Rubriken
Aus Nr.05 - 2008


KIRCHE.

Über die Beziehung von Religion und Macht


„Da sagte Jesus zu ihm: ‚Weg mit dir, Satan! Denn in der Schrift steht: Vor dem Herrn, deinem Gott, sollst du dich niederwerfen und ihm 
allein dienen‘“ (IMt/I 4, 10).

„Da sagte Jesus zu ihm: ‚Weg mit dir, Satan! Denn in der Schrift steht: Vor dem Herrn, deinem Gott, sollst du dich niederwerfen und ihm allein dienen‘“ (IMt/I 4, 10).

Auf die Aussage Massimo D’Alemas über die Möglichkeit eines „diabolischen Paktes zwischen Kirche und Macht“ angesprochen (der eigentliche Konferenzbeitrag war vom Corriere della Sera am 26. Mai wieder aufgegriffen worden), antwortete Nicola Latorre: „Die Beziehung zwischen Religion und Macht war vor allem in der katholischen Welt oft Auslöser von Diskussionen und Grund zu Besorgnis: von Mons. Coda, Präsident der italienischen Theologen, bis hin zu Don Giussani, der weder auf der Seite der italienischen Europa-Verfechter stand noch ein laizistischer Radikaler war. Zur besseren Klärung will ich Ihnen eine Passage aus einem Buch Giussanis vorlesen: ‚Das, was wir zuerst über die Macht gesagt haben, gilt vor allem für die Autorität, wie sie in der Kirche gelebt werden sollte. Wenn sie nicht väterlich, also mütterlich ist, kann sie Quelle eines höheren Missverständnisses werden, zerstörerisches Werkzeug in der Hand der Lüge, Satans, der der Vater der Lüge ist‘. Ich kann das ganze Tamtam um die Bemerkung D’Alemas über den diabolischen Pakt beim besten Willen nicht verstehen. Was erschreckt, ist nicht die Orthodoxie, sondern der politische Gebrauch der Orthodoxie.“
Das Interview mit dem Vizegruppenleiter der demokratischen Partei im Senat stand im Corriere della Sera zu lesen (30. Mai).




PAPST.

Der Weg der demütigen Erfahrung des Glaubens


Benedikt XVI.

Benedikt XVI.

In der Katechese vom 14. Mai sprach Benedikt XVI. „aus dem Stehgreif“, wie im L‘Osservatore Romano betont wurde, über Dionysius Areopagita. Lesen Sie hier drei Passagen: „Es hat den Anschein, als sei das, was Platon und die große Philosophie über Gott sagt, sehr viel höher, sehr viel wahrer; die Bibel erscheint ziemlich ‚barbarisch‘, einfach, vor-kritisch, wie man heute sagen würde; er beobachtet aber, dass gerade das notwendig ist, weil wir so verstehen können, dass die erhabensten Begriffe oder Vorstellungen über Gott niemals an seine wahre Größe heranreichen; sie sind immer unangemessen. Diese Bilder lassen uns in Wirklichkeit verstehen, dass Gott über allen Begriffen steht; in der Schlichtheit der Bilder finden wir besser als in den großen Begriffen das Antlitz Gottes [...]. Er [Dionysius] wurde im 13. Jahrhundert gleichsam wiederentdeckt, vor allem vom hl. Bonaventura, dem großen franziskanischen Theologen, der in dieser mystischen Theologie das begriffliche Instrument fand, um das so einfache und so tiefe Erbe des hl. Franziskus zu interpretieren: Der ‚Poverello‘ sagt uns am Ende mit Dionysius, dass die Liebe mehr sieht als die Vernunft. Wo das Licht der Liebe ist, haben die Dunkelheiten der Vernunft keinen Zugang mehr; die Liebe sieht, die Liebe ist unser Auge, und die Erfahrung gibt uns mehr als die Reflexion. Was diese Erfahrung ist, sah Bonaventura beim hl. Franziskus: Sie ist die Erfahrung eines sehr demütigen, sehr realistischen Weges, Tag für Tag, sie ist dieses Unterwegssein mit Christus, unter Annahme seines Kreuzes. In dieser Armut und in dieser Demut – in der Demut, die man auch in der Kirchlichkeit lebt – gibt es eine Erfahrung Gottes, die höher ist als jene, die durch die Reflexion erreicht wird: In ihr berühren wir wirklich das Herz Gottes […]. Und schließlich sagt er [ Dionysius] uns: Schlage den Weg der Erfahrung ein, der demütigen Erfahrung des Glaubens, jeden Tag. Da wird das Herz groß und kann sehen und auch die Vernunft erleuchten, damit sie die Schönheit Gottes wahrnehme“ (zitiert nach L‘Osservatore Romano, Wochenausgabe in deutscher Sprache, Nr. 21/2008, S. 2).




