Das Interview mit Bartholomaios I.: Ökumenischen Dialog konkret werden lassen
Rom, 16. Februar 2004
Sehr geehrter Don Giussani,
selbstverständlich veröffentlichen wir den von Ihnen und Professor Feliciani geschriebenen Brief sofort. Mir scheint jedoch, daß das ausführliche Interview, um das wir Patriarch Bartholomaios baten und das uns dieser auch gewährte, anders interpretiert werden sollte, als Bestrebung nämlich, den ökumenischen Dialog konkret werden zu lassen, von dem ich schon reden hörte, als ich noch ein Junge war, der aber bisher noch nicht allzu viele Ergebnisse erbracht hat. Auch die Umarmung zwischen Paul VI. und Athenagoras hat Kritiken ausgelöst: das ist eine andere Sache, ich weiß. Natürlich konnten wir an dem Interview keine Kürzungen vornehmen, haben uns aber sofort vorgenommen, zu den theologischen und historischen Aspekten auch objektivere Stimmen zu Wort kommen zu lassen. Ich hoffe jedoch, daß man die großen Öffnungen nicht aus den Augen verliert, die gerade der Heilige Vater, Johannes Paul II., in ganz heiklen Punkten der Tradition gemacht hat: von Galilei zu den sogenannten chinesischen Riten (um nur zwei Beispiele zu nennen). Ganz zu schweigen – ein anderes Beispiel – von den Neuerungen bei der Revision des Konkordats, was die Interpretation des Attributs der Heiligkeit Roms angeht, das es in der Vergangenheit der Regierung unmöglich gemacht hatte, zur Beerdigung des Königs von England in die anglikanische Kirche zu gehen. Vorsicht! Ich bringe hier wirklich nicht verschiedene Themen durcheinander, sondern will nur den Geist herausstellen, in dem die Zeitschrift diese Initiative ergriffen hat: als bescheidenen Beitrag zur Suche nach neuen Möglichkeiten eines Dialogs.
Gerne ergreife ich die Gelegenheit, Sie, verehrter Don Luigi, nicht nur meiner großen Bewunderung zu versichern, sondern auch der großen Dankbarkeit für die intellektuellen und geistlichen Impulse, die Ihre Lehre stets hervorbringt.
Ihr ergebener
Sehr geehrter Don Giussani,
selbstverständlich veröffentlichen wir den von Ihnen und Professor Feliciani geschriebenen Brief sofort. Mir scheint jedoch, daß das ausführliche Interview, um das wir Patriarch Bartholomaios baten und das uns dieser auch gewährte, anders interpretiert werden sollte, als Bestrebung nämlich, den ökumenischen Dialog konkret werden zu lassen, von dem ich schon reden hörte, als ich noch ein Junge war, der aber bisher noch nicht allzu viele Ergebnisse erbracht hat. Auch die Umarmung zwischen Paul VI. und Athenagoras hat Kritiken ausgelöst: das ist eine andere Sache, ich weiß. Natürlich konnten wir an dem Interview keine Kürzungen vornehmen, haben uns aber sofort vorgenommen, zu den theologischen und historischen Aspekten auch objektivere Stimmen zu Wort kommen zu lassen. Ich hoffe jedoch, daß man die großen Öffnungen nicht aus den Augen verliert, die gerade der Heilige Vater, Johannes Paul II., in ganz heiklen Punkten der Tradition gemacht hat: von Galilei zu den sogenannten chinesischen Riten (um nur zwei Beispiele zu nennen). Ganz zu schweigen – ein anderes Beispiel – von den Neuerungen bei der Revision des Konkordats, was die Interpretation des Attributs der Heiligkeit Roms angeht, das es in der Vergangenheit der Regierung unmöglich gemacht hatte, zur Beerdigung des Königs von England in die anglikanische Kirche zu gehen. Vorsicht! Ich bringe hier wirklich nicht verschiedene Themen durcheinander, sondern will nur den Geist herausstellen, in dem die Zeitschrift diese Initiative ergriffen hat: als bescheidenen Beitrag zur Suche nach neuen Möglichkeiten eines Dialogs.
Gerne ergreife ich die Gelegenheit, Sie, verehrter Don Luigi, nicht nur meiner großen Bewunderung zu versichern, sondern auch der großen Dankbarkeit für die intellektuellen und geistlichen Impulse, die Ihre Lehre stets hervorbringt.
Ihr ergebener