn Petrus dort war, wenn Johannes dort war, wenn Matth&amp;auml;us dort war (ich dachte heute, wenn ich mir die Gem&amp;auml;lde des Caravaggio so ansehe, an die &lt;em&gt;Berufung des Matth&amp;auml;us&lt;/em&gt; von Caravaggio in San Luigi dei Francesi in Rom), wenn Zach&amp;auml;us voller Freude herabgestiegen war, dann hei&amp;szlig;t das, dass f&amp;uuml;r Gott nichts unm&amp;ouml;glich ist. Wenn Matth&amp;auml;us, der reich war, ja sogar Geld f&amp;uuml;r die r&amp;ouml;mischen Besatzer eintrieb, und Zach&amp;auml;us, der reichste Mann von Jericho&amp;hellip; dort waren, dann hei&amp;szlig;t das, dass f&amp;uuml;r Gott nichts unm&amp;ouml;glich war. Auch Jesus hat als Mensch die Natur des Geheimnisses aus dem gelernt, was geschah. Das, was er als Gott kannte, hat er als Mensch von der Erfahrung gelernt. In einem seiner sch&amp;ouml;nsten S&amp;auml;tze &amp;uuml;ber das Geheimnis Jesu sagt der hl. Bernhard: das, was er von Natur aus kannte aus der Ewigkeit (dass f&amp;uuml;r Gott nichts unm&amp;ouml;glich ist), hat er aus der menschlichen Erfahrung gelernt. Auch Er hat sich gewundert, als er Zach&amp;auml;us herabsteigen sah. Denkt nur an die Episode des Zach&amp;auml;us. Dieser kleine Mensch, der auf den Baum steigen musste, um ihn vor&amp;uuml;berziehen zu sehen. Dieser kleine Mensch, derdie illegalen Banden der Stadt Jericho anf&amp;uuml;hrte, und Jesus, der vor&amp;uuml;berzieht, ihn ansieht und sagt: &amp;bdquo;Zach&amp;auml;us, ich muss heute in deinem Haus bleiben&amp;ldquo;. Er hat nichts gesagt, hat ihm nicht geantwortet. Doch er ist gleich herabgestiegen, voller Freude. Und dann hat er viermal soviel an die Leute verteilt, wie er gestohlen hatte. Und dann, und dann, und dann! Er ist sofort herabgestiegen, voller Freude, und nach Hause gelaufen. Dann ist es einfach, es ist nicht nur deshalb einfach, weil der Anfang Gnade ist, sondern auch, weil jeder Schritt Gnade ist. Der hl. Thomas sagt in einem seiner sch&amp;ouml;nsten S&amp;auml;tze (die katholische Kirche hat im letzten Jahr, gerade diesen Satz gebrauchend, ein Dokument mit den Lutheranern unterzeichnet, in dem sie sagt, dass Katholiken und Protestanten in den wesentlichen Aspekten der Rechtfertigungslehre dasselbe anerkennen): &amp;bdquo;&lt;em&gt;Gratia facit fidem&lt;/em&gt;&amp;ldquo;, die Gnade schafft den Glauben. Der Glaube ist die Anerkennung dieser Anziehungskraft, der Glaube ist die Anerkennung dieser Begegnung, der Glaube ist das anerkannte Staunen &amp;uuml;ber diese Begegnung. &amp;bdquo;&lt;em&gt;Gratia facit fidem non solum quando fides incipit esse in homine&lt;/em&gt;&amp;ldquo;, die Gnade schafft den Glauben nicht nur, wenn der Glaube in einem Menschen beginnt, &amp;bdquo;&lt;em&gt;sed quamdiu fides durat&lt;/em&gt;&amp;ldquo;, sondern in jedem Moment, in dem der Glaube w&amp;auml;hrt. In jedem Moment, nicht nur am Anfang, in jedem Moment, nicht nur am Anfang, in jedem Moment ist die Initiative die Seine.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Heute Nachmittag habe ich mir hier in Bergamo eine Caravaggio-Ausstellung angesehen. Wundersch&amp;ouml;n. Unser F&amp;uuml;hrer war ein Priester, der auf eine sehr sch&amp;ouml;ne, humane Weise die Dinge beschrieb. Dann aber hat er gesagt, dass Caravaggio die &lt;em&gt;M&amp;uuml;hsal&lt;/em&gt; des Glaubens zum Ausdruck bringt. Das w&amp;uuml;rde ich nicht sagen. Der Glaube, wenn er eintritt, ist niemals m&amp;uuml;hevoll. Einfach ist der &amp;bdquo;Nicht- Glaube&amp;ldquo;. Ja, der &amp;bdquo;Nicht-Glaube&amp;ldquo; ist einfach. &amp;bdquo;Ihr Kleingl&amp;auml;ubigen, warum zweifelt ihr?&amp;ldquo;. Es ist sehr einfach; auch f&amp;uuml;r jene, die Ihm nachgefolgt sind, ist der &amp;bdquo;Nicht-Glaube&amp;ldquo; einfach, ist der Zweifel einfach, ist das Fluchen einfach, das ja. Die Gnade der Taufe l&amp;ouml;scht die Urs&amp;uuml;nde aus, nicht aber die Folgen der Urs&amp;uuml;nde. Der &amp;bdquo;Nicht-Glaube&amp;ldquo; ist einfach, der Zweifel ist einfach, der Verrat ist einfach. Denkt an Petrus: &amp;bdquo;Auch wenn dich alle verlassen, niemals werde ich dich verlassen&amp;ldquo;. Drei Stunden sp&amp;auml;ter&amp;hellip; Drei Stunden sp&amp;auml;ter! Eine halbe Stunde sp&amp;auml;ter war er eingeschlafen. Und dann, drei Stunden sp&amp;auml;ter, hat er ihn verraten. Verrat ist einfach. Aber der Glaube ist einfacher. Der Glaube ist einfach. Wenn nicht, bedeutet es, dass man nicht wei&amp;szlig;, was es ist. Es ist einfacher, denn als ihn Jesus nach dem Verrat angeblickt hat, war es einfacher, in Tr&amp;auml;nen auszubrechen, einfacher als alles andere. Der Glaube ist einfacher. Es gibt keinen schwierigen Glauben. Er ist einfacher. Es ist ein nicht christliches Glaubensbild zu sagen, dass der Glaube schwierig ist. Es ist einfacher, einfacher noch als der Verrat. Denkt an den armen Menschen Petrus, diesen armen S&amp;uuml;nder Petrus: als ihn Jesus angeblickt hat, da war es die einfachste Sache seines Lebens, in Tr&amp;auml;nen auszubrechen; es war einfacher als das Leben, in Tr&amp;auml;nen auszubrechen. Es war die einfachste Sache seines Lebens, zu sagen: &amp;bdquo;Wie gern du mich doch hast, wie gern. Und doch habe ich dich verraten&amp;ldquo;. Der Glaube ist einfach, so einfach. Es gibt keinen Glauben (das ist ein Glaubensdogma), es gibt keinen Glauben, wenn der Heilige Geist nicht die S&amp;uuml;&amp;szlig;e gibt (er spricht von S&amp;uuml;&amp;szlig;e, die S&amp;uuml;&amp;szlig;e kann nicht schwierig sein, das w&amp;auml;re ein un-menschliche Sache), der S&amp;uuml;&amp;szlig;e des Ja-Sagens. Der Geist, die Gnade ist es, die die S&amp;uuml;&amp;szlig;e gibt, Ja zu sagen. Er gebraucht das Wort S&amp;uuml;&amp;szlig;e: was ist einfacher als das! Der Glaube ist einfach. Schon einen Moment sp&amp;auml;ter kann man nicht mehr glauben. Einen Moment sp&amp;auml;ter kann man fluchen, einen Moment sp&amp;auml;ter kann man dem Geld hinterherlaufen, der Wollust und der Macht. Aber wenn man diese S&amp;uuml;&amp;szlig;e erfahren hat, kann man hinterherlaufen wie alle, und doch ist diese S&amp;uuml;&amp;szlig;e das Einfachste, sie ist das Einfachste. Und in Tr&amp;auml;nen auszubrechen, nachdem man der Wollust, dem Geld und der Macht hinterhergelaufen war, damit diese S&amp;uuml;&amp;szlig;e wiederkehre, damit dich dieser Blick wieder ansieht, in Tr&amp;auml;nen auszubrechen, das ist die einfachste Sache. Es gibt nichts Einfacheres f&amp;uuml;r ein Kind, das sich, nach allen Launen dieser Welt, in die Arme seiner Eltern fl&amp;uuml;chtet, es gibt nichts Einfacheres. Meint ihr, dass das schwierig ist f&amp;uuml;r ein Kind? Es w&amp;auml;re unmenschlich, wenn es sich nicht in ihre Arme fl&amp;uuml;chten w&amp;uuml;rde. Es ist die einfachste Sache der Welt, sich in die Arme seiner Eltern zu fl&amp;uuml;chten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;img alt=&quot;&amp;lt;I&amp;gt;Die Berufung des Petrus und Andreas&amp;lt;/I&amp;gt;, Caravaggio, Royal Gallery Collection, Hampton Court Palace, London.&quot; src=&quot;http://www.30giorni.it/upload/articoli_immagini_interne/14-04-012.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin-top: 3px; margin-bottom: 3px; width: 325px; height: 231px;&quot; /&gt;Lasst mich noch ein Letztes sagen. Was erbittet diese Gnade vom Menschen, ohne die er nichts tun kann? &amp;bdquo;&lt;em&gt;Deine Gnade komme uns stets zuvor und begleite uns&lt;/em&gt;&amp;ldquo;, hei&amp;szlig;t es in einem Gebet der Kirche. &lt;em&gt;Lex orandi legem statuat credendi&lt;/em&gt;, lautete die einfache Formel, die Pius XII. zitiert, dann aber, vielleicht das vorausahnend, was geschehen sollte, in &lt;em&gt;Lex credendi legem statuat orandi&lt;/em&gt; ver&amp;auml;ndert hat, bzw., dass das Gesetz des Glaubens das Gesetz des Gebets festlege. Die alte Formel besagte, dass es das Gesetz des Gebets ist, das das Gesetz des Glaubens festlegt. Bei den Antworten, die Augustinus den Pelagianern gibt, gebraucht er normalerweise folgendes Argument: Ihr sagt, dass der Glaube keine Gnade ist, warum aber betet die Kirche darum, dass sich ein Nicht-Glaubender bekehrt? Entweder sind diese Gebete nur eine &lt;em&gt;Redensart&lt;/em&gt;, oder Gott ist es, der das Herz bekehrt. Ihr sagt, dass im Glauben zu bleiben, keine Gnade ist, warum aber bitten wir den Herrn dann im Gebet, uns nicht in Versuchung zu f&amp;uuml;hren? Wenn es in unserer Macht l&amp;auml;ge, der Versuchung zu widerstehen, dann w&amp;uuml;rden wir nicht darum bitten, uns nicht in Versuchung zu f&amp;uuml;hren. Es hei&amp;szlig;t also, dass es Gnade ist, sich nicht von der Versuchung verleiten zu lassen. Entweder plappert die Kirche ihre Gebete nur dahin, oder ihr m&amp;uuml;sst akzeptieren &amp;ndash; sagt Augustinus zu den h&amp;auml;retischen Pelagianern &amp;ndash;, dass jeder Schritt im christlichen Leben Gnade ist; andernfalls m&amp;uuml;sst ihr die Gebete der Kirche ausl&amp;ouml;schen. &amp;bdquo;&lt;em&gt;Deine Gnade komme uns zuvor und begleite uns, oh Herr&lt;/em&gt;&amp;ldquo;. Was aber erwartet den Menschen dann auf diesem Weg, auf dem die Initiative die Seine ist? &amp;bdquo;Wenn Du nicht die Initiative ergreifst, fange ich nicht an&amp;ldquo;, sagte Papst Luciani am Tag vor seinem pl&amp;ouml;tzlichen Tod. Donnerstag nacht ist er gestorben, und am Mittwoch hatte er die Geste vollbracht, die der Papst jeden Mittwoch vollbringt, wenn er von der Liebe spricht. Eine Geste, die ganz auf diese eine Sache konzentriert ist: wenn Du nicht die Initiative ergreifst, fange ich nicht an. Und er sagte: was bedeutet es, die Initiative ergreifen? (und hier zitierte er Augustinus, einen der sch&amp;ouml;nsten S&amp;auml;tze des Augustinus). Es hei&amp;szlig;t nicht nur, dass meine Freiheit angezogen wird, sondern dass ich auch zufrieden dar&amp;uuml;ber bin, angezogen zu werden. Ich werde nicht nur angezogen, sondern mir ist auch die Freude (Augustinus sagt gerade das: &lt;em&gt;voluptas&lt;/em&gt;, Vergn&amp;uuml;gen) gegeben, angezogen zu werden. Wenn er mir nicht die Freude schenkt, ja zu sagen, wenn er mir nicht die Freude schenkt, Ihm nachzufolgen, dann kann ich Ihm nicht nachfolgen. Er zieht nicht nur meinen Willen an, sondern er schenkt mir auch die Freude dar&amp;uuml;ber, angezogen zu werden. Das ist eine der sch&amp;ouml;nsten Seiten des ordentlichen Lehramts der Kirche, diese Worte &amp;uuml;ber die Liebe, die Papst Luciani vor 22 Jahren gesagt hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Was ist dann aber f&amp;uuml;r den Menschen m&amp;ouml;glich? Ich sage es mit den Worten Don Giussanis, die in einem Artikel &amp;uuml;ber den Heiligen Rosenkranz ver&amp;ouml;ffentlicht wurden (&lt;em&gt;Avvenire&lt;/em&gt;, Sonntag, 30. April) (meiner Meinung nach eines der sch&amp;ouml;nsten Dinge, nicht nur Giussanis, sondern der ganzen Kirche in diesen Jahrzehnten): &amp;bdquo;&lt;em&gt;Die Antwort auf diese Gnade liegt im Gebet, dessen wir f&amp;auml;hig sind&lt;/em&gt;&amp;ldquo;. Die Antwort auf diese Gnade (die nicht nur der Anfang ist, sondern jeden Schritt begleitet) liegt ganz und gar im Gebet, dessen wir f&amp;auml;hig sind. Unsere Antwort ist ein Gebet, eine Frage. Unsere Antwort ist die &amp;Uuml;berraschung einer Frage, einer Frage wie der des Johannes und des Andreas: &amp;bdquo;&lt;em&gt;Wo bleibst du?&lt;/em&gt;&amp;ldquo;. Angesichts einer so sch&amp;ouml;nen Sache lautet unsere Antwort: &amp;bdquo;Bleib!&amp;ldquo;. Angesichts einer so gro&amp;szlig;en S&amp;uuml;&amp;szlig;e, lautet unsere Antwort: &amp;bdquo;Lass mich nicht allein, bleib!&amp;ldquo;. Unsere ganze Antwort ist das, und das ist die ganze Antwort des Kindes, wenn es sich von seinen Eltern geliebt f&amp;uuml;hlt. &amp;bdquo;Unsere Antwort ist ein Gebet. Es ist keine besondere F&amp;auml;higkeit, es ist nur die Kraft des Gebets&amp;ldquo;. Es kann das Weinen eines Kindes sein, das die Eltern darum bittet, es lieb zu haben. Das Weinen. In der alten Liturgie gibt es eine Messe, die um die Gabe der Tr&amp;auml;nen bittet. Man bittet sehr viel mehr mit den Tr&amp;auml;nen als mit den Worten. Die Kraft, die Kraft einer Frage. &lt;em&gt;Habet et laetitia lacrimas suas&lt;/em&gt;, sagt der hl. Ambrosius. Wenn man zufrieden ist &amp;uuml;ber diese S&amp;uuml;&amp;szlig;e, hat auch diese Freude ihre Tr&amp;auml;nen. Im Grunde wird die Freude nur durch das Weinen zum Ausdruck gebracht. So sagt Giussani in besagtem Artikel: &amp;bdquo;Unsere Antwort ist ein Gebet, es ist keine besondere F&amp;auml;higkeit, es ist nur die Kraft des Gebets&amp;ldquo;. Und dann f&amp;uuml;gt er an (ich lese es wieder vor, um wieder auf P&amp;eacute;guy zur&amp;uuml;ckzukommen, mit dem wir begonnen haben): &amp;bdquo;Treten wir in den Monat Mai ein [wir befinden uns nun in der Weihnachts-Novene]. Das Christenvolk war seit Jahrhunderten dadurch gesegnet [der Beginn ist der Seine: gesegnet] und best&amp;auml;tigt, dass es auf das Heil ausgerichtet war [best&amp;auml;tigt: wenn n&amp;auml;mlich Er nicht best&amp;auml;tigt, auch wenn wir Ihm begegnet sind, bleiben wir nicht in der Begegnung]. Das ist die Einfachheit der Tradition. Ein Dogma des Konzils von Trient besagt: &amp;bdquo;Wenn jemand in der Gnade ist, ohne eine besondere Hilfe der Gnade, dann kann er nicht in der Gnade bleiben&amp;ldquo;. Versteht ihr, wie das ganze christliche Leben von Seiner Initiative gest&amp;uuml;tzt wird? Wenn jemand in der Gnade ist, ohne eine besondere Hilfe der Gnade, die man erbitten kann, ohne eine Anziehung, die sich erneuert, dann bleibt er nicht in dieser Anziehungskraft. Man kann nicht von einer vergangenen Liebe leben, man kann nicht von der Anziehungskraft von gestern leben, und auch nicht von der Anziehungskraft, die erst einen Moment her ist. Das kann man nicht. Man lebt nur von der Gegenwart. Wenn jemand also nicht in der Gnade ist, bedarf er, um in der Gnade zu bleiben, der Erneuerung dieser besonderen Hilfe]. Das Christenvolk war seit Jahrhunderten gesegnet und best&amp;auml;tigt darin, auf das Heil ausgerichtet zu sein &amp;ndash; vor allem, wie ich meine, durch eine Sache: den Heiligen Rosenkranz&amp;ldquo;. Das christliche Leben ist einfach. Nach so vielen Worten, so vielen K&amp;auml;mpfen, so vielen Konflikten&amp;hellip; Es gab da ein &lt;em&gt;Angelusgebet&lt;/em&gt;, in dem Papst Luciani sagte: &amp;bdquo;&lt;em&gt;Weniger Schlachten und mehr Gebete&lt;/em&gt;&amp;ldquo;. Das Christenvolk wurde &amp;ndash; wie ich meine &amp;ndash; vor allem durch eine Sache gesegnet und best&amp;auml;tigt: das Gebet des heiligen Rosenkranzes.