AKTUELLES.

Applaus in der Kirche und das Schweigen der Chinesen


Das Schweigen der Chinesen.

Das Schweigen der Chinesen.

„An den drei Gedenkminuten der Chinesen für die Erdbebenopfer beeindruckte vor allem eines: ihr eisernes Schweigen. Die Fernsehbilder haben uns wie leblos wirkende Körper mit fest versiegelten Lippen gezeigt, die scheinbar nichts aus ihrer Erstarrung reißen konnte. Die Bilder von der Beerdigung des von Gleichaltrigen brutal ermordeten Mädchens aus Niscemi dagegen hätten deprimierender nicht sein können. Tosender Applaus am Sarg, sogar während der vom Trompetenbläser bedeuteten Gedenkminute. Applaus in der Kirche oder während Gedenkminuten in Stadien ist ein haarsträubendes Zeichen für Dekadenz – umso mehr noch, als ihm nur wenige wirklich Bedeutung beizumessen scheinen. Er ist Ausdruck der televisiven Rohheit und zeigt lediglich das verzweifelte Bemühen, eine Leere zu füllen. In den im Niedergang befindlichen Kulturen hat er [der Applaus] seine ursprüngliche Bedeutung – die der Zustimmung – verloren, ist nichts anderes mehr als eine Art von vielen, auf sich aufmerksam zu machen. Man applaudiert den Toten, um sich lebendig zu fühlen, ohne das auch wirklich zu sein: nur lebenden Toten kann das Schweigen nämlich wirklich Angst machen […]. Die Chinesen werden an dem Tag ‚abbauen‘, an dem sie feststellen, dass die Hände und den Mund zu bewegen ein optimales System ist, das Herz zum Schweigen zu bringen.“ So Massimo Gramellini am 21. Mai in seiner Rubrik in der La Stampa, die dieses Mal den Titel trug: Ein hässlicher Applaus.




ROM.

Erste Pfarrei für traditionsverbundene Gläubige


Die Kirche „Trinità dei Pellegrini“ in Rom.

Die Kirche „Trinità dei Pellegrini“ in Rom.

Der L‘Osservatore Romano berichtete am 16. Mai, dass Rom laut Dekret von Kardinalvikar Camillo Ruini die Personalpfarrei „Santissima Trinità dei pellegrini“ erhalten wird. Die pastorale Leitung übernimmt die Priesterbruderschaft Sankt Petrus. Es ist die erste Personalpfarrei Roms für die Gläubigen, die der so genannten „Forma extraordinaria“ des römischen Ritus die Treue halten: der Messe nach Pius V. Damit fand das motu proprio Summorum Pontificum von Benedikt XVI. Anwendung. Kardinal Darío Castrillón Hoyos, Präsident der Päpstlichen Kommission „Ecclesia Dei“, bezeichnete die Schaffung dieser Personalpfarrei als „einen wichtigen Akt des Papstes für die Diözese Rom, der auch im Rahmen der allmählichen Umsetzung des motu proprio zum Gebrauch der römischen Liturgie vor der Reform von 1970 bedeutungsvoll ist. Die Schaffung einer Personalpfarrei kann auch anderen Diözesen, in Italien und anderswo, zum Vorbild gereichen.“





Bernardin Gantin.

Bernardin Gantin.

KardinÄLe
Der Tod von Kardinal Gantin

Am 13. Mai verstarb der afrikanische Kardinal Bernardin Gantin, der 1977 von Paul VI. zum Kardinal kreiert worden war. Der emeritierte Dekan des Kardinalskollegiums war auch emeritierter Präfekt der Kongregation für die Bischöfe. Nur wenige Tage zuvor, am 8. Mai, war er 86 Jahre alt geworden. Nach seinem Ableben setzt sich das Kardinalskollegium aus 194 Kardinälen zusammen, 118 davon Wähler. Fünf der Kardinäle des Kollegiums wurden noch von Papst Montini kreiert, keiner davon ist wahlberechtigt.


