Kurznachrichten
30TAGE in der Welt
Papst/1
4 chinesische Bischöfe bei Bischofssynode
Benedikt XVI. hat vier chinesische Bischöfe zu Mitgliedern der 11. ordentlichen Versammlung der Bischofssynode ernannt. Es handelt sich um Antonio Li Duan, Bischof von Xian; Aloysius Jin Luxian, Bischof von Shanghai; Lucas Li Jingfeng, Bischof von Fengxiang, und Joseph Wei Jingyi, Bischof von Qiqihar. Die Namen der vier Kirchenmänner wurden im Osservatore Romano veröffentlicht, ohne besonderen Verweis auf ihren Bischofstitel. Einer von ihnen, Wei Jingyi, ist von der Pekinger Regierung nicht als Bischof anerkannt. Am Tag des Beginns der Synode (2. Oktober) hatte noch keiner der vier Bischöfe das Visum erhalten, um aus China ausreisen und nach Rom kommen zu können.
Papst/2
Diplomatie-Fauxpas
Am 15. September hat der türkische Präsident Ahmet Necdet Sezer die offizielle Einladung der Regierung von Ankara an Benedikt XVI. bekanntgegeben, mit der man der Hoffnung Ausdruck gab, der Papst möge 2006 in die Türkei kommen. Ein Besuch, bei dem sich der Papst – wie man hoffe – „selbst von dem Klima kultureller Toleranz überzeugen“ könne, das in dem großen muslimischen Land herrscht, das darauf wartet, in die EU aufgenommen zu werden.
Benedikt XVI. wurde vom ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. für den 30. November nach Istanbul eingeladen. An diesem Tag wird dort das Patronatsfest des Apostels Andreas begangen. Die Überschneidung mit der Einladung seitens der Regierung hat es unmöglich gemacht, die Einladung Bartholomaios’ dieses Jahr anzunehmen.
Papst/3
Die Begegnung mit Küng
„Benedikt XVI. spricht zwei Stunden lang beim Abendessen mit dem Theologen, Kritiker und altem Universitätskollegen Hans Küng: so geschehen am Samstag in Castel Gandolfo, die Nachricht wurde allerdings erst gestern bekannt. ‚Der Papst ist über die Begegnung zufrieden‘, versichert der Vatikan. ‚Küng hat erklärt, es wäre eine gegenseitige Freude gewesen, einander nach so vielen Jahren wiederzusehen‘.“ So kommentierte der Corriere della Sera (27. September) die Nachricht von der Begegnung des Papstes mit dem deutschen Theologen.
Israel/1
Die Synagoge und der Staat
Der Intellektuelle Amos Oz kommentierte den Rückzug der Siedler aus dem Gazastreifen im Corriere della Sera (20. August) wie folgt: „Es ist eine Schlacht zwischen Kirche und Staat (genau gesagt: zwischen Synagoge und Staat). Viele Nationen mußten sich diesem Problem stellen: welche Rolle und welches Gewicht sollten Religion und Klerus bei der Leitung eines Landes haben? Einige Staaten haben die Lösung vor Jahrhunderten gefunden. Andere wieder haben nie aufgehört, nach dieser Lösung zu suchen [..]. In Gaza konnten wir dem beiwohnen, was uns schon bald, a posteriori, als die erste Schlacht zwischen Synagoge und Staat in der Geschichte Israels vorkommen könnte. Die erste Gelegenheit, die Bedeutung der Hebraizität des einzigen jüdischen Staates zu klären. Sind wir vor allen Dingen und vor allem eine Religion oder eine Nation? In dieser ersten Phase hat es den Anschein, daß die weltliche, radikale, pragmatische Komponente Israels nur schwer über jene von Fanatismus getränkte überwiegt. Wir dürfen allerdings nicht vergessen, daß es sich um eine erste Etappe handelt.“
Israel/2
Die Metamorphose Scharons und des ganzen Landes
Am 27. September kommentierte Sandro Viola die dramatischen internen Konsultationen des LIKUD mit einem interessanten Artikel. Hier der Anfang: „Wenn das Zentralkomitee des LIKUD, so voller Extremisten, sich auf die Seite von Scharon geschlagen hat und nicht auf die von Benjamin Netanyahu, dann heißt das, daß sich Israel verändert hat. Die Metamorphose ist also nicht nur eine Metamorphose Scharons, sondern eine Verwandlung des ganzen Landes, das inzwischen unweigerlich entschlossen ist, der extremistischen und fanatischen Minderheit den Rücken zu kehren, dem religiösen Zionismus und der nationalistischen Rechten, um sobald wie möglich mit der Besetzung der Territorien aufzuhören. Und – sofern es die Fanatiker der anderen Seite, die integralistischen bewaffneten Horden, erlauben sollten – den Weg eines Kompromisses mit dem palästinensischen Volk zu suchen.“
Irak
Al-Zarqawi gibt es nicht
„Ich glaube nicht, daß Al-Zarqawi als solcher wirklich existiert. Er ist eine Erfindung der Besatzer, um das Volk zu spalten: er wurde zu Beginn des Krieges im Norden des Irak ermordet, als er sich bei der Gruppe Ansar al-Islam in Kurdistan befand. Seine Familie hat in Jordanien zu seinem Gedächtnis einen Trauergottesdienst abgehalten. Es ist eine Taktik der Amerikaner, eine Ausrede, um uns auch weiterhin besetzen zu können.“ So Scheich Jawad al-Khalessi, schiitischer Imam der Moschee von al-Kazemiya in Bagdad, in einem Interview, das er Le Monde (17. September) gewährte, als er sich anläßlich der Begegnung der St-Egidio-Gemeinschaft in Lyon aufhielt. Das Interview wurde am 17. September auch von La Stampa wiederaufgegriffen.