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Lasst mich zum Schluss einige Verse des Gedichts von P&amp;eacute;guy vorlesen, mit dem ich begonnen habe. Es beschreibt das Bleiben in dieser Gnade. &amp;bdquo;&lt;em&gt;Hier ist der Ort der Welt, wo alles einfach wird&lt;/em&gt;&amp;ldquo;. Einfach auch die S&amp;uuml;nde, auch der Verrat, wie bei Petrus. Einfach auch die Versuchung, der Wollust, dem Geld und der Macht hinterherzulaufen. Aber auch einfach, wieder umarmt zu werden. Und Tr&amp;auml;nen der Dankbarkeit zu weinen. Einfacher. Der Unterschied ist, dass wer diese Erfahrung nicht macht, diese einfachste Sache nicht kennen kann. Er kennt alle anderen Sachen, aber nicht diese einfachste Sache. Einfacher, sch&amp;ouml;ner, einfacher. Alles wird einfach. &amp;bdquo;&lt;em&gt;Das Bedauern, die Abreise, ja auch das Ereignis&lt;/em&gt;&amp;ldquo;. Auch das Wiedergeschehen dieses Staunens ist einfach: im Paradies wird es ewig sein, hier ist es einfach, hier ist es einfach, dass es wieder geschieht, nicht ewig. Augustinus sagt: der Herr kann auch Seinen Erw&amp;auml;hlten, Seinen Heiligen in manchen Momenten die einnehmende Kraft nicht geben, die sie zu Ihm zieht, damit sie so, indem sie die Erfahrung machen, S&amp;uuml;nder zu sein, ihre Hoffnung in Ihn setzen und nicht in sich selbst. Einfach. &amp;bdquo;&lt;em&gt;Es ist der zeitweise Abschied, die Trennung, / Der einzige Winkel der Erde, wo alles einfach wird. [&amp;hellip;] Was &amp;uuml;berall anders einer Pr&amp;uuml;fung bedarf / Ist hier nichts anderes als die Folge einer unschuldigen Jugend&lt;/em&gt;&amp;ldquo;. Was &amp;uuml;berall anders einer Pr&amp;uuml;fung bedarf, durch die du beweisen musst, gut zu sein. Auch zuhause ist das oft so. Du musst zeigen, dass du gut bist. Und du kannst kein armer S&amp;uuml;nder sein. Du musst zeigen, dass du gut bist. So kommt zu dem Umstand, S&amp;uuml;nder zu sein wie alle auch die Scheinheiligkeit dazu, die die schlimmste S&amp;uuml;nde ist, die der Pharis&amp;auml;er. &amp;bdquo;&lt;em&gt;Was &amp;uuml;berall anders einer Pr&amp;uuml;fung bedarf / Ist hier nichts anderes als der Effekt einer wehrlosen Jugend. / Was &amp;uuml;berall anders einen Aufschub verlangt / Ist hier nichts anderes als eine gegenw&amp;auml;rtige Zerbrechlichkeit. // Was &amp;uuml;berall anders einer Bescheinigung bedarf / Ist hier nichts anderes als die Frucht einer armen Z&amp;auml;rtlichkeit. / Was &amp;uuml;berall anders einer Spur Geschicktheit bedarf / Ist hier nichts anderes als Frucht einer dem&amp;uuml;tigen Untauglichkeit [&amp;hellip;]. Was &amp;uuml;berall anders Regelzwang ist / Ist hier nichts anderes als eine Kraft und ein Verzicht&lt;/em&gt;&amp;ldquo;. Wie Giussani sagt. Nur die Kraft des Gebets, nur die Kraft der Frage. Wie das Kind, das im Laufe des Tages mehrmals ein Glas zerbrechen kann. Es w&amp;uuml;rde es auch tausend Mal zerbrechen und tausend Mal sagen: &amp;bdquo;Mama, hilf mir, es nicht zu zerbrechen&amp;ldquo;, das ist der christliche Mensch. &amp;bdquo;Mama, hilf mir, es nicht zu zerbrechen&amp;ldquo;. Und es ist einfacher, sch&amp;ouml;ner f&amp;uuml;r das Kind, im Arm seiner Mutter zu sagen: &amp;bdquo;Mama, hilf mir, es nicht zu zerbrechen&amp;ldquo;; einfacher noch, als das Glas zu zerbrechen. &amp;bdquo;&lt;em&gt;Was &amp;uuml;berall anders Regelzwang ist / Ist hier nichts anderes als eine Kraft und ein Verzicht; / Was &amp;uuml;berall anders eine harte Strafe ist / Ist hier nichts anderes als eine Schw&amp;auml;che, die erhoben wird. [&amp;hellip;] Was &amp;uuml;berall anders eine harte Anstrengung w&amp;auml;re / Ist hier nichts anderes als Einfachheit und Stille; / Was &amp;uuml;berall anders runzelige Rinde ist/ Ist hier nichts anderes als der Saft und die Tr&amp;auml;nen des Spr&amp;ouml;&amp;szlig;lings. [&amp;hellip;] Was &amp;uuml;berall anders ein leicht verderbliches Gut ist / Ist hier nichts anderes als stille und schnelle Befreiung; / Was &amp;uuml;berall anders ein Sich-Br&amp;uuml;sten ist / Ist hier nichts anderes als eine Rose und eine Spur im Sand. [&amp;hellip;] Allzu viel hat man uns gesagt, oh K&amp;ouml;nigin der Apostel / Wir haben die Lust am Reden verloren / Wir haben keine Alt&amp;auml;re mehr als die deinen / Kennen nichts als ein einfaches Gebet&lt;/em&gt;&amp;ldquo;. Frohe Weihnachten.&lt;/p&gt;
</description>
            <author>von Don Giacomo Tantardini</author>
        </item>
        <item>
            <title>
	Der Pr&amp;auml;fekt der jungen Kirchen
</title>
            <link>http://www.30giorni.it/articoli_id_78496_l5.htm</link>
            <description>&lt;p&gt;
	&lt;img alt=&quot;Fernando Filoni&quot; src=&quot;http://www.30giorni.it/upload/articoli_immagini_interne/61-04-012.jpg&quot; style=&quot;width: 250px; height: 365px; float: left; margin-top: 3px; margin-bottom: 3px;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Fernando Filoni wurde am 15. April 1946 als Sohn eines Finanzpolizisten in Manduria, Provinz Taranto, geboren. Seine Gymnasialzeit verlebte er in Molfetta, am Regionalseminar Pio XI.; danach studierte er Theologie am Seminar Santa Maria della Quercia. Die Priesterweihe empfing er am 3. Juli 1970 von Antonio Rosario Mennonna, Bischof von Nard&amp;ograve;. In Rom besuchte er die P&amp;auml;pstliche Lateran-Universit&amp;auml;t. Dort studierte er Kirchenrecht; an der Staatlichen Universit&amp;auml;t La Sapienza Philosophie. An der Universit&amp;auml;t Pro Deo (heute Freie Internationale Universit&amp;auml;t der Sozialstudien) empfing er das Diplom in Wissenschaften und Techniken der &amp;Ouml;ffentlichen Meinung, Hauptfach Journalismus. Nach Beendigung seiner Studien schlug ihm der Kardinal-Vikar von Rom, Ugo Poletti, vor, in die P&amp;auml;pstliche Diplomatenakademie einzutreten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	1981 begann seine Diplomatie-Mission im Dienst des Heiligen Stuhls in Sri Lanka. Von 1983 bis 1985 war er im Iran t&amp;auml;tig. Nach jahrelangem Dienst im Staatssekretariat war er von 1989 bis 1992 in Brasilien t&amp;auml;tig, danach in Hongkong. In der damaligen britischen Kolonie hatte der Heilige Stuhl eine &amp;ldquo;Studien-Mission&amp;rdquo; gegr&amp;uuml;ndet &amp;ndash; die formell an die Nuntiatur auf den Philippinen gebunden ist &amp;ndash;, um die Situation der Kirche in China aus n&amp;auml;chster N&amp;auml;he verfolgen zu k&amp;ouml;nnen. Sein Aufenthalt in Hong&amp;shy;kong endete im Januar 2001, als ihn Johannes Paul II. zum Titular-Erzbischof von Volturno und P&amp;auml;pstlichen Nuntius in Jordanien und im Irak ernannte. Sein Dienst in Bagdad fiel in die letzten beiden Jahre des Regimes von Saddam Hussein, in die Zeit des Krieges und die ersten drei Jahre danach. Im M&amp;auml;rz 2006 schickte ihn Benedikt XVI. als Nuntius auf die Philippinen. Im Juni 2007 wurde er zum Substituten des Staatssekretariats ernannt, ein Amt, das er bis zum 10. Mai 2011 ausge&amp;uuml;bt hat, dem Tag seiner Ernennung zum Pr&amp;auml;fekten der Kongregation f&amp;uuml;r die Evangelisierung der V&amp;ouml;lker. Benedikt XVI. hat ihn beim Ordentlichen &amp;Ouml;ffentlichen Konsistorium vom 18. Februar 2012 zum Kardinal kreiert.&lt;/p&gt;
</description>
            <author>von Gianni Valente</author>
        </item>
        <item>
            <title>
	Ein Patriarch f&amp;uuml;rs Volk
</title>
            <link>http://www.30giorni.it/articoli_id_78498_l5.htm</link>
            <description>&lt;p&gt;
	&lt;img alt=&quot;Francesco Moraglia [© Cid/Gente Veneta]&quot; src=&quot;http://www.30giorni.it/upload/articoli_immagini_interne/80-04-9012.jpg&quot; style=&quot;float: left; margin-top: 3px; margin-bottom: 3px; width: 275px; height: 332px;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Francesco Moraglia wurde am 25. Mai 1953 als zweites von vier Kindern (zwei Jungen und zwei M&amp;auml;dchen) in Genua geboren. Sein Vater &amp;ndash; der im vergangenen Februar verstorben ist &amp;ndash; war Rechtsanwalt, die Mutter Lehrerin und sp&amp;auml;ter Hausfrau. Am 29. Juni 1977 empfing er die Priesterweihe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	1979 erfolgte seine Ernennung zum Vizepfarrer in einer Pfarrei im Zentrum von Genua &amp;ndash; ein Amt, das er bis 1988 innehatte. 1981 erwarb er das Doktorat in Dogmatik; 1986 begann er als Dozent am H&amp;ouml;heren Institut f&amp;uuml;r religi&amp;ouml;se Wissenschaften Liguriens Dogmatik und Sakramententheologie zu unterrichten. Von 1994 bis 2007 war er auch Pr&amp;auml;ses desbesagten Instituts. Seit Ende der 1980er Jahre unterrichtete er Christologie, Anthropologie, Sakramententheologie und Geschichte an der theologischen Fakult&amp;auml;t f&amp;uuml;r Norditalien, einer Sektion des Seminars von Genua.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Von 1990 bis 2007 war er Di&amp;ouml;zesanassistent der MEIC (kirchliche Bewegung f&amp;uuml;r die Kultur). 1995 wurde er zum Pr&amp;auml;sidenten der Di&amp;ouml;zesan-Kommission f&amp;uuml;r die pastoralen Probleme der alternativen religi&amp;ouml;sen Bewegungen und der Sekten ernannt, sowie &amp;ndash; 1996 &amp;ndash; zum Direktor des Di&amp;ouml;zesanb&amp;uuml;ros f&amp;uuml;r Kultur und Hochschulen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Am 6. Dezember 2007 wurde er zum Bischof des Bischofssitzes von La Spezia &amp;ndash; Sarzana &amp;ndash; Brugnato ernannt. Die Bischofsweihe wurde am 3. Februar 2008 von Kardinal Angelo Bagnasco vorgenommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Im April 2010 erfolgte seine Ernennung zum Pr&amp;auml;sidenten des Verwaltungsrats der Stiftung f&amp;uuml;r Kommunikation und Kultur der italienischen Bischofskonferenz, von der der Fernsehkanal TV2000 abh&amp;auml;ngt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Benedikt XVI. ernannte ihn am 31. Januar 2012 zum Patriarchen von Venedig. Am 29. Mai 2012 wurde er zum Pr&amp;auml;sidenten der Bischofskonferenz f&amp;uuml;r den Triveneto gew&amp;auml;hlt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Anl&amp;auml;sslich seines Einzugs in der Lagunenstadt wurden dem neuen Patriarchen zwei von Cid/Gente Veneta herausgegebene Instant-books zum Geschenk gemacht: &lt;em&gt;Francesco, Patriarch dei due mari&lt;/em&gt; (mit einem Vorwort von Dino Boffo) und &lt;em&gt;Con voi e per voi&lt;/em&gt; (mit einem Vorwort von Don Sandro Vigani). Einige Fotos auf diesen Seiten stammen aus besagten B&amp;uuml;chern.&lt;/p&gt;
</description>
            <author>von Gianni Valente</author>
        </item>
        <item>
            <title>
	Was uns zu einer einzigen Sache macht
</title>
            <link>http://www.30giorni.it/articoli_id_78500_l5.htm</link>
            <description>&lt;p&gt;
	&lt;img alt=&quot;Die heilige Messe, die Kardinal Donald Wuerl am 18. April 2012 aus Anlass der Rom-Wallfahrt der Papal Foundation in der römischen Basilika “San Pietro in Vincoli” zelebriert hat. [© Paolo Galosi]&quot; src=&quot;http://www.30giorni.it/upload/articoli_immagini_interne/68-04-012.jpg&quot; style=&quot;width: 350px; height: 185px; float: left; margin-top: 3px; margin-bottom: 3px;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Wir haben uns in dieser historischen r&amp;ouml;mischen Kirche zusammengefunden, damit unser Glaube erneuert werde. Es ist eine Geste pers&amp;ouml;nlichen Glaubens, die uns heute morgen hierher f&amp;uuml;hrt, und wir sind hier, weil wir dessen bed&amp;uuml;rfen. Wir haben das Bed&amp;uuml;rfnis, noch einmal die Verk&amp;uuml;ndigung zu h&amp;ouml;ren, die das Herzst&amp;uuml;ck unseres Glaubens ist: Christus ist auferstanden!&lt;br /&gt;
	Am Ostersonntag hat die Kirche auf der ganzen Welt &amp;ndash; wie sie es schon seit 20 Jahrhunderten tut &amp;ndash; erneut mit Freude und Begeisterung ausgerufen: &amp;bdquo;Christus ist auferstanden!&amp;ldquo;.&lt;br /&gt;
	Heute verk&amp;uuml;nden wir es weiter und finden uns zusammen, um aus zwei Gr&amp;uuml;nden die Auferstehung Jesu zu feiern: wir wollen unseren pers&amp;ouml;nlichen Glauben an die Auferstehung Jesu erneut bekr&amp;auml;ftigen und uns freuen &amp;uuml;ber das, was dies f&amp;uuml;r einen jeden von uns bedeutet: ein neues Leben in Christus. Wir waren nicht selbst beim leeren Grab der Auferstehung, und daher haben wir das Bed&amp;uuml;rfnis, das Zeugnis derer wieder zu vernehmen, die dort zugegen waren.&lt;br /&gt;
	Der Eckstein aller Generationen der Zeugen der Auferstehung Jesu ist hier in Rom, der Stadt des heiligen Petrus, dem Fels, auf dem unser Zeugnis ruht.&lt;br /&gt;
	Im Kontext der Osterfeier feiern wir auch diese Messe zu Ehren des heiligen Petrus, Oberhaupt der Apostel und Stellvertreter Christi. Die Stimme, die Botschaft und die Lehre Petri hallen noch heute in unseren Herzen wieder, weil sie auf der ganzen Welt zu vernehmen sind. Petrus ist der Eckstein der Verk&amp;uuml;ndigung der Auferstehung, und uns alle verbindet ein besonderes Band mit Rom, weil Petrus weiter hier lebt und sein Amt aus&amp;uuml;bt. Wir, die wir uns aus verschiedenen St&amp;auml;tten der USA hier eingefunden haben, kommen nicht umhin, die Einzigartigkeit der Aufgabe des Petrus anzuerkennen.&lt;br /&gt;
	Diese Messe gemahnt uns an die gro&amp;szlig;e Dankbarkeit, die unsere Herzen erf&amp;uuml;llen muss: danken wir Gott f&amp;uuml;r das Geschenk des Glaubens. In der heutigen ersten Lesung aus dem &lt;em&gt;Ersten Petrusbrief&lt;/em&gt; wird uns gesagt, wie wir die Priester betrachten wollen, jene, die der Herde und dem Dienst zum Vorbild gereichen.&lt;br /&gt;
	Wir sind Menschen des Glaubens. Was uns zur Gemeinschaft macht, ist gerade dieses Geschenk des Glaubens, f&amp;uuml;r das wir alle zutiefst dankbar sein m&amp;uuml;ssen. Und als Menschen des Glaubens erkennen wir das gro&amp;szlig;e Geschenk an, das uns Jesus macht: seine Kirche, die sein neuer Leib ist. Wenn wir Gott Dank sagen f&amp;uuml;r die zahlreichen Segensgaben, die er uns gew&amp;auml;hrt, dann schlie&amp;szlig;en wir auch das Geschenk der Kirche mit ein, die Gegenwart Christi, die auch in der heutigen Welt weitergeht. Und sagen wir auch Dank f&amp;uuml;r unseren Heiligen Vater, sichtbares Haupt der Kirche, Eckstein unseres Glaubens und unserer Einheit.&lt;br /&gt;
	Vor zwei Jahren wurde mir das gro&amp;szlig;e Privileg zuteil, mit ihm an einer Konzelebration im Petersdom teilzunehmen. Am Tag zuvor hatte er mir die p&amp;auml;pstliche Bulle mit der Ernennung f&amp;uuml;r diese antike und historische Kirche &amp;uuml;berreicht [San Pietro in Vincoli in Rom, deren Titular-Erzbischof Kardinal Wuerl ist, &lt;em&gt;Anm.d.Red.&lt;/em&gt;]. Sie ist eine der beiden antiken r&amp;ouml;mischen Kirchen, die den Namen des heiligen Petrus tragen &amp;ndash; Sankt Peter im Vatikan und Sankt Peter &amp;bdquo;in Vincoli&amp;ldquo;. Diese Feier stellte sehr gut das Band heraus, das jeden Kardinal &amp;ndash; als Priester einer der r&amp;ouml;mischen Pfarreien &amp;ndash; mit Rom und mit dem Bischof von Rom verbindet: Petrus.&lt;br /&gt;
	Vor vier Jahren hat der Heilige Vater die Vereinigten Staaten besucht und seine Messfeier im National Park in Washington mit folgenden Worten begonnen: &amp;bdquo;In der Aus&amp;uuml;bung meines Amtes als Nachfolger Petri bin ich nach Amerika gekommen, um euch, meine Br&amp;uuml;der und Schwestern, im Glauben der Apostel zu st&amp;auml;rken (vgl. &lt;em&gt;Lk &lt;/em&gt; 22,32).&amp;ldquo;&lt;br /&gt;
	Heute haben wir ihm einen Gegenbesuch abgestattet. Und wir kommen, um unseren Glauben, unsere Loyalit&amp;auml;t und unsere Liebe zum Nachfolger Petri zu bekr&amp;auml;ftigen.&lt;br /&gt;
	Unsere heutige Feier ist ein sichtbares Zeichen der Gemeinschaft des Glaubens, der sich auf der ganzen Welt verbreitet hat und noch immer in Rom verankert ist, wo Petrus heute lebt und den Namen Benedikt XVI. tr&amp;auml;gt. Aber es gibt noch sehr viel mehr, was uns zu einer einzigen Sache macht. Lasst uns nun, wo diese Gedanken zum Wort Gottes und zu unserem Besuch in Rom ausklingen lassen, den auferstandenen Herrn empfangen, der bei der Eucharistie in unserer Mitte gegenw&amp;auml;rtig ist. Das Evangelium erz&amp;auml;hlt uns, dass sich Jesus mit seinen J&amp;uuml;ngern an den Tisch setzte, dann &amp;bdquo;nahm er das Brot und sagte Dank, brach es und reichte es seinen J&amp;uuml;ngern. Da gingen ihnen die Augen auf und sie erkannten ihn&amp;ldquo;. Danach zeigt der Zelebrant der Gemeinde die konsekrierte Hostie und den Kelch des allerheiligsten Blutes, kniet nieder und vereint sich somit mit dem Volk, zum Ausdruck eines Begriffes, der das Herzst&amp;uuml;ck unseres katholischen Glaubens ist: &amp;bdquo;Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verk&amp;uuml;ndet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.&amp;ldquo;&lt;br /&gt;
	Unser Glaube lehrt uns: &amp;bdquo;Wenn die Kirche die heilige Eucharistie, das Ged&amp;auml;chtnis des Todes und der Auferstehung ihres Herrn, feiert, wird dieses zentrale Mysterium des Heils wirklich gegenw&amp;auml;rtig und vollzieht sich das Werk unserer Erl&amp;ouml;sung&amp;ldquo; (&lt;em&gt;Ecclesia de Eucharistia&lt;/em&gt;, 11). Aus diesem Grund k&amp;ouml;nnen wir zu recht sagen, dass die Messe Quelle und H&amp;ouml;hepunkt unseres christlichen Lebens ist.&lt;br /&gt;
	In der heutigen Messe erkennen und bekr&amp;auml;ftigen wir, dass wir, als Glieder der Kirche in Gemeinschaft mit Petrus und seinen Nachfolgern, nicht nur der Frohbotschaft von der Auferstehung Christ lauschen, sondern Ihn tats&amp;auml;chlich erkennen, wenn wir das Brot brechen und in der Eucharistie Anteil haben am Geheimnis Seines Todes und Seiner Auferstehung.&lt;br /&gt;