Kirche/1
Die Laizität des Staates, die Versuchungen, die Katholiken

„Die Laizität schöpft aus der Quelle des Evangeliums, die sagt, dem Kaiser zu geben, was des Kaisers ist und Gott, was Gottes ist. Ein Wert, den die Kirche sowohl zum Wohl des Staates als auch der Kirche selbst vertritt.“ So Kardinal Angelo Bagnasco, Erzbischof von Genua und Präsident der italienischen Bischofskonferenz CEI im Corriere della Sera am 31. Mai. Auf die Frage, ob auch die Kirche die Versuchung der Macht kenne, antwortete er: „Versuchungen sind menschlich, wir alle müssen uns in Acht nehmen.“ Zum Fehlen von Katholiken in der Regierung meinte er: „Katholiken oder jene, die sich als solche bezeichnen, sind nicht automatisch in einer Organisation zu finden.“


Kirche/2
Der Rosenkranz: die für das Herz typische Wiederholung

„Maria ist die Frau, die die Kette des ‚nein‘ unterbrochen hat, das die Menschheit zu Gott sagte und weiter sagt. Sie ist das Geschöpf, dessen Freiheit sich dem Wirken Gottes vollkommen zur Verfügung gestellt hat. Außerdem ist Maria das Geschöpf, das am meisten in das Heilswerk der Welt verstrickt ist. Wir könnten sagen, der Teufel ist der Hochmut schlechthin. Maria dagegen ist die Demut schlechthin, und somit auch die größte Gegnerin Satans, weshalb Satan große Angst vor ihr hat. Niemals hat er die geringste Möglichkeit gehabt, auch nur in einem Winkel ihrer Seele Einzug zu halten, ihr ein winziges Stück ihrer Freiheit zu nehmen. Maria ist ganz auf der Seite Gottes.“ So Kardinal Angelo Comastri, Generalvikar des Papstes für die Vatikanstadt, in einem Interview (Avvenire, 28. Mai). Im Zusammenhang mit dem Rosenkranz führte der Kardinal weiter aus: „Er ist ein stets aktuelles Gebet, weil es ein biblisches Gebet ist, ein Weg, der – von Maria an der Hand genommen – in die Heilsgeschichte führt. Und er ist auch ein Gebet des Herzens, weil die Wiederholung typisch ist für das Herz: wie gern und oft sagt man einer Mutter doch: ‚Ich hab’ dich lieb‘!“.


Kirche/3
Das Gebet hat Vorrang vor dem heutigen Aktivismus

Am 29. Mai veröffentlichte Avvenire eine Synthese eines von Kardinal Cláudio Hummes und Erzbischof Mauro Piacenza (bzw. Präfekt und Sekretär der Kongregation für den Klerus) unterzeichneten Briefes. Der Brief an alle Priester wurde anlässlich des Weltgebetstages zur Heiligung der Priester geschrieben. In dem Artikel heißt es: „Der Brief gemahnt an den ‚Vorrang, den das Gebet vor dem Tun hat, da vom Gebet eine entscheidende Wirkung ausgeht. Von der persönlichen Beziehung eines jeden zu unserem HerrnJesus hängt die Sendung der Kirche ab‘. So ist es also – wie Hummes, die von Benedikt XVI. in Deus caritas est geäußerten Worte zitierend, gemahnt: ‚Zeit, angesichts des Aktivismus und des drohenden Säkularismus vieler in der karitativen Arbeit beschäftigter Christen die Bedeutung des Gebetes erneut zu bekräftigen‘.“ In dem Titel des Avvenire-Artikels stand u.a. auch folgende Aussage Hummes’ zu lesen: „Das Gebet möge Vorrang haben vor dem heutigen Aktivismus.“


Corriere della Sera/1
Reale, Aristoteles und Johannes Paul II.

