Wie Ratzinger den englischen Kardinal entdeckte, der vom Anglikanismus kam.
Newman, die Nazis und Freund Alfred
von Joseph Card. Ratzinger

Kardinal John Henry Newman. „Newman war für uns nicht nur ein Thema, er war unsere Leidentschaft,“ kommentiert Prof. Läpple.
Newmans Lehre vom Gewissen wurde für uns damals zu einer wichtigen Grundlegung des theologischen Personalismus, der uns alle in seinen Bann zog. Unser Menschenbild wie unser Bild von der Kirche wurde von diesem Ausgangspunkt her geprägt. Wir hatten den Anspruch einer totalitären Partei erlebt, die sich selbst als die Erfüllung der Geschichte verstand und das Gewissen des einzelnen negierte, einer ihrer Führer hatte gesagt: „Ich habe kein Gewissen: Mein Gewissen ist Adolf Hitler.“ Die ungeheure Verwüstung des Menschen, die daraus folgte, stand uns vor Augen.
Aus der Predigt von Joseph Card. Ratzinger zum 100. Todestag
von Kardinal John Henry Newman. Rom, 28. April 1990.