	Lasst uns Gott in aller Schlichtheit Dank sagen daf&amp;uuml;r, dass wir zum Leben des auferstandenen Herrn eingeladen sind und das Privileg haben, ihm immer dann begegnen, wenn wir die heilige Eucharistie, die heilige Messe feiern.&lt;br /&gt;
	Bitten wir Gott auch, dass er seine Kirche von Rom &amp;ndash; der wir uns dank dieser Kirche &amp;bdquo;San Pietro in Vincoli&amp;ldquo; in besonderer Weise verbunden f&amp;uuml;hlen &amp;ndash; weiter segne und diesen Segen auch auf seine Gl&amp;auml;ubigen und seinen Obersten Hirten, Benedikt XVI., den heutigen Petrus, ausweiten m&amp;ouml;ge.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;em&gt;(Zus.gestellt von Giovanni Cubeddu. Der Text dieser Predigt vom 18. April 2012 in &amp;ldquo;San Pietro in Vincoli&amp;rdquo; in Rom wurde vom Autor f&amp;uuml;r &lt;/em&gt; 30Giorni&lt;em&gt; revisioniert)&lt;br /&gt;
	&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
</description>
            <author>von Kardinal Donald Wuerl</author>
        </item>
        <item>
            <title>
	BRIEFE AUS ALLER WELT
</title>
            <link>http://www.30giorni.it/articoli_id_78501_l5.htm</link>
            <description>&lt;p&gt;
	&lt;u&gt;KUBA&lt;br /&gt;
	&lt;/u&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Quien reza se salva&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;30D&amp;iacute;as&lt;/em&gt; sind herrlich f&amp;uuml;r ein Land der Mission&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;em&gt;Havanna, 1. M&amp;auml;rz 2012&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	An die Vereinigung &lt;em&gt;Piccola Via onlus&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Liebe Br&amp;uuml;der und Schwestern,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Frieden und Heil!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Ich schreibe euch aus meinem geliebten Kuba, Land der Mission, um f&amp;uuml;r den Katechismus [&lt;em&gt;Quien reza se salva&lt;/em&gt;] zu danken; auch &lt;em&gt;30D&amp;iacute;as&lt;/em&gt; ist eines eurer wunderbaren Geschenke. Der Katechismus und die Zeitschrift &lt;em&gt;30D&amp;iacute;as&lt;/em&gt; haben einen hohen Informations- und Bildungswert. Sie sind ganz einfach wunderbar f&amp;uuml;r ein Land der Mission, besonders f&amp;uuml;r die Bauern, bei denen wir t&amp;auml;tig sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Wir haben auch ein Projekt, dem wir den Namen des sel. Kubaners Jos&amp;eacute; Olallo Vald&amp;eacute;s gegeben haben und durch das wir Familien mit behinderten oder schwerkranken Kindern helfen. Niemand k&amp;uuml;mmert sich um diese Familien. Insgesamt sind es 12, f&amp;uuml;r die wir Sie um Ihre Barmherzigkeit bitten, gemeinsam mit der Jesu: wir ben&amp;ouml;tigen vor allem Reinigungsmaterial und Trockenmilch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Ich habe Herrn Giulio Andreotti und seine Mitarbeiter schon des &amp;Ouml;fteren nach Kuba eingeladen. Ich lade auch Sie ein. Die Italiener sind in Kuba sehr beliebt, und hier arbeiten auch viele Priester.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Danke f&amp;uuml;r alles,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Sergio Le&amp;oacute;n Mendiboure, Missionar&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;u&gt;MEXIKO&lt;/u&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	SCHWESTERN VON DER ST&amp;Auml;NDIGEN ANBETUNG DES ALLERHEILIGSTEN ALTARSAKRAMENTS VOM KLOSTER DI NUESTRA SE&amp;Ntilde;ORA DE LA ESPERANZA&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;100 Exemplare von &lt;em&gt;Quien reza se salva&lt;/em&gt; f&amp;uuml;r meine armen &amp;bdquo;Sch&amp;auml;fchen&amp;ldquo;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;em&gt;Cotija, Michoac&amp;aacute;n de Ocampo, 9. M&amp;auml;rz 2012&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Gelobt sei das Allerheiligste Altarsakrament.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Sehr geehrte Vereinigung &lt;em&gt;Piccola Via onlus&lt;/em&gt;,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	einen herzlichen Gru&amp;szlig;, begleitet von der Hoffnung, dass der Friede Christi Ihr Apostolat und jedes Mitglied der Vereinigung erf&amp;uuml;llen m&amp;ouml;ge.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Kompliment f&amp;uuml;r Ihre sch&amp;ouml;ne Zeitschrift &lt;em&gt;30Giorni&lt;/em&gt;, die den Seelen so gut tut. Alle ihre Themen st&amp;auml;rken den Glauben. Ich bete darum, dass Ihr Apostolat allzeit gesegnet sein m&amp;ouml;ge.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Ich habe lange &amp;uuml;berlegt, ob ich mich mit nachfolgendem Anliegen an Sie wenden soll&amp;hellip;, aber k&amp;ouml;nnten Sie mir vielleicht 100 Exemplare von &lt;em&gt;Quien reza se salva&lt;/em&gt; zusenden? Ich bin arm, habe kein Geld. Doch, wie unsere selige Mutter Gr&amp;uuml;nderin zu sagen pflegte: &amp;bdquo;Ich habe einen reichen Br&amp;auml;utigam!&amp;ldquo;... In der Hoffnung auf Seine g&amp;ouml;ttliche Vorsehung bitte ich Sie um die Gratiszusendung besagter B&amp;uuml;chlein. &amp;bdquo;Er ist sehr reich, er wird es Ihnen vergelten, wie nur er es zu tun versteht&amp;ldquo;. Sagt Jesus, dass seine Braut diese B&amp;uuml;chlein zu erhalten hofft, weil es hier viele Sch&amp;auml;fchen gibt, die nicht zu beten verstehen und auch nichts wissen von der Gewissenserforschung vor der Beichte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Ich kann Ihnen nur mein einfaches Gebet vor dem Allerheiligsten Altarsakrament anbieten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Wir bitten unsere selige Gr&amp;uuml;nderin, Mutter Mar&amp;iacute;a Magdalena de la Encarnaci&amp;oacute;n um ihre F&amp;uuml;rsprache f&amp;uuml;r die Vereinigung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Gott vergelte Ihnen Ihre Gro&amp;szlig;z&amp;uuml;gigkeit! Z&amp;auml;hlen Sie auf meine Gebete.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Sr. Mar&amp;iacute;a Iolanda de Jes&amp;uacute;s, Schwester von der St&amp;auml;ndigen Anbetung des Allerheiligsten Altarsakraments&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;u&gt;PHILIPPINEN &lt;/u&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	KAPUZINER-KLARISSEN VOM KLOSTER DER HL. KLARA&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Who prays is saved&lt;/em&gt; als Geschenk f&amp;uuml;r die Gl&amp;auml;ubigen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;em&gt;Laoag City,13. M&amp;auml;rz 2012&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Sehr geehrter Herr Senator Andreotti,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Frieden und Heil!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Vielen Dank f&amp;uuml;r die gro&amp;szlig;z&amp;uuml;gige regelm&amp;auml;&amp;szlig;ige Gratis-Zusendung der Zeitschrift &lt;em&gt;30Days&lt;/em&gt;. Ihre Zeitschrift, die so reich ist an Informationen, ist seit geraumer Zeit unsere konstante Quelle von Nachrichten &amp;uuml;ber die Kirche und die Welt, und f&amp;uuml;r dieses wunderbare Geschenk sind wir Ihnen wirklich dankbar. Wir werden bald die 800-Jahr-Feier der Gr&amp;uuml;ndung des Ordens der Hl. Klara feiern, und wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu k&amp;ouml;nnen, dass sich die Reliquien unserer Mutter, der hl. Klara, gerade w&amp;auml;hrend wir Ihnen diesen Brief schreiben, hier auf den Philippinen befinden. Erm&amp;ouml;glicht hat es der Botschafter der Philippinen beim Heiligen Stuhl, und sie werden zu allen Klarissen-Gemeinschaften auf dem Archipel gebracht werden. In diesem Zusammenhang bitte ich Sie und Ihre Mitarbeiter dem&amp;uuml;tig um einige Gratis-Exemplare von &lt;em&gt;Who prays is saved&lt;/em&gt;. Wir w&amp;uuml;rden sie gerne den Gl&amp;auml;ubigen zum Geschenk machen, die am 11. August 2012 mit uns das Fest unserer Gr&amp;uuml;nderin begehen werden. Wir br&amp;auml;uchten mindestens 500 Exemplare und sind froh &amp;uuml;ber alles, was Sie uns schicken k&amp;ouml;nnen. Vielen Dank! Der Segen des Herrn begleite weiterhin all Ihre Anliegen. Wir werden f&amp;uuml;r den guten Ausgang Ihrer Mission beten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Hochachtungsvoll&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Ihre&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Sr. Mar&amp;iacute;a Lilia Javier CCS und Gemeinschaft&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;em&gt;Laoag City, 25. April 2012&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Sehr geehrter Herr Senator,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Frieden und Heil!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Wir m&amp;ouml;chten Ihnen noch einmal daf&amp;uuml;r danken, unserer Bitte um Gratisexemplare von &lt;em&gt;Who prays is saved&lt;/em&gt; so gro&amp;szlig;z&amp;uuml;gig nachgekommen zu sein. Tausend Dank! Der Herr, in seiner un&amp;uuml;bertreffbaren Gro&amp;szlig;z&amp;uuml;gigkeit, vergelte Ihnen Ihre M&amp;uuml;he. Wir wiederum versprechen Ihnen unsere Gebete f&amp;uuml;r alle Ihre Anliegen, vor allem, wenn wir vor dem Allerheiligstes Altarsakrament niederknien.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Gott segne Sie alle.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Hochachtungsvoll,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	im Namen von Sr. Mar&amp;iacute;a Lilia Javier CCS und Gemeinschaft Sr. Mar&amp;iacute;a Ana de san Jos&amp;eacute;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;u&gt;DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO &lt;/u&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	PFARREI NOTRE-DAME DE L&amp;rsquo;ASSOMPTION&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Qui prie sauve son &amp;acirc;me&lt;/em&gt; f&amp;uuml;r Kinder und Familien&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;em&gt;Boma, 19. M&amp;auml;rz 2012&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Sehr geehrter Herr Direktor,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	vielen Dank f&amp;uuml;r die Rosenkr&amp;auml;nze: sie sind wirklich notwendig f&amp;uuml;r die Kinder. Aber wir br&amp;auml;uchten auch einige Exemplare des B&amp;uuml;chleins &lt;em&gt;Qui prie sauve son &amp;acirc;me&lt;/em&gt;, die sich bei den Kindern und christlichen Familien unserer Pfarrei und unserer Di&amp;ouml;zesen so gro&amp;szlig;er Beliebtheit erfreuen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Danke f&amp;uuml;r alles, was Sie bisher getan haben. Gott segne Sie!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Roger Phanzu-Kumbu&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;u&gt;GUINEA-BISSAU&lt;/u&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	KATHOLISCHE MISSION VON CANCHUNGO&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Quem reza se salva&lt;/em&gt; f&amp;uuml;r unsere Jugendlichen &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;em&gt;Canchungo, 27. M&amp;auml;rz 2012&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Sehr geehrte Redaktion von &lt;em&gt;30Giorni&lt;/em&gt;,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	wegen meiner Adressen&amp;auml;nderung habe ich erst jetzt einige alte Nummern erhalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Aus demselben Grund sind auch die Gregorianischen Ges&amp;auml;nge nie bei mir eingegangen. Und wenn man bedenkt, dass ich noch immer das &lt;em&gt;Liber usualis&lt;/em&gt; habe, das ich in den f&amp;uuml;nfziger Jahren erstand, als ich im Knabenseminar war!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Ich m&amp;ouml;chte Sie auch bitten, mir die portugiesische Ausgabe Ihrer Zeitschrift zuzusenden, &lt;em&gt;30Dias&lt;/em&gt;, damit auch meine Mitbr&amp;uuml;der davon profitieren k&amp;ouml;nnen. Hier in Guinea-Bissau ist portugiesisch die offizielle Sprache, auch wenn eigentlich &amp;uuml;berall kriolisch gesprochen wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Ich h&amp;auml;tte auch gerne ein paar Exemplare von &lt;em&gt;Quem reza se salva&lt;/em&gt; auf Portugiesisch, die ich an die Gl&amp;auml;ubigen hier ausgeben werde. Ich legen Ihnen 100 Euro bei.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Vielen Dank f&amp;uuml;r Ihre Aufmerksamkeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Pater Rino Furlato OFM&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;u&gt;PANAM&amp;Aacute;&lt;/u&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	PFARREI DES APOSTELS PETRUS&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;Anfragen nach &lt;em&gt;Quien reza se salva&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;em&gt;Santa Fe, 23. April 2012&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Liebe Br&amp;uuml;der und Schwestern,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	ich hei&amp;szlig;e Arcelio Castro und arbeite seit neun Monaten in der Apostel-Petrus-Pfarrei von Santa Fe, im Norden der Region Veraguas in Panam&amp;aacute;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Ich m&amp;ouml;chte Ihnen zun&amp;auml;chst von Herzen f&amp;uuml;r die Herstellung des B&amp;uuml;chleins &lt;em&gt;Quien reza se salva&lt;/em&gt; danken, besonders den Herren Giulio Andreotti und Roberto Rotondo. Vor ein paar Monaten habe ich hier im Kloster &amp;bdquo;de la Visitaci&amp;oacute;n&amp;ldquo; in Panam&amp;aacute; 500 Exemplare erhalten: sie wurden bereits an Familien ausgeben, die sich sehr dar&amp;uuml;ber gefreut haben, darunter auch Personen, die sich von der Religionspraxis entfernt haben. Viele haben darum gebeten, sie sich ausleihen und zuhause in Ruhe lesen zu d&amp;uuml;rfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Es gehen immer noch viele Anfragen ein. Ich w&amp;uuml;rde Sie gerne um Zusendung weiterer 500 Exemplare bitten. Sofern m&amp;ouml;glich, schicken Sie sie bitten an dieselbe Adresse, das Kloster &amp;bdquo;de la Visitaci&amp;oacute;n&amp;ldquo; in Panam&amp;aacute;. Wenn daf&amp;uuml;r Kosten anfallen sollten, teilen Sie es uns bitte mit. Wir werden weiter gerne f&amp;uuml;r Sie beten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Gott vergelte Ihnen Ihre Hilfe f&amp;uuml;r unsere Pfarrei.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Ein br&amp;uuml;derlicher Gru&amp;szlig;,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Pater Arcelio Castro&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;u&gt;MEXIKO&lt;/u&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	SCHWESTERN VON DER ST&amp;Auml;NDIGEN ANBETUNG DES ALLERHEILIGSTEN ALTARSAKRAMENTS VOM KLOSTER JOHANNES DER T&amp;Auml;UFER&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;Mit gro&amp;szlig;er Dankbarkeit erhalten wir &lt;em&gt;Quien reza se salva&lt;/em&gt; und Ihre anderen Ver&amp;ouml;ffentlichungen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;em&gt;Coscomatepec, Veracruz, 25. April 2012&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Sehr geehrter Herr Senator Giulio Andreotti,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	gelobt sei das Allerheiligste Altarsakrament!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Einen br&amp;uuml;derlichen Gru&amp;szlig; im auferstandenen Jesus: wir w&amp;uuml;nschen Ihnen von Herzen, dass Er Ihnen f&amp;uuml;r die unserer Klostergemeinschaft erwiesene Gro&amp;szlig;z&amp;uuml;gigkeit reichen Segen spenden m&amp;ouml;ge.