Ernennungen
Neuer Bischof in Cuneo und Fossano und in Pozzuoli
Am 24. August wurde Msgr. Giuseppe Cavallotto, seit einem Jahr Rektor der Päpstlichen Universität Urbaniana, zum Bischof von Cuneo und Fossano ernannt, die auch weiterhin in persona episcopi vereint bleiben. Der 65jährige Cavallotto aus der Provinz und Diözese Asti ist seit 1964 Priester, hatte in der Vergangenheit Führungspositionen in der Katholischen Aktion inne und war Mitglied der CEI-Kommission für die Abfassung des „Catechismo dei praeadolescenti“ (1973-1982).
Am 2. September wurde der 57jährige Bischofskoadjutor Gennaro Pascarella für die Leitung der Diözese Pozzuoli zum Nachfolger von Msgr. Silvio Padoin ernannt. Pascarella, der 1998 zum Bischof von Ariano Irapino ernannt worden war, wurde im Januar 2004 Koadjutor der Diözese Pozzuoli.
Bücher
Das neue Werk
von Msgr. Di Felice
„Beunruhigend ist das Phänomen der de facto Lebensgemeinschaften. Es handelt sich um Personen, die zwar eine Beziehung, aber keine ständigen rechtlichen Verpflichtungen eingehen: es fehlt ihnen also an Stabilität, an Engagement der Gesellschaft gegenüber und an öffentlicher Dimension. Dennoch waren einige Staaten bereit, ihnen eine Art rechtliche Anerkennung zu gewähren mit daraus folgenden zivilen Implikationen. Darüber hinaus haben einige Parlamente Verbindungen gleichgeschlechtlicher Paare legalisiert und ihnen (was noch schlimmer ist) das Recht zugestanden, Kinder zu adoptieren. Das heißt das von den Vereinten Nationen sanktionierte Prinzip des obersten Rechtes des Kindes mit Füßen treten.“ So Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano in seiner Einführung zu dem Buch über die menschlichen Wurzeln und christlichen Werte der Familie, Radici umane e valori cristiani della famiglia, von Msgr. Francesco Di Felice, „dem verdienten Untersekretär“ – so Kardinal Sodano – „des Päpstlichen Rates für die Familie.“ Das Buch wurde vor kurzem von der vatikanischen Verlagsbuchhandlung veröffentlicht.
4 chinesische Bischöfe bei Bischofssynode
Benedikt XVI. hat vier chinesische Bischöfe zu Mitgliedern der 11. ordentlichen Versammlung der Bischofssynode ernannt. Es handelt sich um Antonio Li Duan, Bischof von Xian; Aloysius Jin Luxian, Bischof von Shanghai; Lucas Li Jingfeng, Bischof von Fengxiang, und Joseph Wei Jingyi, Bischof von Qiqihar. Die Namen der vier Kirchenmänner wurden im Osservatore Romano veröffentlicht, ohne besonderen Verweis auf ihren Bischofstitel. Einer von ihnen, Wei Jingyi, ist von der Pekinger Regierung nicht als Bischof anerkannt. Am Tag des Beginns der Synode (2. Oktober) hatte noch keiner der vier Bischöfe das Visum erhalten, um aus China ausreisen und nach Rom kommen zu können.
Papst/2
Diplomatie-Fauxpas
Am 15. September hat der türkische Präsident Ahmet Necdet Sezer die offizielle Einladung der Regierung von Ankara an Benedikt XVI. bekanntgegeben, mit der man der Hoffnung Ausdruck gab, der Papst möge 2006 in die Türkei kommen. Ein Besuch, bei dem sich der Papst – wie man hoffe – „selbst von dem Klima kultureller Toleranz überzeugen“ könne, das in dem großen muslimischen Land herrscht, das darauf wartet, in die EU aufgenommen zu werden.
Benedikt XVI. wurde vom ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. für den 30. November nach Istanbul eingeladen. An diesem Tag wird dort das Patronatsfest des Apostels Andreas begangen. Die Überschneidung mit der Einladung seitens der Regierung hat es unmöglich gemacht, die Einladung Bartholomaios’ dieses Jahr anzunehmen.