An dem Tag, an dem Papst Wojtyla 88 Jahre alt geworden wäre, hielt Giovanni Reale auf Wunsch der Universität Laibach eine lectio magistralis. Thema: Eros und agape, eine Reflexion über die griechische und die christliche Liebe. In dem dazu erschienenen Artikel im Corriere della Sera (15. Mai) wird die lange Freundschaft erwähnt, die den Philosophen mit dem Papst verband, ihre häufigen Treffen, „bei denen weder Platon noch Aristoteles fehlen durften. Schließlich verdankten die beiden ihre Bekanntschaft gerade diesem griechischen Denker: der Sekretär des Papstes – erinnert sich Reale – ‚rief mich einmal an und bat mich um die von mir herausgegebene Metaphysik des Aristoteles. Als er meine Überraschung bemerkte, erklärte er mir, der Heilige Vater würde dieses Werk nach seinen langen Reisen lesen, vielleicht, um seine Gedanken und Eindrücke zu ordnen, vielleicht aber auch, weil die Lösungen zwischen diesen Zeilen leichter fielen‘.“ Der Artikel endet mit einer Erinnerung Reales: „Als ich Wojtyla zum letzten Mal sah, fiel ihm das Sprechen schon sichtlich schwer und ich erlaubte mir, ihn zu fragen, welchen der beiden er lieber mochte, den Dichter oder den Philosophen. Er antwortete mir: ‚Ich mag sie alle beide‘. Heute jedoch weiß ich, dass er dem Dichter der Liebe näher war.“


Corriere della Sera/2
Sabra und Chatila und das Festival von Cannes

Die Gräuel von Sabra und Chatila, wo christliche Milizen und israelische Militärs ca. 3.000 Palästinenser niedermetzelten, konnte ins Festival von Cannes Einzug halten. Einer besagter Militärs, der damals 19-jährige Ari Folman, stellte einen Zeichentrickfilm über das Massaker vor. Im Corriere della Sera (16. Mai) stand ein Artikel darüber zu lesen, der mit folgenden Worten endet: „‚Ich kam mir wie ein Nazi vor‘, gestand der israelische Soldat, der befahl, das Feuer einzustellen, als nur noch eine verschwindend kleine Gruppe am Leben war: ‚Diese Kinder mit erhobenen Händen erinnerten mich an die berühmten Fotos aus dem Warschauer Ghetto‘. Und das schockierende Ende (die Einblendung realer Bilder) mit den Frauen in Fleisch und Blut, die ihren ganzen Schmerz herausschreien, macht die Botschaft des Regisseurs nur noch eindringlicher: ‚Ich habe diesen Film für die jungen Menschen von heute gemacht, in der Hoffnung, dass sie dem Krieg widersagen, einem jeden Krieg‘.“


Römische Kurie/1
Neuer beigefügter Sekretär von Propaganda Fide

Am 24. Mai wurde Mons. Piergiuseppe Vacchelli zum beigefügten Sekretär der Kongregation für die Evangelisierung der Völker und Präsidenten des Päpstlichen Missionswerkes ernannt. Der aus Longardore di Sospiro (Cremona) stammende Vacchelli (71) wurde 1961 für die Diözese Cremona zum Priester geweiht. Seit Oktober 1996 war er Untersekretär der italienischen Bischofskonferenz CEI und Präsident des Komitees für die Wohltätigkeitswerke in Entwicklungsländern.
Vacchelli wird Nachfolger des polnischen Erzbischofs Henryk Hoser. Der Pallottiner, der im November 66 Jahre alt wird und seit Januar 2005 beigefügter Sekretär von Propaganda Fide ist, wurde am 24. Mai auch zum Bischof von Warszawa-Praha ernannt.


Diplomatie/1
Neue Nuntien in Elfenbeinküste, Haiti, Costa Rica, Kasachstan, Bulgarien und Uruguay