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Wir sind die Schwestern von der St&amp;auml;ndigen Anbetung des Allerheiligsten Altarsakraments vom Kloster Johannes der T&amp;auml;ufer in Coscomatepec. Unsere Sendung ist es, Zeugnis abzulegen f&amp;uuml;r die Pr&amp;auml;senz unseres Herrn Jesus in der Eucharistie. Ihm zu F&amp;uuml;&amp;szlig;en bieten wir unser st&amp;auml;ndiges Gebet f&amp;uuml;r die ganze Menschheit an. Vielen herzlichen Dank f&amp;uuml;r die gro&amp;szlig;z&amp;uuml;gige Zeitschrift &lt;em&gt;30D&amp;iacute;as&lt;/em&gt;, das B&amp;uuml;chlein &lt;em&gt;Quien reza se salva&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;El Hijo no puede hacer nada por su cuenta&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Los cantos de la Tradici&amp;oacute;n&lt;/em&gt;. Da ich f&amp;uuml;r das Gute, das Sie tun, nicht bezahlen kann, biete ich Ihnen unsere Gebete an und vertraue Unserer Lieben Frau von Guadalupe Ihre Anliegen an und die all jener, die an der Ver&amp;ouml;ffentlichung dieses bereichernden Materials mitarbeiten, das f&amp;uuml;r unser geistliches Leben so wichtig ist. Das letzte Mal haben wir Ihre Zeitschrift im Dezember erhalten. Weitere Nummern sind noch nicht bei uns eingegangen, aber wir hoffen, Ihre wertvolle Zeitschrift bald wieder zu erhalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	In der Gewissheit, dass der eucharistische Jesus Ihre Belohnung sein m&amp;ouml;ge, gr&amp;uuml;&amp;szlig;e ich Sie und alle Ihre Mitarbeiter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Herzlichst in Christus,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Mutter Esperanza del Coraz&amp;oacute;n de Jes&amp;uacute;s und Gemeinschaft&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;u&gt;KOLUMBIEN&lt;/u&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	APOSTOLISCHES VIKARIAT SAN VICENTE &amp;ndash; PUERTO LEGU&amp;Iacute;ZAMO&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Quien reza se salva&lt;/em&gt; f&amp;uuml;r die Katechisten &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;em&gt;San Vicente, 1. Mai 2012&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Sehr geehrter Herr Senator Giulio Andreotti,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	ich bin ein Di&amp;ouml;zesanpriester des Apostolischen Vikariats von San Vicente, Puerto Legu&amp;iacute;zamo, einer Region (96 Quadratkilometer) im kolumbianischen Amazzonas-Gebiet; meine Arbeit ist seit mehr als 10 Jahren die des Vikars f&amp;uuml;r die Pastoral und des Verantwortlichen f&amp;uuml;r die Sektoren Katechese, Bibellesung und P&amp;auml;pstliche Missionswerke. Wir sind nur wenige, und jeder von uns &amp;uuml;bt mehrere Aufgaben aus. Ich wende mich an Sie mit der Bitte, uns eine gro&amp;szlig;e Zahl des B&amp;uuml;chleins &lt;em&gt;Quien reza se salva&lt;/em&gt; schicken zu wollen, die ich gerne an die Katechisten ausgeben m&amp;ouml;chte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Unsere Kirche ist eine Ortskirche mit vielen Bed&amp;uuml;rfnissen und Problemen, da es hier oft zu Auseinandersetzungen zwischen Soldaten, der Armee, den Guerilla der FARC (bewaffnete Revolutionskr&amp;auml;fte Kolumbiens), Drogenh&amp;auml;ndlern und paramilit&amp;auml;rischen Gruppen kommt, die in unserer Bev&amp;ouml;lkerung ein best&amp;auml;ndiger Spannungsherd sind. Die Option f&amp;uuml;r die Armen und unsere missionarische Berufung erfordern, dass wir unserem Volk zur Seite stehen und uns nicht scheuen, jene anzuklagen, die die Menschenrechte und das V&amp;ouml;lkerrecht mit F&amp;uuml;&amp;szlig;en treten. Wir sind eine glaubw&amp;uuml;rdige Kirche, die von unseren Gl&amp;auml;ubigen gut akzeptiert wird. Es gibt viele Herausforderungen, aber der Glaube und die Hoffnung auf den Auferstandenen tr&amp;ouml;sten und ermutigen uns, mit der uns anvertrauten Mission fortzufahren. Tausend Dank f&amp;uuml;r Ihre Aufmerksamkeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Pater Ricardo Tovar S&amp;aacute;nchez&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;u&gt;LIBANON&lt;/u&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	ORDEN DER KARMELITEN-PATER&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Qui prie sauve son &amp;acirc;me&lt;/em&gt;, ein einfaches und praktisches Gebetswerkzeug &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;em&gt;Hazmieh, 11. Mai 2012&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Lieber Herr Direktor,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	der Friede des Herrn sei allzeit mit Ihnen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Vielen Dank f&amp;uuml;r die regelm&amp;auml;&amp;szlig;ige Zusendung der Zeitschrift &lt;em&gt;30Jours&lt;/em&gt;. Ich habe gelesen, dass das B&amp;uuml;chlein &lt;em&gt;Qui prie sauve son &amp;acirc;me&lt;/em&gt; vielen Seelen Gutes getan hat. Ich bitte Sie daher, mir &amp;ndash; sofern m&amp;ouml;glich &amp;ndash; etwa 100 Exemplare dieses B&amp;uuml;chleins zusenden zu wollen. Viele unserer Jugendlichen (Gebetsgruppen) w&amp;uuml;rden es gerne als einfaches und praktisches Werkzeug f&amp;uuml;r das Gebet nutzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Der liebe Gott erhalte Ihnen Ihre gute Gesundheit und segne Sie und Ihre Mission in der Kirche.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Pater Makhoul Farha OCD Provinzial-Obere der Karmelitinnen des Libanon&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;u&gt;BENIN&lt;/u&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	KLOSTER ETOILE NOTRE-DAME&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Qui prie sauve son &amp;acirc;me&lt;/em&gt; hilft beim guten Beten &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;em&gt;Parakou, 29. Mai 2012&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Sehr geehrter Herr Direktor,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	vielen Dank f&amp;uuml;r die Zusendung von &lt;em&gt;30Jours&lt;/em&gt;, dieser so gut dokumentierten Zeitschrift mit einem sehr sch&amp;ouml;nen Layout. Aber das ist noch nicht alles. Vor ein paar Jahren haben wir um einige Exemplare von &lt;em&gt;Qui prie sauve son &amp;acirc;me&lt;/em&gt; gebeten. Sie waren schon in k&amp;uuml;rzester Zeit vergriffen und haben viel Gutes getan. Unsere Gl&amp;auml;ubigen haben nun viele weitere Anfragen nach diesem B&amp;uuml;chlein an uns gerichtet, das ihnen beim guten Beten hilft. Das w&amp;uuml;rde verhindern, dass sie bei Sekten Zuflucht suchen, von denen es hier in Benin so viele gibt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Wenn Sie also diese gro&amp;szlig;z&amp;uuml;gige Geste wiederholen k&amp;ouml;nnten, w&amp;auml;ren wir Ihnen zutiefst dankbar! Im voraus herzlichen Dank im Namen aller Menschen, die sich, dank Ihnen, an Gott ann&amp;auml;hern werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Hochachtungsvoll,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Mutter Bibiane Ignaro&lt;/p&gt;
</description>
        </item>
        <item>
            <title>
	Hinweis f&amp;uuml;r den Leser
</title>
            <link>http://www.30giorni.it/articoli_id_78507_l5.htm</link>
            <description>&lt;p&gt;
	&lt;em&gt;Liebe Leser&lt;/em&gt;,&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
	mit gro&amp;szlig;em Bedauern m&amp;uuml;ssen wir Ihnen mitteilen, dass &lt;em&gt;30Tage in Kirche und Welt&lt;/em&gt; mit Nr. 5 /2012 die Publikation einstellt.&lt;br /&gt;
	Einige Ereignisse der letzten Monate, vor allem der Tod von Don Giacomo Tantardini, machen es leider unm&amp;ouml;glich, die Zeitschrift weiter herauszugeben. Unser Direktor Giulio Andreotti teilt unser Bedauern, auch wegen des Wertes, den &lt;em&gt;30Tage&lt;/em&gt; in diesen Jahren f&amp;uuml;r die Kirche gehabt hat.&lt;br /&gt;
	Wir m&amp;ouml;chten all jenen, die uns mit ihrer Wertsch&amp;auml;tzung und Zuneigung begleitet haben, ein herzliches &amp;bdquo;Vergelt&amp;acute;s Gott&amp;ldquo; sagen. Ein gro&amp;szlig;er Trost sind uns vor allem die vielen Briefe aus aller Welt, die immer noch hier bei uns in der Redaktion eingehen.&lt;br /&gt;
	Die Stimmen der Laien, Missionare, Ordensfrauen, Bisch&amp;ouml;fe und Kardin&amp;auml;le, die uns schreiben wollten, waren eine sch&amp;ouml;ne und tr&amp;ouml;stliche Ermutigung f&amp;uuml;r unsere Arbeit, die wir immer als einen dem&amp;uuml;tigen kleinen Dienst an der Kirche des Herrn gesehen haben. Ihnen allen herzlichen Dank.&lt;br /&gt;
	Es ist uns ein Anliegen, Ihnen mitzuteilen, dass die E-Mail-Adresse &lt;em&gt;abbonati30g@30giorni.it&lt;/em&gt; und die Telefonnummer 0039 06 7264041 von &lt;em&gt;30Giorni&lt;/em&gt; aktiv bleiben. Sie k&amp;ouml;nnen uns also gerne jederzeit wegen Informationen &amp;uuml;ber Abonnements und die Beilagen von &lt;em&gt;30Tage&lt;/em&gt;, wie das Gebetsb&amp;uuml;chlein &lt;em&gt;Wer betet, wird gerettet&lt;/em&gt;, kontaktieren.&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
	Die Genossenschaft 30Giorni&lt;/p&gt;
</description>
        </item>
        <item>
            <title>
	Mein Freund Don Giacomo
</title>
            <link>http://www.30giorni.it/articoli_id_78491_l5.htm</link>
            <description>&lt;p&gt;
	&lt;img alt=&quot;Kardinal Bergoglio und Don Giacomo Tantardini auf einem Foto aus dem Jahr 2009. [© Paolo Galosi]&quot; src=&quot;http://www.30giorni.it/upload/articoli_immagini_interne/04-04-012.jpg&quot; style=&quot;float: left; margin-top: 3px; margin-bottom: 3px; width: 350px; height: 214px;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;bdquo;Denkt an eure Vorsteher, die euch das Wort Gottes verk&amp;uuml;ndet haben; schaut auf das Ende ihres Lebens, und ahmt ihren Glauben nach!&amp;ldquo; (&lt;em&gt;Hebr&lt;/em&gt; 13,7). So ermahnt uns der Verfasser des &lt;em&gt;Briefes an die Hebr&amp;auml;er&lt;/em&gt;, jene in Erinnerung zu behalten, die uns das Evangelium verk&amp;uuml;ndigt haben und bereits von uns gegangen sind. Er bittet uns, sie im Ged&amp;auml;chtnis zu behalten, aber nicht auf jene formale, ja manchmal sogar beklagenswerte Weise, die uns lapidar sagen l&amp;auml;sst &amp;bdquo;er war ein guter Mensch!&amp;ldquo;: ein Satz, den man oft im S&amp;auml;ulengang unserer Friedh&amp;ouml;fe h&amp;ouml;ren kann. Diese Art des Gedenkens ist eine einfache Erinnerung, eine Art sozialer Formalit&amp;auml;t. Das wahre Gedenken ist die Aufforderung, unsere Verstorbenen ausgehend von der Fruchtbarkeit dessen zu beurteilen, was sie in unserer Mitte ausges&amp;auml;t haben. Die Aufforderung, ihrer mit der Erinnerung des Herzens zu gedenken, jenes deuteronomischen Ged&amp;auml;chtnisses, das auf dem Felsen baut, das das Leben formt und die Herzen pr&amp;auml;gt. Ja, unser Herz wird auf dem Ged&amp;auml;chtnis jener M&amp;auml;nner und Frauen aufgebaut, die uns die Quellen des Lebens und der Hoffnung n&amp;auml;hergebracht haben, aus denen auch jene sch&amp;ouml;pfen k&amp;ouml;nnen, die uns folgen werden. Es ist das Ged&amp;auml;chtnis des empfangenen Erbes, das wiederum wir an unsere Kinder weitergeben m&amp;uuml;ssen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Und das ist auch das Ged&amp;auml;chtnis, mit dem wir Don Giacomos gedenken und uns fragen m&amp;uuml;ssen: Was hat er uns hinterlassen? Welche Spuren hat er in unserem Leben hinterlassen? Ich wage einfach nur zu sagen, dass er die Spuren eines Menschen hinterlassen hat, der im Herzen Kind geblieben ist; der nie aufgeh&amp;ouml;rt hat, zu staunen. Don Giacomo, der Mann des Staunens; ein Mann, der sich von Gott erstaunen lie&amp;szlig; und der es verstanden hat, dieses Staunen auch in den anderen wach werden zu lassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Don Giacomo, ein &amp;uuml;berraschter Mann, der, w&amp;auml;hrend er auf den Herrn blickte und ihn rief, sich unabl&amp;auml;ssig fragte, fast nicht daran zu glauben vermochte, wie der Matth&amp;auml;us des Caravaggio: Ich, Herr? Ein Mann, den dieser unbeschreibliche &amp;bdquo;&amp;Uuml;berfluss&amp;ldquo; an Gnade mit Staunen erf&amp;uuml;llt; einer Gnade, die &amp;uuml;ber die sch&amp;auml;ndliche F&amp;uuml;lle der S&amp;uuml;nde siegt, jener S&amp;uuml;nde, die immer heruntergespielt wird; ein Mann voller Staunen, der sich vom Herrn gesucht, erwartet und geliebt gef&amp;uuml;hlt hat &amp;ndash; lange bevor er selbst ihn gesucht und geliebt hat; ein Mann voller Staunen; wie jene am Ufer des Tiberias-Sees, wagte er es nicht, ihn zu fragen, wer er sei, weil er nur allzu gut wusste, dass er der Herr war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Und dieser Mann voller Staunen hat sich mehr als einmal fragen lassen: &amp;bdquo;Liebst du mich?&amp;ldquo;, um mit der brennenden Schlichtheit der Liebe zu antworten: &amp;bdquo;Herr, du wei&amp;szlig;t, dass ich dich liebe&amp;ldquo;. Und es war so, weil dieser tief in seinem Innern Kind gebliebene Mann seine Liebe mit der einfachen, aber weisen Bereitschaft zur Betrachtung der Gnade n&amp;auml;hrte, die &amp;uuml;ber ihn hinausging.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Das war Don Giacomo. Er hatte sich die F&amp;auml;higkeit bewahrt, sich &amp;uuml;berraschen zu lassen; er pflegte seine &amp;Uuml;berlegungen von jenem Staunen ausgehend anzustellen, das er empfangen hatte und das er im Gebet n&amp;auml;hrte. Manchmal machte er den Eindruck, als w&amp;uuml;rde ihn diese Sensibilit&amp;auml;t belasten, niederdr&amp;uuml;cken, ja ihn unruhig machen, und das ist nicht selten f&amp;uuml;r einen Mann mit einem menschlich starken Temperament, auf das die Gnade stets mit ihrer bes&amp;auml;nftigenden Kraft eingewirkt hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Das letzte Bild, das ich von ihm habe, ist besonders r&amp;uuml;hrend und geht auf die Feier der Firmungen in Sankt Laurentius vor den Mauern zur&amp;uuml;ck, wo er dastand, mit gefalteten H&amp;auml;nden, weit offenen staunenden Augen, l&amp;auml;chelnd und ernst zugleich. Bei diesem Anlass haben wir auch f&amp;uuml;r seine Gesundheit gebetet... und er dankte uns mit einer Geste, die voller Hoffnung auf Heilung war, aber auch die Bereitschaft erkennen lie&amp;szlig;, sein Schicksal ganz in Gottes Hand zu legen. So kann man, aus Gnade, ausharren auf dem Weg bis zum Ende: der tief in seinem Innersten Kind gebliebene Mensch sinkt in die Arme Jesu, bittend, dass dieser Kelch an ihm vor&amp;uuml;bergehen m&amp;ouml;ge, wird angenommen und im Arm getragen, mit gefalteten H&amp;auml;nden und weit offenen Augen. Und l&amp;auml;sst sich erneut erfassen von dem Staunen &amp;uuml;ber dieses Geschenk, das gr&amp;ouml;&amp;szlig;er ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Ich danke Gott dem Herrn daf&amp;uuml;r, dass ich ihn kennenlernen durfte: Dieses &amp;bdquo;schaut auf das Ende seines Lebens, und ahmt seinen Glauben nach!&amp;ldquo; aus dem Hebr&amp;auml;erbrief gilt auch f&amp;uuml;r mich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;em&gt;Buenos Aires, 6. Mai 2012&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
</description>
            <author>von Kardinal Jorge Mario Bergoglio</author>
        </item>
        <item>
            <title>
	Ein Rosenkranz f&amp;uuml;r die ganze Welt
</title>
            <link>http://www.30giorni.it/articoli_id_78495_l5.htm</link>
            <description>&lt;p&gt;
