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SRI LANKA
Aus Nr. 01/02 - 2005

Sri Lanka zwischen ethnischen Spannungen und Friedensprozess



von Paolo Mattei


In der ehemaligen britischen Kolonie Sri Lanka, jener großen Insel im Süden der indischen Küste, die 1972 zur Republik wurde, leben ca. 20 Millionen Menschen. Die zahlenreichste Ethnie sind die Singhalesen (ca. 74%, die überwältigende Mehrheit davon Buddhisten), gefolgt von den Tamilen (ca. 13%, fast alle Hindus) und den Moors (7%, Muslime). Die Katholiken machen 7% der Bevölkerung aus. Anfang der Achtzigerjahre führten die starken ethnischen Spannungen zwischen Singhalesen und separatistischen Tamilen, letztere unter der Schirmherrschaft der „Ltte“ vereint („Liberation Tigers of Tamil Eleam“, Tiger für die Befreiung der Heimat der Tamilen) und in den nördlichen Provinzen des Landes angesiedelt, zu einem blutigen Bürgerkrieg, der 64.000 Menschen das Leben kostete. Ende 2001 wurden Verhandlungen eingeleitet, die schließlich, am 22. Februar 2002, zur Unterzeichnung einer Waffenruhe auf unbestimmte Zeit führten. Der Friedens­prozess geriet zwar im April 2003 eine Zeitlang ins Stocken, ist aber immer noch im Gange. Die Tsunami-Katastrophe in Süd­ostasien am 26. Dezember forderte in Sri Lanka mindestens 31.000 Menschenleben.


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