Am 8. Mai wurde der Inder Mons. Ambrose Madtha, der im November 53 wird, zum Erzbischof und Apostolischen Nuntius in Elfenbeinküste ernannt. Madtha empfing 1982 die Priesterweihe und promovierte in Kirchenrecht. 1990 trat er in den diplomatischen Dienst des Hl. Stuhls. Etappen seiner Laufbahn waren die Päpstlichen Vertretungen in Ghana, El Salvador, Georgien und Albanien. Zuletzt war er Geschäftsträger ad interim in der apostolischen Nuntiatur in China, mit Sitz in Taiwan. Er spricht englisch, deutsch, französisch, italienisch, spanisch, russisch, albanesisch und chinesisch.
Der aus Boston stammende Mons. Paul Fitzpatrick Russell, Nuntiaturberater in Nigeria, wurde nach Taiwan versetzt.
Am 8. Mai erfolgte auch die Ernennung des philippinischen Monsignores Bernardito C. Auza (49) zum Erzbischof und Apostolischen Nuntius in Haiti. Er empfing 1985 die Priesterweihe, promovierte in Theologie und trat 1990 in den diplomatischen Dienst des Hl. Stuhls. Etappen seiner Laufbahn waren die Päpstlichen Vertretungen in Madagaskar, Bulgarien, Albanien, sowie die Sektion für die Beziehungen mit den Staaten des Staatssekretariats. Zuletzt war er in der Päpstlichen Vertretung der UNO in New York tätig. Auza spricht italienisch, englisch, spanisch und französisch.
Am 13. Mai wurde der vietnamesische Erzbischof Pierre Nguyên Van Tot (59) zum Päpstlichen Vertreter in Costa Rica ernannt. Seit 2005 war er Apostolischer Nuntius in der Zentralafrikanischen Republik und Tschad, von 2003 bis 2005 Nuntius in Benin und Togo.
Am 19. Mai erfolgte die Ernennung des Spaniers Miguel Maury Buendía, der im November seinen 53. Geburtstag feiern kann, zum Erzbischof und Apostolischen Nuntius in Kasachstan. Mons. Maury Buendía empfing 1980 die Priesterweihe und promovierte in Kirchenrecht. 1987 trat er in den diplomatischen Dienst des Hl. Stuhls. Etappen seiner Laufbahn waren die Päpstlichen Vertretungen in Ruanda, Uganda, Marokko, Nicaragua, Ägypten, Slowenien, Irland und die Sektion für die Beziehungen mit den Staaten des Staatssekretariats. Er spricht folgende Sprachen: englisch, italienisch, französisch und slowenisch.
Am 24. Mai wurde der polnische Erzbischof Janusz Bolonek, der im Dezember seinen 70. Geburtstag feiern kann, zum Päpstlichen Vertreter in Bulgarien ernannt. Seit 1999 war er Apostolischer Nuntius in Uruguay, davor Nuntius in Afrika und Rumänien.
Am selben Tag wurde auch der lombardische Erzbischof Anselmo Guido Pecorari (62) zum Apostolischen Nuntius in Uruguay ernannt. Pecorari war Päpstlicher Vertreter in Ruanda von 2004 bis Januar 2008.


Diplomatie/2
Neue Botschafter von Israel und Guatemala beim Hl. Stuhl

Am 12. Mai überreichte der neue Botschafter Israels beim Hl. Stuhl sein Akkreditierungsschreiben. Der Karrierediplomat Mordechay Lewy war bereits Botschaftsbeamter in Berlin (2000-2004) und Berater des Bürgermeisters von Jerusalem für religiöse Angelegenheiten (2004-2008). Er ist Verfasser zahlreicher Artikel über die Geschichte der Christen und Jerusalem. Neben englisch und deutsch beherrscht er auch die schwedische und die lateinische Sprache.
Am 31. Mai überreichte der neue Botschafter Guatemalas sein Akkreditierungsschreiben: Acisclo Valladares Molina (62), der dieses Amt bereits von 2000 bis 2004 innehatte.


Diplomatie/3
Neue nicht residierende Botschafter in Rom

Am 29. Mai überreichten neun neue Botschafter ihr Akkreditierungsschreiben, die nicht in der Ewigen Stadt wohnen, sondern auch in anderen europäischen Staaten akkreditiert sind: die Repräsentanten von Tansania (Ahmada Rweyemamu Ngemera, Botschafter in Deutschland), Uganda (Nyine S. Bitahwa, Botschafter in Deutschland), Liberia (Wesley Momo Johnson, Botschafter in Großbritannien), Tschad (Hissein Brahim Taha, Botschafter in Frankreich), Bangladesh (Debrapiya Bhattacharya, UNO-Botschafter in Genf), Weißrussland (Sergei F. Aleinik, UNO-Botschafter in Genf), Guinea (Alexandre Cécé Loua, Botschafter in Deutschland), Sri Lanka (Tikiri Bandara Maduwegedera, Botschafter in Deutschland), Nigeria (Obed Wadzani, Botschafter in Spanien).


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