	Am 19. Februar hatte er die Ehre, Benedikt XVI. den Dank all jener auszusprechen, die beim Konsistorium am Tag zuvor zu Kardin&amp;auml;len kreiert worden waren. Bei dieser Gelegenheit stellte Seine Eminenz Fernando Filoni den Kardinalsdienst der neuen Purpurtr&amp;auml;ger &amp;bdquo;unter den Schutz Mariens, Mutter der Gnade&amp;ldquo;. Seine &amp;bdquo;Strategie&amp;ldquo; f&amp;uuml;r das kommende Jahr des Glaubens ist das einfache Rosenkranzgebet. Ein Kranz von Gebeten, der der Verk&amp;uuml;ndigung des Evangeliums auf jedem Kontinent angeboten wird. Die einfachste Art und Weise, um &amp;bdquo;vom Herrn das Geschenk des Glaubens&amp;ldquo; zu erbitten, f&amp;uuml;r sich und f&amp;uuml;r die anderen. Eine die ganze Welt umspannende Gebetskampagne f&amp;uuml;r die Evangelisierung, die das Jahr des Glaubens begleitet, dem Papst Benedikt XVI. am 11. Mai bei der Audienz f&amp;uuml;r die Nationaldirektoren der P&amp;auml;pstlichen Missionswerke seinen Segen gegeben hat. Besagte Direktoren werden die Initiative in ihren L&amp;auml;ndern vorantreiben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Fernando Filoni, Pr&amp;auml;fekt der Kongregation f&amp;uuml;r die Evangelisierung der V&amp;ouml;lker, hat die ganze Welt bereist und wei&amp;szlig;, wie sie funktioniert. Er ist bekannt f&amp;uuml;r seine Reserviertheit; daf&amp;uuml;r, dass er unempf&amp;auml;nglich ist f&amp;uuml;r Ger&amp;uuml;chte jeder Art; dass er arbeitsam ist; jedes Problem entschlossen angeht und immer versucht, realistische L&amp;ouml;sungen zu finden. Eigenschaften, die nicht gerade das beschreiben, was man unter einem vatikanischen &amp;bdquo;B&amp;uuml;rokraten&amp;ldquo; versteht, sondern vielmehr eine geistliche Weisheit und einen Blick auf die Belange der Kirche und der Welt erkennen lassen, der einfach ist und konkret. Wie die Kette eines Rosenkranzes.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;em&gt;30Tage&lt;/em&gt; hat ihn in seinem B&amp;uuml;ro im Palast der Propaganda Fide besucht, gleich beim Spanischen Platz in Rom. Der Kongregation f&amp;uuml;r die Evangelisierung der V&amp;ouml;lker sind mehr als tausend Kirchensprengel unterstellt, darunter der Gro&amp;szlig;teil der Di&amp;ouml;zesen Afrikas, Asiens und Ozeaniens &amp;ndash; ganz zu schweigen von den vielen Universit&amp;auml;ten, Seminaren, Krankenh&amp;auml;usern und Schulen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;img alt=&quot;Kardinal Filoni bei der Inbesitznahme der Diakonie „Nostra Signora di Coromoto in San Giovanni di Dio“, Rom (23. Februar 2012).&quot; src=&quot;http://www.30giorni.it/upload/articoli_immagini_interne/58-04-012.jpg&quot; style=&quot;float: left; margin-top: 3px; margin-bottom: 3px; width: 325px; height: 260px;&quot; /&gt;&lt;strong&gt;Als Sie Kardinal geworden sind, stand im &lt;em&gt;Osservatore Romano&lt;/em&gt; zu lesen, dass das Haus, in dem Sie aufgewachsen sind, &amp;bdquo;gleich neben der Dorfkirche stand&amp;ldquo;. Das hat Ihr Leben bereits in eine gewisse Bahn gelenkt&amp;hellip;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	FERNANDO FILONI: Gott gibt uns viele M&amp;ouml;glichkeiten, und er baut unsere Geschichte auf der Grundlage dessen auf, was wir sind. Als Junge frequentierte ich die Pfarrei, habe den Priestern bei der Messe gedient, und als ich so mit ihnen am Altar stand, da konnte ich ihre Bereitschaft zum Dienst erkennen. Bis der Pfarrer uns Jungen eines Tages gefragt hat, ob denn dieses Jahr keiner von uns ins Seminar eintreten wolle. Da hob ich die Hand und sagte entschlossen: ich! Es war eine Art kindlicher Eingebung, aber da war auch der Umstand, dass meine Eltern mir in den einfachen Dingen des Alltags schon von klein auf den Glauben vorgelebt hatten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;Die Jahre Ihrer Vorbereitung auf den Priesterdienst fielen in die Zeit des Zweiten Vatikanischen Konzils. &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	W&amp;auml;hrend der Mahlzeiten lie&amp;szlig;en uns unsere Oberen die Berichte &amp;uuml;ber den Verlauf des Konzils verlesen. Das Fernsehen &amp;ndash; damals noch schwarz-wei&amp;szlig; &amp;ndash; zeigte uns das Bild der Universalit&amp;auml;t und die ganze menschliche Bandbreite der Kirche: den Papst, die Patriarchen des Ostens und die Bisch&amp;ouml;fe, die in Prozession in den Petersdom einzogen. Wei&amp;szlig;e, Schwarze, M&amp;auml;nner mit B&amp;auml;rten, aus Ost und West... Als ich anfing, am Seminar von Viterbo Theologie zu studieren, war das Konzil zu Ende. Die B&amp;auml;nke, die den Generalversammlungen der Konzilsv&amp;auml;ter gedient hatten, wurden den Seminaren geschenkt. Auch dem Seminar von Viterbo &amp;ndash; sie kamen in die Aula f&amp;uuml;r die Theologie-Vorlesungen. So kam es, dass wir bei den Vorlesungen auf den B&amp;auml;nken der Konzilsv&amp;auml;ter sa&amp;szlig;en &amp;ndash; und uns dabei nat&amp;uuml;rlich vorzustellen versuchten, wer wohl vor uns hier gesessen hatte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;Ihr Bischofsmotto lautet &amp;bdquo;Lumen gentium Christus&amp;ldquo;. Das erinnert an die ersten Worte der Dogmatischen Konstitution &amp;uuml;ber die Kirche, das wichtigste Dokument, das das Konzil hervorgebracht hat. &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Wir waren sehr beeindruckt von der Debatte &amp;uuml;ber die Kirche, die das Herzst&amp;uuml;ck des Konzils war &amp;ndash; &amp;bdquo;Lumen gentium Christus&amp;ldquo; &amp;ndash; und die in drei einfachen Worten alles sagte. Der Anfang der Konzilskonstitution erinnerte an Geheimnis und Sendung der Kirche. Wenn die Kirche nicht das Licht Christi widerspiegelt, hat sie keinen Daseinsgrund. Auch wir waren gerufen, Christus zu verk&amp;uuml;ndigen und Zeugnis f&amp;uuml;r ihn abzulegen. Das ist die Sendung, die die Kirche auch mir anvertraut hat. Als Priester, sp&amp;auml;ter als Bischof und dann auch als Nuntius.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;Nach der Priesterweihe haben Sie Ihre Studien in Rom fortgesetzt. Sie waren in einer Pfarrei t&amp;auml;tig und haben an einem r&amp;ouml;mischen Gymnasium unterrichtet. Welche Erinnerung haben Sie an diese Zeit?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Mein Bischof hatte mir erlaubt, nach Rom zu gehen, um meine Studien zu Ende zu f&amp;uuml;hren. Ich wollte damals in eine Pfarrei gehen, nicht in ein Kolleg. Es war eine sehr sch&amp;ouml;ne Zeit. Die Pfarrei war San Tito, die inzwischen nach dem hl. Leonardo Murialdo benannt ist. Ich gab Religionsunterricht am humanistischen Gymnasium Vivona, am ausgelagerten Sitz, dem sp&amp;auml;teren Sokrates-Gymnasium. Ich habe hunderte von Jungen und M&amp;auml;dchen kennen gelernt. Es waren die siebziger Jahre, die Zeit der Proteste. F&amp;uuml;r mich, der ich Theologie studierte, war der kontinuierliche Dialog mit ihnen eine Hilfe dabei, das, was wir studierten, mit dem konkreten Leben zu konfrontieren. Auch f&amp;uuml;r junge Menschen war es, wie ich glaube, eine interessante Erfahrung, von Theologie und Kirchengeschichte zu sprechen &amp;ndash; ohne die Banalisierungen, die man in vielen Zeitungen finden konnte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;Wie sind Sie zum diplomatischen Dienst beim Heiligen Stuhl gekommen?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Als mich mein Bischof gebeten hat, in die Di&amp;ouml;zese zur&amp;uuml;ckzukehren &amp;ndash; ich war seit 8 Jahren nicht mehr dort gewesen &amp;ndash; sagte der Kardinal-Vikar Ugo Poletti in seiner gutm&amp;uuml;tigen, einnehmenden Art zu mir: &amp;bdquo;In deiner Di&amp;ouml;zese gibt es ohnehin schon viele Priester! Im Staatssekretariat dagegen hat man Priester angefordert&amp;hellip;&amp;ldquo;. Es mag wie ein Zufall erscheinen. Aber ich denke doch, dass man hier den roten Faden erkennen kann, den Gott in unser aller Leben webt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;Nach dem Dienst in Sri Lanka wurden Sie in den Iran geschickt. Wie war es damals dort? &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Es war die Zeit des Krieges zwischen Iran und Irak. Die Bombardierungen machten auch vor Teheran nicht Halt. Es war ein harter Krieg, der Hunderttausende von Toten forderte. Der Heilige Stuhl hatte dort eine Mission, seitdem 1629 in Isfahan eine Repr&amp;auml;sentanz Papst Urbans VIII. eingerichtet worden war auf Anfrage von Schah Abbas dem Gro&amp;szlig;en, Drahtzieher einer kulturellen und politischen Renaissance in Persien. Diese Pr&amp;auml;senz war schon immer von H&amp;ouml;hen und Tiefen gekennzeichnet, bis zur Ankn&amp;uuml;pfung voller diplomatischer Beziehungen zwischen Iran und demHeiligem Stuhl im Jahr 1953. Dort konnte ich das Leben der christlichen Ortsgemeinde teilen, die sich aus katholischen und orthodoxen Armeniern, lateinischen und chald&amp;auml;ischen Katholiken zusammensetzte. F&amp;uuml;r sie war das Leben nicht immer einfach. Aber man brachte uns gro&amp;szlig;en Respekt entgegen. In diese Zeit fiel auch die Geiselnahme der Angestellten in der US-Botschaft. Aber auch diese traurige Episode hat letztendlich das Prestige der Nuntiatur nur noch erh&amp;ouml;ht, der es gelungen war, die schwierige Frage von einem humanit&amp;auml;ren Standpunkt aus anzugehen, ohne in die Politik einzugreifen. Das wurde sehr gesch&amp;auml;tzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;Nach weiteren diplomatischen Stationen (Staatssekretariat, Brasilien) wurden Sie nach Hongkong geschickt, dem privilegierten &amp;bdquo;Beobachtungsst&amp;uuml;tzpunkt&amp;ldquo; der Volksrepublik China. Damals war man der Meinung, dass ein Gro&amp;szlig;teil der Chinesen &amp;ndash; auf Druck der zivilen Beh&amp;ouml;rdenvertreter &amp;ndash; eine unabh&amp;auml;ngige Landeskirche ins Leben rufen wollte. Welche Erfahrungen haben Sie diesbez&amp;uuml;glich gemacht? &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Als ich noch Seminarist war, war ich beeindruckt von den Zeugnissen der Treue zum Evangelium, die aus China kamen. Ich hatte die Memoiren von Gaetano Pollio gelesen, dem Erzbischof von Kaifeng, der nach jahrelanger Haft in den ersten Jahren des Mao-Regimes Erzbischof von Otranto und dann von Salerno geworden war. Man brachte ihm gro&amp;szlig;e Bewunderung entgegen, weil er auch in der Zeit gro&amp;szlig;er Leiden nie aufgeh&amp;ouml;rt hatte, der Kirche zu dienen. Das chinesische Volk liebte ihn sehr. Diese Dinge kamen mir in den Sinn, als man mir das Amt in Hong&amp;shy;kong anvertraute. Es waren die Jahre der von Deng Xiaoping gewollten &amp;Ouml;ffnung. Heute k&amp;ouml;nnen wir nur allzu gut sehen, wie weitsichtig er gewesen war. Der Heilige Stuhl wollte nicht, dass seine internationale Haltung mit Taiwan identifiziert wurde, wo der Vatikan eine diplomatische Mission hat. So hatte man in Hong&amp;shy;kong eine &amp;bdquo;Studienmission&amp;ldquo; eingerichtet, die sich mit der Volksrepublik China, der damaligen britischen Kolonie und mit Macao befassen sollte. Damals war auch die Kirche in China gerade dabei, sich neu zu organisieren. Der Heilige Stuhl wollte verstehen, wie sich die Situation entwickelte und stellte sich auf die Seite der chinesischen Katholiken, die den Wunsch &amp;auml;u&amp;szlig;erten, ihren Glauben in Gemeinschaft mit dem Bischof von Rom leben zu d&amp;uuml;rfen. Ein Band der Gemeinschaft, das die chinesischen Bisch&amp;ouml;fe auch in der Zeit der Verfolgung nicht zerrei&amp;szlig;en lie&amp;szlig;en.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;img alt=&quot;Fernando Filoni empfängt beim Konsistorium vom 18. Februar 2012 das Kardinalsbirett aus den Händen von Papst Benedikt XVI. (Konsistorium vom 18. Februar 2012). [© Paolo Galosi]&quot; src=&quot;http://www.30giorni.it/upload/articoli_immagini_interne/56-04-012.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin-top: 3px; margin-bottom: 3px; width: 350px; height: 239px;&quot; /&gt;&lt;strong&gt;Wie haben Sie die Spaltung der chinesischen Kirche in einen &amp;bdquo;offiziellen&amp;ldquo; und einen &amp;bdquo;im Untergrund&amp;ldquo; wirkenden Teil beurteilt?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Diese Spaltung war nicht auf eine kirchliche Dynamik zur&amp;uuml;ckzuf&amp;uuml;hren, sondern auf historische und politische Umst&amp;auml;nde. Es war eine Situation des Leids und der Pr&amp;uuml;fungen. Man musste der Kirche in China helfen, ihre Situation in einer Zukunftsperspektive zu sehen, und das galt sowohl f&amp;uuml;r den sogenannten &amp;bdquo;Underground&amp;ldquo;-Teil als auch jenen, der nicht ganz zutreffend &amp;bdquo;patriotisch&amp;ldquo; genannt wurde. Ich habe die Situation des chinesischen Katholizismus damals mit einer Quelle verglichen, deren Wasserfluss an einem bestimmten Punkt blockiert wurde, so dass sie gezwungen war, sich auf zwei Ausweichwegen ihren Weg zu bahnen. Ein Teil suchte nach einem Weg, ins Freie zu flie&amp;szlig;en; der andere floss unterhalb der Erdoberfl&amp;auml;che weiter. Die beiden Str&amp;ouml;me, die ein und derselben Quelle entsprangen, waren jedoch dazu bestimmt, in der Einheit des Meeres wieder zusammenzufinden. Und das Meer ist &amp;ndash; wie ich damals sagte &amp;ndash; das Herz Gottes. Wenn die beiden kirchlichen Gemeinschaften im Glauben der Apostel geblieben w&amp;auml;ren, h&amp;auml;tten sie sich dereinst in Christus vereint wiedergefunden. Gewiss, seit sich die beiden Str&amp;ouml;me getrennt haben, hat es viele Komplikationen gegeben. Aber ich glaube, dass man fr&amp;uuml;her oder sp&amp;auml;ter eine L&amp;ouml;sung finden wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;Als Nuntius haben Sie auch die Wende im Irak miterlebt, die Bombardierungen... &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Meine Amtszeit fiel in die letzte Periode des Regimes von Saddam Hussein. Die Sanktionen, mit denen die UNO das Regime in die Knie zwingen wollte, waren sehr hart. Die Stimme der Kirche aber war prophetisch und brachte das zum Ausdruck, was wir alle sehen konnten: dass in Wahrheit nur das Volk unter den Sanktionen litt, nicht aber das Regime.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;Wie beurteilen Sie heute das milit&amp;auml;rische Eingreifen im Irak und die Auswirkungen, die das auf jenen Teil der Welt und vor allem auf die dort lebenden christlichen Gemeinschaften hatte?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Der Krieg war schon an sich ein Fehler. Man kann nicht wirklich meinen, mit einem Krieg Demokratie bringen zu k&amp;ouml;nnen. Damals gab es die n&amp;ouml;tigen Voraussetzungen f&amp;uuml;r einen Verhandlungsweg. Saddam hatte auch mir gegen&amp;uuml;ber zu verstehen gegeben, dass das sein Wunsch war. Aber er war ein politischer F&amp;uuml;hrer der arabischen Welt, und deshalb h&amp;auml;tte man ihn nicht dem&amp;uuml;tigen d&amp;uuml;rfen, wenn man mit ihm verhandeln wollte. Was hier gefehlt hat, war die richtige Einsch&amp;auml;tzung der Situation. Unter seinem Regime mussten die Christen, ja die ganze irakische Gesellschaft, viel Unrecht erleiden. Um den inneren Frieden zu bewahren, war das Regime allerdings auch bereit, wenigstens die Kultfreiheit zu garantieren. Der Krieg konnte vom Standpunkt der Politik und der internationalen Sicherheit nicht gerechtfertigt werden. Weil der Irak nichts mit den Attentaten vom 11. September zu tun hatte. Die Massenvernichtungswaffen waren nur ein Vorwand. Einen Monat vor Beginn der Bombardierungen hatte Saddam bei der Versammlung der Stammesh&amp;auml;uptlinge die Approbation des Gesetzes erwirken k&amp;ouml;nnen, mit dem sich der Irak verpflichtete, nicht mit Massenvernichtungswaffen aufzur&amp;uuml;sten. Alle sagten, dass das sehr wichtig sei, dass es ein Zeichen sei f&amp;uuml;r seine Bereitschaft, zusammenzuarbeiten. Aber umsonst. Es war offensichtlich, dass der Krieg bereits beschlossene Sache war. Und schon damals war klar, dass es danach nur Chaos geben w&amp;uuml;rde, weil der Krieg nicht nur die kleine christliche Gemeinde in Mitleidenschaft gezogen hat, sondern jeden Aspekt des Lebens des Landes; weil er tausende von Todesopfern forderte. Das k&amp;ouml;nnen wir alle noch immer sehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;Nach einem kurzen Intermezzo auf den Philippinen wurden Sie als Substitut im Staatssekretariat nach Rom gerufen. Was k&amp;ouml;nnen Sie uns von Ihrer Arbeit erz&amp;auml;hlen?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Der Substitut ist einer der engsten Mitarbeiter des Papstes. Er untersteht direkt ihm und dem Staatssekret&amp;auml;r. F&amp;uuml;r mich war es eine sehr sch&amp;ouml;ne Zeit; besonders, weil ich so die Gelegenheit hatte, Benedikt XVI. aus n&amp;auml;chster N&amp;auml;he kennenzulernen, ihn h&amp;auml;ufig zu treffen: er ist ein Vater, ein Lehrmeister &amp;ndash; und ein ganz besonders liebenswerter Mensch. Das sind die reichen Gaben, die Menschen, die sie erhalten haben, immer mit sich tragen. Und daf&amp;uuml;r kann man Gott nur Dank sagen. Die Rhythmen und Modalit&amp;auml;ten waren zwar nicht immer einfach, aber eben auch ein Teil dieser Aufgabe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;Sie sind nun Pr&amp;auml;fekt der Kongregation f&amp;uuml;r die Evangelisierung der V&amp;ouml;lker. Von welchen Kriterien lassen Sie sich bei Ihrer neuen Aufgabe leiten?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Die Kongregation &amp;bdquo;Propaganda Fide&amp;ldquo; ist sehr geschichtstr&amp;auml;chtig. Wer hier arbeitet, muss sich der gro&amp;szlig;en Aufgabe dieses Dikasteriums bewusst sein, das f&amp;uuml;r das Leben der Kirchen auf der ganzen Welt so wichtig ist. Seine Hauptaufgabe ist es, &amp;uuml;berall das Evangelium zu verk&amp;uuml;nden. Und da die Kirche auch in vielen ehemaligen Missionsgebieten verwurzelt ist, bietet diePropaganda Fide den Bisch&amp;ouml;fen, den Priestern, den Ordensleuten und den Laien dieser Teilkirchen auch weiterhin ihren Dienst an. Auf diese Weise bringt sie die &amp;bdquo;Sorge des Papstes f&amp;uuml;r alle Kirchen&amp;ldquo; zum Ausdruck: ein bezeichnender Ausdruck, der mich immer wieder beeindruckt. Mit der Zeit werden sich auch die j&amp;uuml;ngeren Kirchen konsolidieren, in den St&amp;auml;dten und D&amp;ouml;rfern Seminare, Niederlassungen, Schulen, Universit&amp;auml;ten gr&amp;uuml;nden k&amp;ouml;nnen. Die Verk&amp;uuml;ndigung des Evangeliums kommt auch darin zum Ausdruck, dass man den Bed&amp;uuml;rfnissen der Bev&amp;ouml;lkerung entgegenkommt. Ich sehe eine tiefeWeisheit in dem Beschluss, der Propaganda Fide den Dienst und die Sorge zugunsten der neuen Kirchen anvertraut zu haben, und zwar nicht nur, was die rein kirchlichen Aspekte angeht, sondern auch bei der Unterst&amp;uuml;tzung der P&amp;auml;pstlichen Missionswerke, jenem Netzwerk konkreter Hilfen, das wir der Intuition von Paolina Jaricot zu verdanken haben, jener verehrungsw&amp;uuml;rdigen Gl&amp;auml;ubigen, die vor 150 Jahren auf den Stra&amp;szlig;en von Lyon in Armut gestorben ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;Kann man die Verbreitung des Glaubens mit einer kulturellen und religi&amp;ouml;sen Expansionsstrategie vergleichen? &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Die Dynamik der Evangelisierung ist die, die von Christus selbst kommt. Er, der vom Vater gesandt wurde, hat seine J&amp;uuml;nger ausgesandt, um das Evangelium zu verk&amp;uuml;nden &amp;ndash; zuerst zu zweit, und dann, indem er ihnen diesen Auftrag vor seiner Himmelfahrt in F&amp;uuml;lle und in definitiver Form erteilte. Expansionsstrategien haben mit einer Logik des Marktes oder der Politik zu tun. Die interne Dynamik des Glaubens dagegen kann damit nicht verglichen werden. Das zeigen uns die Evangelien: als die ersten J&amp;uuml;nger Jesus begegneten, baten sie ihn nur darum, bei ihm bleiben, ihn kennenlernen, ihm zuh&amp;ouml;ren zu d&amp;uuml;rfen: &amp;bdquo;Meister, wo wohnst du?&amp;ldquo;. &amp;bdquo;Kommt und seht&amp;ldquo;. Und da sind sie bei ihm geblieben. Dahinter steckte keine Strategie, kein Expansionsgedanke, sondern einfach nur der Wunsch, ihn kennenzulernen, weil niemand so von Gott sprach wie er. Evangelisieren ist anstrengend. Das wusste Paulus nur allzu gut, und das wissen auch unsere Missionare. Die Evangelisierung fordert jedes Jahr einen hohen Blutzoll, aber unseren Missionaren wird der Trost Gottes zuteil &amp;ndash; wie dereinst dem Paulus, dem der Herr, nach vielen Verfolgungen, im Traum erschien und sagte: &amp;bdquo;Hab Mut! Denn so wie du in Jerusalem meine Sache bezeugt hast, sollst du auch in Rom Zeugnis ablegen&amp;ldquo; (&lt;em&gt;Apg&lt;/em&gt; 23, 11).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;Als Pr&amp;auml;fekt der Propaganda Fide haben Sie erneut mit der Situation der Kirche in China zu tun. Die Regierungsorgane wollen weiter die Kontrolle &amp;uuml;ber die Bischofsernennungen. Wie kann man dieses Problem angehen?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Man muss von dem irrigen Gedanken abkommen, dass ein Bischof ein Funktion&amp;auml;r sei. Wenn man von dieser Logik nicht abkommt, bleibt alles auch weiterhin von einer politischen Sicht beeinflusst. Wenn man Funktion&amp;auml;r einer Partei oder einer Regierung werden will, muss man bestimmte Kriterien erf&amp;uuml;llen. Die, die die Wahl eines Bischofs betreffen, sind anders. Und diese Besonderheit muss respektiert werden. Was wir &amp;uuml;berall fordern &amp;ndash; nicht nur in China &amp;ndash; ist, dass die Bisch&amp;ouml;fe gute Bisch&amp;ouml;fe sind; Bisch&amp;ouml;fe, die des Amtes, das ihnen &amp;uuml;bertragen wird, w&amp;uuml;rdig sind. Dass sie also M&amp;auml;nner Gottes sind und f&amp;auml;hig, das Leben ihrer Teilkirche im Blick zu behalten, um die Br&amp;uuml;der im Glauben zu st&amp;auml;rken und Priester zu weihen im Glauben und in der Gnade Gottes. Dazu bedarf es besonderer spiritueller Eigenschaften, einer psychologischen Reife, die auch Ausgeglichenheit und Umsicht beinhaltet. Auch bei der Wahl der Bisch&amp;ouml;fe in China sind das die Kriterien, die dem Heiligen Stuhl am Herzen liegen. Nat&amp;uuml;rlich stets in dem Wissen darum, dass auch die Bisch&amp;ouml;fe B&amp;uuml;rger ihres Landes und als solche ihrer Heimat zu Loyalit&amp;auml;t verpflichtet sind &amp;ndash; dass sie also dem Kaiser geben m&amp;uuml;ssen, was des Kaisers ist, allerdings nicht zu Lasten dessen, was Gottes ist. Als Nachfolger der Apostel m&amp;uuml;ssen sie der Lehre der Kirche in allem treu sein. Das ist kein &amp;bdquo;Befehl&amp;ldquo; des Papstes, sondern in erster Linie etwas, das alle Gl&amp;auml;ubigen wollen. Die Gl&amp;auml;ubigen sind es, die konkret beurteilen k&amp;ouml;nnen, ob ihre Bisch&amp;ouml;fe ihres Amtes w&amp;uuml;rdig und daf&amp;uuml;r geeignet sind: sie lieben sie, oder sie grenzen sie aus. Das kostbare Gut, das dem Papst und den Bisch&amp;ouml;fen Chinas am Herzen liegt, das der Herr von uns verlangt, ist die Seelsorge f&amp;uuml;r das Volk Gottes, das in China &amp;uuml;ber einen au&amp;szlig;ergew&amp;ouml;hnlichen &lt;em&gt;sensus fidei&lt;/em&gt; verf&amp;uuml;gt, den Jahre der Leiden gel&amp;auml;utert haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;img alt=&quot;Benedikt XVI. und Kardinal Filoni bei der Audienz für die Nationaldirektoren der Päpstlichen Missionswerke (Sala Clementina,  11. Mai 2012). [© Osservatore Romano]&quot; src=&quot;http://www.30giorni.it/upload/articoli_immagini_interne/64-04-012.jpg&quot; style=&quot;float: left; margin-top: 3px; margin-bottom: 3px; width: 325px; height: 250px;&quot; /&gt;&lt;strong&gt;Welche Aufgabe hat der Heilige Stuhl der Kirche in China gegen&amp;uuml;ber? &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Die Kirche ist eine konkrete Gemeinschaft, keine hierarchische Struktur, in der es nur darum geht, Befehle weiterzuleiten, die von oben kommen. Das Lehramt hat nicht die Aufgabe, gewisse Ideen oder &amp;Uuml;berzeugungen des Papstes oder der Bisch&amp;ouml;fe zu bekr&amp;auml;ftigen. Seine eigentliche Funktion ist das &lt;em&gt;salus animarum&lt;/em&gt;, das Gottesvolk im Glauben und in der Treue Christus gegen&amp;uuml;ber zu best&amp;auml;tigen; in Gemeinschaft mit der ganzen Kirche zu leben, in Treue zum Papst. In China, wie auch andernorts, muss man eingreifen, wenn es Schwierigkeiten gibt, und &amp;ndash; sofern n&amp;ouml;tig &amp;ndash; korrigieren. Aber auch dabei trifft niemand allein Entscheidungen. Da ist die Mitwirkung der Gl&amp;auml;ubigen, der Konsens der Priester und der Bisch&amp;ouml;fe. Die Kirche lebt in dieser Welt und schreitet in der Geschichte voran. Es ist von wesentlicher Bedeutung, dass die Bisch&amp;ouml;fe, die Priester, die Ordensleute und die Gl&amp;auml;ubigen dem Apostolischen Stuhl auch bei den Beziehungen zu den zivilen und politischen Realit&amp;auml;ten helfen und Beurteilungskriterien liefern. Der Nachfolger Petri darf nicht von den Bisch&amp;ouml;fen, die Priester d&amp;uuml;rfen nicht von den Bisch&amp;ouml;fen getrennt werden, sondern es gilt, die Einheit des Gottesvolkes zu erhalten. Hier kommen wir wieder zu einem Satz der Konzilskonstitution &lt;em&gt;Lumen gentium&lt;/em&gt;: wenn die Kirche Gottesvolk und Leib Christi ist, kann man die Elemente, die sowohl zu ihrer Tradition als auch ihrer lebendigen Wirklichkeit geh&amp;ouml;ren, nicht in Kontrast zueinander stellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;Benedikt XVI. hat das Jahr des Glaubens ausgerufen. Wie werden Sie und Ihr Dikasterium auf diese Perspektive reagieren, die der Papst der ganzen Kirche vorgeschlagen hat? &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Als Kongregation sehen wir das Jahr des Glaubens in der Perspektive der Erstverk&amp;uuml;ndigung. Und wir glauben, dass das Jahr des Glaubens vor allen Dingen ein Jahr ist, in dem wir f&amp;uuml;r den Glauben beten, also den Herrn um das Geschenk seiner selbst bitten m&amp;uuml;ssen. Ohne das w&amp;uuml;rden auch unsere Werke, das Netz von Hilfswerken auf der ganzen Welt, besonders die missionarischen, ihre Daseinsberechtigung verlieren. Wir haben daher an ein kleines, konkretes Zeichen gedacht: wir werden einen einfachen Rosenkranz ausgeben, in dem die Perlen zwischen den einzelnen Ges&amp;auml;tzen verschiedene Farben haben &amp;ndash; ein Symbol f&amp;uuml;r die 5 Kontinente und daf&amp;uuml;r, dass diese Rosenkranzges&amp;auml;tze besonders dem Bereich der Evangelisierung und des Glaubens in diesen Kontinenten (wei&amp;szlig; f&amp;uuml;r Europa, rot f&amp;uuml;r Amerika, gelb f&amp;uuml;r Asien, blau f&amp;uuml;r Ozeanien und gr&amp;uuml;n f&amp;uuml;r Afrika) gewidmet sind. Wir werden ihn auf der ganzen Welt ausgeben und auch &amp;uuml;ber das Internet daf&amp;uuml;r werben. So kann jeder f&amp;uuml;r die Verk&amp;uuml;ndigung des Evangeliums auf jedem Kontinent zur Mutter Jesu beten. Hier f&amp;auml;llt mir das wieder ein, was Maria in Kana in Galil&amp;auml;a zu den Knechten sagte: &amp;bdquo;Tut, was er euch sagt&amp;ldquo;. Wenn wir auf diese Aufforderung h&amp;ouml;ren, k&amp;ouml;nnen wir gewiss sein, dass der Herr seiner Kirche den guten Wein des Glaubens f&amp;uuml;r die ganze Welt nicht vorenthalten wird.&lt;/p&gt;
</description>
            <author>Interview mit Kardinal Fernando Filoni von Gianni Valente</author>
        </item>
        <item>
            <title>
	R&amp;uuml;ckbesinnung auf den heiligen Augustinus
</title>
            <link>http://www.30giorni.it/articoli_id_78497_l5.htm</link>
            <description>&lt;p&gt;
	&amp;bdquo;Wenn wir nicht das Geschenk der Gnade von neuem annehmen, sind wir au&amp;szlig;erstande, die passenden Antworten zu geben; wir k&amp;ouml;nnen die Menschen nicht f&amp;uuml;r das Evangelium gewinnen, wenn wir selbst nicht als erste zu einer tiefen Gotteserfahrung zur&amp;uuml;ckkehren.&amp;ldquo; Das sagte Benedikt XVI. am 24. Mai bei der Vollversammlung der italienischen Bisch&amp;ouml;fe. W&amp;auml;hrend sich das Jahr des Glaubens n&amp;auml;hert, verpasst der Nachfolger Petri keine Gelegenheit, uns das nahezulegen, was ihm mehr als alles andere am Herzen liegt. Es sind Zeiten der Konfusion, in denen wir auf jedem Fall &amp;bdquo;dankbar daf&amp;uuml;r sein sollten, dass auch auf einem oft unfruchtbaren Boden gutes Korn aufgegangen ist&amp;ldquo;. Zeiten, in denen auch das kirchliche Tagesgeschehen folgende Worte Jesu klarer und leuchtender aufscheinen l&amp;auml;sst: &amp;bdquo;Ohne mich k&amp;ouml;nnt ihr nichts tun&amp;ldquo; (&lt;em&gt;Joh&lt;/em&gt; 15, 5). &amp;bdquo;Ich bin bei euch alle Tage, bis ans Ende der Welt&amp;ldquo; (&lt;em&gt;Mt&lt;/em&gt; 28, 20).Das war der Rahmen, in dem Monsignore Francesco Moraglia sein Amt als neuer Patriarch von Venedig angetreten hat. Die Antworten, die er in dem nachfolgenden Interview gegeben hat, helfen dabei, das Jahr des Glaubens als eine g&amp;uuml;nstige Gelegenheit zu betrachten, ohne das Risiko einer kirchlichen &amp;bdquo;Nabelschau&amp;ldquo;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;img alt=&quot;Der neue Patriarch von Venedig Francesco Moraglia bei der Amtsübernahme vom 25. März 2012. [© Federico Roiter] &quot; src=&quot;http://www.30giorni.it/upload/articoli_immagini_interne/48-04-012.jpg&quot; style=&quot;float: left; margin-top: 3px; margin-bottom: 3px; width: 325px; height: 270px;&quot; /&gt;&lt;strong&gt;Bei seiner Reise nach Portugal sagte Benedikt XVI.: &amp;bdquo;Oft sorgen wir uns m&amp;uuml;hevoll um die sozialen, kulturellen und politischen Auswirkungen des Glaubens und nehmen dabei als selbstverst&amp;auml;ndlich an, dass dieser Glauben auch vorhanden ist, was leider immer weniger der Wirklichkeit entspricht&lt;/strong&gt;.&amp;ldquo;&lt;strong&gt;Dann hat er ein Jahr des Glaubens ausgerufen. Was wollte uns der Papst damit sagen?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	FRANCESCO MORAGLIA: Mit der Ausrufung des Jahres des Glaubens wollte der Heilige Vater auf das hinweisen, was schon immer &amp;ndash; und somit auch heute &amp;ndash; die grundlegende Realit&amp;auml;t des Lebens der Gl&amp;auml;ubigen und der Kirche ist: der Glaube.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Gerade die Vorstellung, die man vom Glauben hat, bestimmt die daraus resultierende Art und Weise, das Christentum zu verstehen. Und da der Glaube der Beginn des christlichen Lebens ist, gilt f&amp;uuml;r den Glauben das, was der Evangelist Markus &amp;uuml;ber das Gleichnis vom S&amp;auml;mann sagt: wenn ihr das nicht versteht, wie sollt ihr dann alle anderen Gleichnisse verstehen? Kurzum: gem&amp;auml;&amp;szlig; der Vorstellung, die wir vom Glauben haben, entsteht und entwickelt sich eine Art von Christentum oder eine andere.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;Die Journalisten schreiben, dass dieses Jahr dazu diene, den Glauben &amp;bdquo;wiederzubeleben&amp;ldquo;. Aber liegt das auch wirklich in unserer Macht? Sind wir &amp;ndash; die Kirche, der Papst, die Gl&amp;auml;ubigen &amp;ndash; wirklich die Urheber unseres Glaubens?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Die Kirche, der Papst, die Gl&amp;auml;ubigen und auch die Theologen sind nicht der Grund des Glaubensbekenntnisses und des Lebens der Gl&amp;auml;ubigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Wir m&amp;uuml;ssen daher aufpassen, was wir sagen. Im menschlichen und kirchlichen Bereich kommt der Sprache eine grundlegende Bedeutung zu, und wenn man nun von der Kirche nur oder haupts&amp;auml;chlich im Sinne von Planung spricht, oder die Evangelisierung auf eine Frage der Sprache reduziert, f&amp;uuml;hrt das unweigerlich dazu, dass man meint, letzten Endes st&amp;uuml;nden die Menschen am Ursprung des Glaubensaktes. So wird alles auf ein menschliches Produkt reduziert. Genau genommen ist aber gerade das, pastoral gesagt, die &amp;Uuml;bernahme des Denkensdes Pelagius. Meiner Meinung nach m&amp;uuml;sste heute mehr denn je der Name des Augustinus erklingen, zu dessen Schule wir alle &amp;ndash; Seelenhirten und Gl&amp;auml;ubige &amp;ndash; zur&amp;uuml;ckkehren m&amp;uuml;ssen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Um wieder auf Ihre Frage zur&amp;uuml;ckzukommen: die Kirche, der Papst und die Gl&amp;auml;ubigen k&amp;ouml;nnen den Glauben wiederbeleben, vor allem, indem sie ihn mit neuer Kraft in den Mittelpunkt des kirchlichen Lebens stellen, ihn als eine Methode f&amp;uuml;r das Leben vorschlagen, oder besser: als Ernstfall des Christen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;Wie beginnt der Glaube? Kann er das Resultat eines Bildungsplans sein, der den religi&amp;ouml;sen Sinn im Menschen weckt? &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Ich beschr&amp;auml;nke mich darauf zu sagen, dass der Glaube, der das Ziel der Gnade ist, reines Geschenk ist! Ich w&amp;uuml;rde nie wollen, dass man, vor allem im derzeitigen Kontext, die Kraft dieser Aussage abschw&amp;auml;cht, was &amp;ndash; wie ich bereits gesagt habe &amp;ndash; dazu f&amp;uuml;hrt, den Glauben in allzu menschliche Begriffe zu fassen. Gewiss, der Begriff: Der Glaube ist reine Gnade, muss in dem Sinne verstanden werden, dass uns der Glaube stets auf eine menschliche Weise angeboten wird, die unsere Freiheit auf den Plan ruft und niemals von ihr als unserer Verantwortung absehen kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;Wie erh&amp;auml;lt und n&amp;auml;hrt man den Glauben, wie l&amp;auml;sst man ihn wachsen? Was kann man tun, um ihn nicht zu verlieren? Ist es eine Frage der Ausdauer? &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Den Glauben erh&amp;auml;lt man, indem man ihn einfach nur Tag f&amp;uuml;r Tag in der Gemeinschaft der Kirche lebt; Tag f&amp;uuml;r Tag wird er also gen&amp;auml;hrt und w&amp;auml;chst, zur Welt des Glaubens geh&amp;ouml;rend und jeden Tag die Wahl des Glaubens erneuernd. Mit anderen Worten: indem wir uns vom Glauben tragen lassen und nicht vergessen, dass &amp;ndash; im konkreten Leben &amp;ndash; f&amp;uuml;r den Christen alles Geschenk ist. Gewiss, indem wir uns als Gesch&amp;ouml;pfe erkennen und uns dar&amp;uuml;ber freuen, solche zu sein; indem wir uns in der eigenen Person und in der eigenen Geschichte als Teil eines Ganzen erkennen, eines Projekts, das uns stets zuvorkommt und begleitet, ist diese Gnade sozusagen am Wirken. Besonders hervorgehoben wird das, wenn Benedikt XVI. in &lt;em&gt;Porta fidei&lt;/em&gt; sagt: &amp;bdquo;Der Glaube w&amp;auml;chst, wenn er als Erfahrung einer empfangenen Liebe gelebt und als Erfahrung von Gnade und Freude vermittelt wird &amp;hellip;&amp;ldquo;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;Wenn man vom Glauben spricht, erscheinen die Verweise auf den Heiligen Geist, auf die Gnade, auf Jesus manchmal wie rituelle Formeln, obligate Voraussetzungen des &amp;bdquo;Kirchen- Jargons&amp;ldquo;, um dann zum &amp;bdquo;wahren Thema&amp;ldquo; &amp;uuml;berzugehen, wo der Akzent auf der Strategie liegt, auf der Formel, die man anzunehmen hat, auf dem uns anvertrauten Bildungsplan. &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Manchmal kommt es vor, dass diese Verweise fast schon der Sprache jener entleert sind, die sich doch Christen nennen! Und dann fehlen auch die Grundlagen des Lebens als Getaufte. Das Ganze wird noch schlimmer, wenn wir daran denken, dass die Sprache die h&amp;ouml;chste Ausdrucksform der Kultur einer Person ist; in einer gewissen Katechese ist man z.B. vom Bekennen Jesu, des Erl&amp;ouml;sers, zu Jesus &amp;uuml;bergegangen, der als Lehrmeister verstanden wird, dann als Freund, und schlie&amp;szlig;lich als geistliche Kraft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Aber wenn der Glaube, der im Leben der Personen und der Kirche vor allen Dingen Geschenk und Erf&amp;uuml;llung ist, dieser seiner Dimension entleert wird, und dann alles dazu tendiert, pastorale Planung und menschliches Konstrukt zu sein; wenn man den Geist in Organisatorisches einzw&amp;auml;ngt, dann wird auch das Heil ein Fakt reiner theologischer Planung und pastoraler Organisation.Man k&amp;ouml;nnte hier noch viele Beispiele nennen; ich m&amp;ouml;chte mich aber nur auf einige wenige im Bereich der liturgischen Feiern beschr&amp;auml;nken: den kreativen &amp;Uuml;bereifer und einen gewissen Protagonismus der Gottesdienstgemeinde gegen&amp;uuml;ber.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;In vielen Reden wird der Glaube &lt;em&gt;ex contrario&lt;/em&gt; dargestellt, als w&amp;auml;re seine Bekr&amp;auml;ftigung vor allem eine Antwort auf Tendenzen und kulturelle Str&amp;ouml;mungen der Modernit&amp;auml;t, in der wir leben. Was halten Sie von diesem Ansatz? Tendiert der Glaube zur kulturellen Widerlegung des Nicht-Glaubens? &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Ja, diese Gefahr besteht tats&amp;auml;chlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Der Glaube muss vor allen Dingen sich selber treu sein, also Jesus Christus verk&amp;uuml;nden, und ihn gut verk&amp;uuml;nden, ihn allen verk&amp;uuml;nden, und zwar auf eine verst&amp;auml;ndliche Weise, angefangen &amp;ndash; wie uns &lt;em&gt;Dei Verbum&lt;/em&gt; lehrt &amp;ndash; beim von der Kirche vermittelten Wort Gottes.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Die Kritik, die in einer gewissen einschl&amp;auml;gigen Literatur laut wurde, lief darauf hinaus, dass man sich von bestimmten &amp;bdquo;Fragen&amp;ldquo; vereinnahmen lie&amp;szlig;, die man eigentlich h&amp;auml;tte verwerfen sollen und die letztendlich nichts anderes getan haben als die Glaubenswahrheiten, die man verk&amp;uuml;ndigen wollte, zu verk&amp;uuml;rzen oder sogar zu verzerren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;Was kann man f&amp;uuml;r das Jahr des Glaubens konkret tun? Initiativen ergreifen? Reden halten?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Der Glaube ist die Antwort auf eine Person &amp;ndash; die Person Jesu Christi &amp;ndash;; und so sind die Reden, die Konferenzen, die Studientagungen allein unzureichend angesichts der menschlich-g&amp;ouml;ttlichen Realit&amp;auml;t des Glaubens; sie w&amp;auml;ren unzureichend, wenn der Glaube allein auf menschlicher Ebene anzusiedeln w&amp;auml;re, wenn er eine rein ethische Entscheidung oder eine philosophische These w&amp;auml;re. Der Glaube dagegen will gepflegt und in seiner sakramentalen, bzw. menschlichen und g&amp;ouml;ttlichen Realit&amp;auml;t gelebt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Ich bin daher &amp;uuml;berzeugt davon &amp;ndash; um nur ein Beispiel zu nennen &amp;ndash;, dass eine intensivere und &amp;uuml;berzeugtere Teilhabe und Bildung zur liturgischen Feier seitens des Gottesvolkes &amp;ndash; Seelenhirten und Gl&amp;auml;ubige &amp;ndash; angesichts einer erneuerten Sicht der Liebe zu Gott und zum N&amp;auml;chsten ein angemessener Vorschlag w&amp;auml;re, ein guter Ausgangspunkt im Hinblick auf das Jahr des Glaubens.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Es geht also, wie ich wiederhole, darum, die ganze kirchliche Gemeinde in das Osterereignis Christi miteinzubeziehen &amp;ndash; Tod/Auferstehung &amp;ndash; ; auf diese Weise werden wir direkt dem Zentrum des Heilsereignisses zugef&amp;uuml;hrt, das nur im Glauben erfasst werden kann; das Herz des eucharistischen Aktes wird als &lt;em&gt;Mysterium fidei&lt;/em&gt; verstanden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;img alt=&quot;Jesus und die Samariterin, Detail der Mosaike im Markusdom in Venedig.&quot; src=&quot;http://www.30giorni.it/upload/articoli_immagini_interne/50-04-012.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin-top: 3px; margin-bottom: 3px; width: 325px; height: 235px;&quot; /&gt;&lt;strong&gt;Wenn der Glaube am Beginn und bei jedem Schritt des Weges ein Geschenk der Gnade ist, was bedeutet das dann f&amp;uuml;r die Kirche, f&amp;uuml;r ihre Form und ihre Dynamiken? &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Es bedeutet vielerlei. Ich m&amp;ouml;chte nur einen Aspekt nennen, der meiner Meinung nach zu einem besseren Verst&amp;auml;ndnis verhilft: den Gebrauch des Besitzwortes &amp;bdquo;unser&amp;ldquo; vor dem Substantiv Kirche; damit bezeugt man N&amp;auml;he, Zuneigung, Sympathie der Kirche gegen&amp;uuml;ber. Man darf aber nicht vergessen, es mit einem anderen Ausdruck zusammen zu sagen: &amp;bdquo;Seine&amp;ldquo; Kirche. Es besteht die Gefahr, dass wir die Braut Christi als unser &amp;bdquo;Gesch&amp;ouml;pf&amp;ldquo; betrachten, als eine Sch&amp;ouml;pfung des Menschen, ein von uns geschaffenes Produkt, eine menschliche Erfindung, die wir letztendlich gerade, weil sie die &amp;bdquo;unsrige&amp;ldquo; ist, immer wieder neu schaffen und niederrei&amp;szlig;en k&amp;ouml;nnen, ganz nach Belieben. Dabei ist die Kirche in erster Linie Seine Kirche, bzw. die Kirche Christi, der gem&amp;auml;&amp;szlig; der sch&amp;ouml;nen patristischen Symbolik der ersten Jahrhunderte &amp;ndash; die dann im Mittelalter wieder aufgegriffen wurde &amp;ndash; die Sonne ist, w&amp;auml;hrend sich die Kirche als &lt;em&gt;mysterium lunae&lt;/em&gt; darbietet und vollkommen von der Sonne erhellt wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;Manchmal, auch in unserer j&amp;uuml;ngsten kirchlichen Aktualit&amp;auml;t, scheint sich diese Wahrnehmung des Ausgangspunktes der Kirche f&amp;uuml;r viele Christen in einer Art Umkehrung zu verdunkeln: vom Widerschein der Gegenwart Christi geht man dazu &amp;uuml;ber, das kirchliche Gef&amp;uuml;ge als eine Realit&amp;auml;t zu sehen, die darum bem&amp;uuml;ht ist, sich ihre Pr&amp;auml;senz in der Geschichte selbst zu bescheinigen. Und dieses Selbst-Bescheinigung wird dargestellt als eine Art und Weise, die Glaubw&amp;uuml;rdigkeit des Christentums zu &amp;bdquo;demonstrieren&amp;ldquo;. Wozu kann diese Dynamik f&amp;uuml;hren?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Wenn man aus den Augen verliert, dass das christliche Ereignis etwas Reales und Historisches ist, das Fleisch und Blut betrifft, dann f&amp;uuml;hrt uns diese Tatsache zu einer &amp;bdquo;spiritualistischen&amp;ldquo; Sicht, die nicht mehr in der Lage ist, den konkreten Menschen anzusprechen, der nun einmal aus Fleisch und Blut ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Wenn man also aus den Augen verliert, dass die Kirche Leib Christi ist, dann wird die Kirche auf der Suche nach ihrer Legitimation und Bekr&amp;auml;ftigung sein und selbstbezogen werden. Denken wir an die beiden Emmaus-J&amp;uuml;nger, die den Auferstandenen nicht wahrnehmen und weiter von ihren Problemen sprechen, von ihrer Traurigkeit, und denen es nicht gelingt, offen zu sein f&amp;uuml;r ihn und ihn zu sehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Das ist das stets m&amp;ouml;gliche Drama der Selbstbezogenheit der Kirche, das soviel bedeutet wie: Verlust ihrer sakramentalen Identit&amp;auml;t. Die Kirche ist, wie uns das das Zweite Vatikanische Konzil in Erinnerung ruft, &lt;em&gt;Lumen gentium&lt;/em&gt;; sie ist Sakrament Christi und so ist das Schwinden dieser Realit&amp;auml;t keinesfalls bedeutungslos.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;In &amp;auml;hnlicher Weise scheint es manchmal, als w&amp;uuml;rde die Absicht, den Glauben in der Welt zu bezeugen, au&amp;szlig;ergew&amp;ouml;hnlichen, ja sogar spektakul&amp;auml;ren Initiativen &amp;uuml;berlassen bleiben.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Diesen Weg einzuschlagen bedeutet aber, in Kontrast zu dem zu stehen, was Jesus im Evangelium gesagt und getan hat, und zwar mit der Realit&amp;auml;t des menschlichen Lebens, das aus allt&amp;auml;glichen Gesten gemacht ist. Auf diese Weise w&amp;uuml;rde sich die Kirche selbst eliminieren; man lebt n&amp;auml;mlich nicht von au&amp;szlig;ergew&amp;ouml;hnlichen, sondern von gew&amp;ouml;hnlichen Dingen: den Dingen des Alltags; das Evangelium ist nicht f&amp;uuml;r wenige Auserw&amp;auml;hlte. Im Gegenteil: es ist eine Frage des Heils an einem jeden Tag und f&amp;uuml;r einen jeden Menschen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;Der Beginn des Jahrs des Glaubens f&amp;auml;llt mit dem 50. Jahrestag der Er&amp;ouml;ffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils zusammen. Einige schreiben diesem Ereignis die Glaubenskrise zu, ja gehen sogar soweit, es als Ursache des R&amp;uuml;ckgangs des Christentums und als Werkzeug des Eindringens eines nicht-katholischen Denkens in die Kirche zu sehen. Stimmt das?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Ich habe meine Priesterweihe 1977 empfangen, kann also sagen, theologisch und als Priester nach dem gro&amp;szlig;en kirchlichen Ereignis des Zweiten &amp;Ouml;kumenischen Vatikanischen Konzils gewachsen zu sein. Wenn wir die Konzilstexte lesen, wenn wir ihren Geist interpretieren ausgehend vom Buchstaben und nicht gegen den Buchstaben, wenn wir uns nicht zu Behauptungen aufschwingen wie &amp;bdquo;aus Treue zum Konzil m&amp;uuml;ssen wir &amp;uuml;ber das Konzil hinausgehen&amp;ldquo; (ein Satz, in dem jeder das finden kann, was ihm von Mal zu Mal beliebt), dann kommen wir nicht umhin, das Konzil als eine wahre Gnade f&amp;uuml;r die Kirche unserer Zeit zu betrachten. Auch hier hat uns Benedikt XVI. seinenK&amp;ouml;nigsweg aufgezeigt, von der Hermeneutik der Reform in der Kontinuit&amp;auml;t gesprochen und sich von jeder Hermeneutik des Bruchs distanziert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;Schon 1967 hat Paul VI. ein Jahr des Glaubens ausgerufen, das in der Verk&amp;uuml;ndigung des &lt;em&gt;Credos des Gottesvolkes&lt;/em&gt; gipfelte. Wie haben Sie pers&amp;ouml;nlich diese Zeit erlebt, welche Erinnerung haben Sie daran? &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Ich war damals ein 14j&amp;auml;hriger Junge. Ich kann mich aber gut daran erinnern, dass in den Medien und folglich auch in der Gesellschaft das Wachstum eines Klimas des Misstrauens oder doch zumindest der Feindseligkeit der Kirche gegen&amp;uuml;ber sp&amp;uuml;rbar war. Man konnte klar erkennen, dass eine Spaltung in der Kirche herbeigef&amp;uuml;hrt werden sollte, indem man das Lehramt &amp;ndash; vor allem das des Papstes &amp;ndash; in Kontrast zu den Gl&amp;auml;ubigen stellte, die als das wahre Volk Gottes betrachtet werden. Man verga&amp;szlig;, oder wollte vergessen, dass die Konstitution &lt;em&gt;Lumen gentium&lt;/em&gt;, die vom Volk Gottes als dem Inhaber der prophetischen und charismatischen Macht spricht, Augustinus zitierend bekr&amp;auml;ftigt: &amp;bdquo;Die Gesamtheit der Gl&amp;auml;ubigen&amp;hellip;kann im Glauben nicht irren&amp;hellip; &amp;ldquo;wenn sie von den Bisch&amp;ouml;fen bis zu den letzten gl&amp;auml;ubigen Laien&amp;ldquo; (vgl. Augustinus, &lt;em&gt;De praedestinatione Sanctorum&lt;/em&gt; 14, 27: &lt;em&gt;PL&lt;/em&gt; 44, 980) den universalen Konsens in Fragen des Glaubens und der Moral zeigt&amp;ldquo;. Es waren Jahre, in denen man den Glauben der Einfachen mit einer geeigneten Katechese besser gegen die &amp;Uuml;bermacht der Experten verteidigen und begleiten h&amp;auml;tte k&amp;ouml;nnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;Das Jahr des Glaubens f&amp;auml;llt in eine Wirtschaftskrise, die auch der Wohlstandsgesellschaft arg zusetzt. Der ein oder andere wird sagen, dass man nur deshalb Zuflucht sucht im Spirituellen, um die materiellen Probleme besser ertragen zu k&amp;ouml;nnen. Was hat beispielsweise der Glaube mit dem Verlust der Arbeit zu tun, den Millionen von Menschen in Italien f&amp;uuml;rchten?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Das entspricht einer irrigen Vorstellung vom Glauben, n&amp;auml;mlich der, dass man sich nur aus Furcht vor den materiellen Dingen in den Glauben fl&amp;uuml;chtet. Dabei ist der Gl&amp;auml;ubige doch der, der zum Herrn Jesus &amp;bdquo;Ja&amp;ldquo; sagt, unabh&amp;auml;ngig davon, ob die Dinge menschlich gut oder schlecht laufen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Der Glaube betrifft nicht etwas, das kollateral zum Menschen ist. Der Mensch ist nicht schon in sich vollendet, unabh&amp;auml;ngig von seiner Beziehung zu Jesus Christus. Im Gegenteil: der Glaube ist das, was das Menschliche zur Erf&amp;uuml;llung bringt, indem es das Menschliche in seiner Besonderheit und Autonomie respektiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Das einmal gesagt, unterst&amp;uuml;tzt der Glaube sicherlich auf eine besondere Weise all jene, die schwere Zeiten durchmachen und hilft ihnen, diese in einen weiteren Horizont einzuordnen. Damit h&amp;auml;lt der Glaube den Gl&amp;auml;ubigen jedoch nicht davon ab, alle Schritte zu tun, die er menschlich gesehen tun muss und kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	In einer Geschichte, die in Kirchenkreisen die Runde machte, ist von einem Schiff die Rede, das am Sinken ist und in dem der Kapit&amp;auml;n den Befehl gibt: &amp;bdquo;Atheisten an die Pumpen, Gl&amp;auml;ubige zum Beten!&amp;ldquo;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;Genua ist die Stadt, in der Sie geboren wurden und aufgewachsen sind. Sie sind heute Patriarch von Venedig. Gibt es etwas, das den Glauben der &amp;bdquo;Meeresv&amp;ouml;lker&amp;ldquo; kennzeichnet?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Ja, die Liebe zu unserer Geschichte und die Verbundenheit mit den Wurzeln, das Anh&amp;auml;ngen an Erinnerungen und Traditionen, der Wert, den man der Volksfr&amp;ouml;mmigkeit beimisst und den Sinn des Lebens als Reise versteht, von einem Ziel zum anderen. Eine gro&amp;szlig;e Offenheit der Zukunft und den anderen gegen&amp;uuml;ber also. Auf der anderen Seite vereint das Meer Ufer verschiedener L&amp;auml;nder und Kontinente, macht aber auch die Kommunikation unter den Menschen, den wirtschaftlichen und vor allem den kulturellen Austausch m&amp;ouml;glich. Und schlie&amp;szlig;lich vereint uns nat&amp;uuml;rlich das Meer: gerade weil es immens ist, wird es zum Symbol Gottes und seiner Unendlichkeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;img alt=&quot;Der neue Patriarch von Venedig Francesco Moraglia bei der Amtsübernahme vom 25. März 2012. [© Federico Roiter]&quot; src=&quot;http://www.30giorni.it/upload/articoli_immagini_interne/83-04-012.jpg&quot; style=&quot;width: 325px; height: 256px; float: left; margin-top: 3px; margin-bottom: 3px;&quot; /&gt;&lt;strong&gt;Und was w&amp;uuml;rden Sie &amp;uuml;ber Ihren Glauben sagen? Wie ist er entstanden? Welche Ereignisse und Begegnungen haben ihn gen&amp;auml;hrt? &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Mein Glaube, als Bejahung der geglaubten Realit&amp;auml;ten, ist immer noch derselbe wie damals, als ich mich auf die Erstkommunion vorbereitete und Ministrant war. Und das ist meiner Meinung nach etwas Wundersch&amp;ouml;nes, weil es wieder einmal die Wahrheit des Evangeliums zum Ausdruck bringt: Die Aufforderung Jesu: lasset die Kinder zu mir kommen. So scheint der Glaube so auf, wie er wirklich ist &amp;ndash; f&amp;uuml;r alle: Kinder und Erwachsene, Einfache und Gebildete, Reich und Arm. Hier tut sich die ganze &amp;bdquo;Demokratie&amp;ldquo; des Glaubens auf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Die Art und Weise, wie man also &amp;bdquo;Ja&amp;ldquo; sagt, betrifft nicht die Substanz des Glaubensaktes, der wie gesagt &amp;ndash; in der Gnade &amp;ndash; ein &amp;bdquo;Ja&amp;ldquo;-Sagen zum Geheimnis ist, und keine kulturelle Ausarbeitung. Gerade deshalb betreffen die verschiedenen und vielen Arten, &amp;bdquo;ja&amp;ldquo; zu sagen auch nicht den Glauben selber, bzw. das erl&amp;ouml;sende&amp;bdquo;Ja&amp;ldquo;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;Wie sollen wir das Jahr des Glaubens leben?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Wir sollen den Glauben in seinen typischen Charakteristiken wiederentdecken und jede m&amp;ouml;gliche Verk&amp;uuml;rzung und Verzerrung &amp;uuml;berwinden. Die Gefahr liegt darin, eine intellektuelle oder sentimentale Realit&amp;auml;t daraus zu machen, sie nicht l&amp;auml;nger als Heilsereignis wahrzunehmen, das zur Erf&amp;uuml;llung der Menschheit f&amp;uuml;hrt. Der Mensch allein kann es nicht schaffen, und der Glaube erlaubt ihm, seine Menschheit in F&amp;uuml;lle zu leben; der Glaube vervollst&amp;auml;ndigt das, was die Gesch&amp;ouml;pflichkeit nur erahnt und vorank&amp;uuml;ndigt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Daher ist die Methode, die Jesus den Seinen vorschlug, als er sie zum Apostolat rief, auch von grundlegender Bedeutung. Auf die Frage: Meister, wo wohnst du? antwortet Jesus mit der Aufforderung, ihm nachzufolgen. Auch wir m&amp;uuml;ssen am Beginn dieses Jahrs des Glaubens zun&amp;auml;chst einmal das kirchliche Leben als Nachfolge Christi wiederentdecken. Es geht darum, nicht nur in der Kirche zu leben, sondern &amp;ndash; wie Romano Guardini vor fast einem Jahrhundert gesagt hat &amp;ndash; die Kirche. Und um das zu tun, ist es grundlegend, dass wir uns auf ein authentischeres Gebet konzentrieren &amp;ndash; besonders auf das liturgische &amp;ndash; und auch die dem&amp;uuml;tige Geste der Pilgerfahrt wiederentdecken, Zeichen des gemeinsamen Weges auf das Ziel zu, das der Herr Jesus ist, Anfang und Erf&amp;uuml;llung unseres Glaubens.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;Papst Luciani, der ebenfalls Patriarch von Venedig war, hielt als Papst seine ersten Katechesen zum Thema Glaube, Hoffnung und Liebe. Wie kann sein Beispiel zur F&amp;ouml;rderung der pastoralen T&amp;auml;tigkeit anregen?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Wir begehen dieses Jahr den 100. Jahrestag seiner Geburt und werden versuchen, ihn auf eine w&amp;uuml;rdige Weise zu feiern. Einige haben ihn als zu streng betrachtet, als jemanden, der dem Papst und seinem Lehramt allzu treu ist. In Wahrheit hat er bis zum Schluss versucht, die Dinge zusammenzuf&amp;uuml;gen und L&amp;ouml;sungen f&amp;uuml;r die Probleme zu finden. Mehr als 30 Jahre nach seinem Tod ist Luciani den Gl&amp;auml;ubigen nach wie vor in lebendiger Erinnerung geblieben. Die Venezianer &amp;ndash; ganz gleich ob zu Meer oder zu Land &amp;ndash; denken mit Dankbarkeit und Sympathie an die Zeit zur&amp;uuml;ck, als er ihr Patriarch war. Sie erinnern sich an ihn als einen Mann Gottes, einen Hirten, der Spuren im Volk hinterlassen hat, auch mit der Konkretheit seiner Predigten und mit seiner F&amp;auml;higkeit, sich mit den anderen auszutauschen und ihnen zuzuh&amp;ouml;ren.&lt;/p&gt;
</description>
            <author>Interview mit dem Patriarchen von Venedig, Francesco Moraglia von Gianni Valente</author>
        </item>
        <item>
            <title>
	Den Papst beim Beten gesehen zu haben
</title>
            <link>http://www.30giorni.it/articoli_id_78499_l5.htm</link>
            <description>&lt;p&gt;
	&lt;img alt=&quot;Kardinal Jean-Louis Tauran mit den Studenten der Berufsschule Inter-Faith in Bokkos (Nigeria). [© Päpstlichen Rat für den interreligiösen Dialog] &quot; src=&quot;http://www.30giorni.it/upload/articoli_immagini_interne/53-04-012.jpg&quot; style=&quot;float: left; margin-top: 3px; margin-bottom: 3px; width: 325px; height: 225px;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Erst k&amp;uuml;rzlich sagte ein Professor der Universit&amp;auml;t Tunis zu seinen Studenten: &amp;bdquo;Lasst blo&amp;szlig; nicht eure F&amp;uuml;llfederhalter fallen, sonst k&amp;ouml;nnte es n&amp;auml;mlich sein, dass ihr auf einmal ein Messer in der Hand haltet!&amp;ldquo; Ein kluger Rat. Je prek&amp;auml;rer die Situation ist, desto notwendiger ist der Dialog, weil es keine Alternative gibt. Gewiss, wir Christen sind darauf bedacht, an den Schulen, Universit&amp;auml;ten und in den Krankenh&amp;auml;usern, die wir in L&amp;auml;ndern mit muslimischer Mehrheit unterhalten, die Liebe zu allen zu verk&amp;uuml;nden &amp;ndash; eine Liebe, die bedingungslos ist, keine Unterschiede macht, und unsere muslimischen Freunde sch&amp;auml;tzen das sehr. Bei meiner Arbeit in diesem P&amp;auml;pstlichen Rat kann ich Tag f&amp;uuml;r Tag eine neue Dimension entdecken, der man manchmal keine Bedeutung beimisst: unsere muslimischen Freunde respektieren Menschen, die beten. Eine gut vorbereitete und gut gefeierte Liturgie oder Eucharistie stellt ein wertvolles christliches Zeugnis dar. Ich werde nie vergessen, was mir einmal &amp;ndash; ich arbeitete damals im Staatssekretariat &amp;ndash; ein Botschafter muslimischer Religion gesagt hat, als er seinen Abschied nahm: &amp;bdquo;Nach drei Jahren Mission beim Heiligen Stuhl kann ich sagen, dass das, was mich am meisten beeindruckt hat, nicht eure Nahost-Politik oder das Prestige der Papst-Diplomatie war, sondern der Umstand, den Papst beim Beten gesehen zu haben&amp;ldquo;. Ich glaube, dass es f&amp;uuml;r uns wie eine Einladung dazu ist, stets Menschen des Glaubens zu sein und nie Furcht zu haben, das auch zu zeigen. Nat&amp;uuml;rlich gibt es manchmal Hindernisse von au&amp;szlig;en (Diskriminierung aufgrund religi&amp;ouml;ser Motive) oder auch von innen (Dummheit, S&amp;uuml;nde), die bewirken, dass unser Zeugnis nicht immer ganz so leuchtend ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Wenn wir miteinander in Dialog treten, m&amp;uuml;ssen wir klare Vorstellungen haben vom Inhalt unseres Glaubens und ein solides geistliches Profil: ein Dialog kann sich nicht auf Ambiguit&amp;auml;t st&amp;uuml;tzen. Viele junge Christen haben leider eine oberfl&amp;auml;chliche Vorstellung vom Inhalt des Glaubens. Und deshalb ist es ja auch eine so gro&amp;szlig;e Gnade, einen Papst wie Benedikt XVI. zu haben, der zu bezeugen und zu lehren versteht, dass unser Glaube nicht ein Gef&amp;uuml;hl, eine Emotion ist &amp;ndash; auch wenn es vielleicht in manchen Momenten tats&amp;auml;chlich so sein mag &amp;ndash; und ganz gewiss kein Mythos. Jesus Christus hat wirklich existiert, er lebte als Mensch unter uns Menschen; er hat zu einer bestimmten Zeit an einem geschichtlich bestimmten Ort in der Zeit gelebt, er ist gestorben und auferstanden. Papst Benedikt erz&amp;auml;hlt uns auch vom Gleichgewicht zwischen Vernunft und Glaube. In einer Predigt in Deutschland hat er gesagt: &amp;bdquo;Der Glaube ist einfach. Wir glauben an Gott &amp;ndash; an Gott, den Ursprung und das Ziel menschlichen Lebens. An den Gott, der sich auf uns Menschen einl&amp;auml;sst.&amp;ldquo; Dann aber fragte er sich: &amp;bdquo;Ist das vern&amp;uuml;nftig?&amp;ldquo;, und fuhr fort:&amp;bdquo;Wir glauben, dass das ewige Wort, die Vernunft am Anfang steht und nicht die Unvernunft&amp;ldquo; (&lt;em&gt;Heilige Messe auf dem Islinger Feld bei Regensburg&lt;/em&gt;, 12. September 2006).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Aber nicht nur Glaube und Vernunft sind wichtig &amp;ndash; auch die Freundschaft ist es. Der interreligi&amp;ouml;se Dialog ist kein Dialog unter den Religionen, sondern bedeutet, dass die Gl&amp;auml;ubigen gerufen sind, in der Welt von heute zu verk&amp;uuml;nden, dass der Mensch nicht vom Brot allein lebt. Alles beginnt mit Respekt und endet mit einer respektvollen Freundschaft. Wenn wir mit jemandem konfrontiert sind, der anders glaubt und betetals wir, dann m&amp;uuml;ssen wir uns zuerst die Zeit nehmen, ihn zu betrachten; wir m&amp;uuml;ssen versuchen, seine geistlichen Bestrebungen zu verstehen; erst danach k&amp;ouml;nnen wir das, was uns unterscheidet, und das, was uns dagegen eint, Revue passieren lassen, Und wenn es wirklich ein gemeinsames Erbe geben sollte, dann ist es an uns, es mit der uns umgebenden Gesellschaft zu teilen, weil der religi&amp;ouml;se Dialog nicht auf meine Gemeinde abzielt, sondern auf die andere, auf die meines Gespr&amp;auml;chspartners. Der Dialog ist eine Haltung der &amp;Ouml;ffnung, durch die wir gerufen sind, uns mit Taktgef&amp;uuml;hl an die Religion und die Kultur der anderen anzun&amp;auml;hern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Was hilft mir bei meiner Arbeit am meisten? Das bewundernswerte Zeugnis der Christen, das ich in den L&amp;auml;ndern im Nahen und Fernen Osten, und erst unl&amp;auml;ngst in Afrika erleben durfte. Ihre bedingungslose Treue zum Glauben, zur Kirche; die kindesgleiche Liebe, die sie f&amp;uuml;r den Papst empfinden: all das ist eine gro&amp;szlig;e Hilfe f&amp;uuml;r alle. Jesus ist dort, in diesen kleinen Gemeinschaften. Es ist dieser Glaube der Einfachen, die bereit sind, den Bischof, der ihnen seinen Besuch abstattet, in ihrer Mitte aufzunehmen und die ihn um einen Segen bitten, weil sie durch ihren intuitiven Glauben wissen, dass die Kirche eine Familie ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Gewiss, nach meiner Priesterweihe konnte ich nicht ahnen, dass ich meinen Priesterdienst damit zubringen w&amp;uuml;rde, den Dialog zu praktizieren &amp;ndash; zuerst den &amp;bdquo;diplomatischen&amp;ldquo;, heute den &amp;bdquo;interreligi&amp;ouml;sen&amp;ldquo;, auch wenn ich auf die Erinnerungsbilchen meiner Priesterweihe jene Worte hatte drucken lassen, die Paulus an die Korinther schrieb: &amp;bdquo;Wir sind also Gesandte an Christi statt, und Gott ist es, der durch uns mahnt. Wir bitten an Christi statt: Lasst euch mit Gott vers&amp;ouml;hnen! (&lt;em&gt;2Kor&lt;/em&gt; 5, 20).&amp;ldquo;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Der interreligi&amp;ouml;se Dialog hat mir &amp;ndash; wie ich gestehen muss &amp;ndash; erlaubt, meinen Glauben zu vertiefen, denn wenn ich jemanden frage, wie er seinen Glauben lebt, wei&amp;szlig; ich, dass er mir morgen dieselbe Frage stellen wird. In der pluralistischen Welt von heute werden wir immer gerufen sein zu der &amp;bdquo;Hoffnung, die uns erf&amp;uuml;llt&amp;hellip; aber stets mit Achtung und Milde&amp;ldquo;, wie Petrus mahnte (&lt;em&gt;1Pt&lt;/em&gt; 3, 15-16).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;img alt=&quot;Benedikt XVI. beim Rosenkranzgebet. [© Associated Press/LaPresse]&quot; src=&quot;http://www.30giorni.it/upload/articoli_immagini_interne/103-11-010.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin-top: 3px; margin-bottom: 3px; width: 225px; height: 389px;&quot; /&gt;Unl&amp;auml;ngst hielt ich mich in Nigeria auf, wo ich eingeladen wurde, eine Berufsschule zu besuchen, die ein Priester gegr&amp;uuml;ndet hat. Dort wurde ich von zwei jungen M&amp;auml;nnern empfangen, einem Muslim und einem Christen. Ich empfand gro&amp;szlig;e Bewunderung angesichts dieses gegenseitigen Respekts, der Freude, zusammen zu sein und auch der religi&amp;ouml;sen Dimension, die dieser Priester ihnen einzufl&amp;ouml;&amp;szlig;en verstand, ohne Relativismus und Synkretismus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Ich bin &amp;uuml;berzeugt davon, dass es nicht nur m&amp;ouml;glich ist, zusammenzuleben in unseren menschlichen Gesellschaften, die zerrissen sind von so viel Gewalt, sondern dass wir als Gl&amp;auml;ubige auch Sauerteig der Vergebung, der Bu&amp;szlig;e, der Vers&amp;ouml;hnung und des Friedens sein m&amp;uuml;ssen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Und schlie&amp;szlig;lich hat man mich des &amp;Ouml;fteren gefragt, ob &amp;bdquo;Pater Tauran&amp;ldquo; nicht Zeugnis ablegen k&amp;ouml;nnte im Rahmen seiner institutionellen Verpflichtungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	Ich wei&amp;szlig; nicht, ob mein Leben ein glaubw&amp;uuml;rdiges Zeugnis gewesen ist, doch seit meiner Weihe war ich immer von einer &amp;Uuml;berzeugung beseelt: zuerst muss ich Priester sein, ganz gleich unter welchen Umst&amp;auml;nden. Das Wichtigste f&amp;uuml;r einen Priester und auch f&amp;uuml;r die Gl&amp;auml;ubigen ist, dass unser Verhalten dergestalt ist, dass wer Jesus nicht kennt durch unser t&amp;auml;gliches Leben &amp;bdquo;erahnen&amp;ldquo; kann, dass er in unserer Mitte gegenw&amp;auml;rtig ist. Deshalb ist es ja auch so wichtig, dass die Kirche vereint und missionarisch ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	In ein paar Tagen werde ich in Rouen einen Vortrag &amp;uuml;ber Johanna von Orleans halten. Bei dieser Gelegenheit werde ich einige S&amp;auml;tze meditieren, die sie vor ihrem Tod gesagt hat. Einen davon habe ich schon am Seminar gelernt: &amp;bdquo;&lt;em&gt;Dieu fait ma route&lt;/em&gt; / Gott steckt meinen Weg ab&amp;ldquo;. Das Wichtige im Leben eines jeden Christen &amp;ndash; und das gilt noch mehr f&amp;uuml;r einen Priester oder Bischof &amp;ndash; ist es, sich seine innere Freiheit zu bewahren, damit Gott die M&amp;ouml;glichkeit hat, seinen Plan umzusetzen &amp;ndash; trotz unserer Schw&amp;auml;chen: alle Menschen in einer einzigen Familie zu vereinen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
	&lt;em&gt;(Text zus.gestellt von Giovanni Cubeddu)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
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            <author>von Kardinal Jean-Louis Tauran</author>
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