Papst/3
Die Begegnung mit Küng
„Benedikt XVI. spricht zwei Stunden lang beim Abendessen mit dem Theologen, Kritiker und altem Universitätskollegen Hans Küng: so geschehen am Samstag in Castel Gandolfo, die Nachricht wurde allerdings erst gestern bekannt. ‚Der Papst ist über die Begegnung zufrieden‘, versichert der Vatikan. ‚Küng hat erklärt, es wäre eine gegenseitige Freude gewesen, einander nach so vielen Jahren wiederzusehen‘.“ So kommentierte der Corriere della Sera (27. September) die Nachricht von der Begegnung des Papstes mit dem deutschen Theologen.
Israel/1
Die Synagoge und der Staat
Der Intellektuelle Amos Oz kommentierte den Rückzug der Siedler aus dem Gazastreifen im Corriere della Sera (20. August) wie folgt: „Es ist eine Schlacht zwischen Kirche und Staat (genau gesagt: zwischen Synagoge und Staat). Viele Nationen mußten sich diesem Problem stellen: welche Rolle und welches Gewicht sollten Religion und Klerus bei der Leitung eines Landes haben? Einige Staaten haben die Lösung vor Jahrhunderten gefunden. Andere wieder haben nie aufgehört, nach dieser Lösung zu suchen [..]. In Gaza konnten wir dem beiwohnen, was uns schon bald, a posteriori, als die erste Schlacht zwischen Synagoge und Staat in der Geschichte Israels vorkommen könnte. Die erste Gelegenheit, die Bedeutung der Hebraizität des einzigen jüdischen Staates zu klären. Sind wir vor allen Dingen und vor allem eine Religion oder eine Nation? In dieser ersten Phase hat es den Anschein, daß die weltliche, radikale, pragmatische Komponente Israels nur schwer über jene von Fanatismus getränkte überwiegt. Wir dürfen allerdings nicht vergessen, daß es sich um eine erste Etappe handelt.“
Israel/2
Die Metamorphose Scharons und des ganzen Landes
Am 27. September kommentierte Sandro Viola die dramatischen internen Konsultationen des LIKUD mit einem interessanten Artikel. Hier der Anfang: „Wenn das Zentralkomitee des LIKUD, so voller Extremisten, sich auf die Seite von Scharon geschlagen hat und nicht auf die von Benjamin Netanyahu, dann heißt das, daß sich Israel verändert hat. Die Metamorphose ist also nicht nur eine Metamorphose Scharons, sondern eine Verwandlung des ganzen Landes, das inzwischen unweigerlich entschlossen ist, der extremistischen und fanatischen Minderheit den Rücken zu kehren, dem religiösen Zionismus und der nationalistischen Rechten, um sobald wie möglich mit der Besetzung der Territorien aufzuhören. Und – sofern es die Fanatiker der anderen Seite, die integralistischen bewaffneten Horden, erlauben sollten – den Weg eines Kompromisses mit dem palästinensischen Volk zu suchen.“
Irak
Al-Zarqawi gibt es nicht
„Ich glaube nicht, daß Al-Zarqawi als solcher wirklich existiert. Er ist eine Erfindung der Besatzer, um das Volk zu spalten: er wurde zu Beginn des Krieges im Norden des Irak ermordet, als er sich bei der Gruppe Ansar al-Islam in Kurdistan befand. Seine Familie hat in Jordanien zu seinem Gedächtnis einen Trauergottesdienst abgehalten. Es ist eine Taktik der Amerikaner, eine Ausrede, um uns auch weiterhin besetzen zu können.“ So Scheich Jawad al-Khalessi, schiitischer Imam der Moschee von al-Kazemiya in Bagdad, in einem Interview, das er Le Monde (17. September) gewährte, als er sich anläßlich der Begegnung der St-Egidio-Gemeinschaft in Lyon aufhielt. Das Interview wurde am 17. September auch von La Stampa wiederaufgegriffen.
Ernennungen
Neuer Bischof in Cuneo und Fossano und in Pozzuoli
Am 24. August wurde Msgr. Giuseppe Cavallotto, seit einem Jahr Rektor der Päpstlichen Universität Urbaniana, zum Bischof von Cuneo und Fossano ernannt, die auch weiterhin in persona episcopi vereint bleiben. Der 65jährige Cavallotto aus der Provinz und Diözese Asti ist seit 1964 Priester, hatte in der Vergangenheit Führungspositionen in der Katholischen Aktion inne und war Mitglied der CEI-Kommission für die Abfassung des „Catechismo dei praeadolescenti“ (1973-1982).
Am 2. September wurde der 57jährige Bischofskoadjutor Gennaro Pascarella für die Leitung der Diözese Pozzuoli zum Nachfolger von Msgr. Silvio Padoin ernannt. Pascarella, der 1998 zum Bischof von Ariano Irapino ernannt worden war, wurde im Januar 2004 Koadjutor der Diözese Pozzuoli.
Bücher
Das neue Werk
von Msgr. Di Felice
„Beunruhigend ist das Phänomen der de facto Lebensgemeinschaften. Es handelt sich um Personen, die zwar eine Beziehung, aber keine ständigen rechtlichen Verpflichtungen eingehen: es fehlt ihnen also an Stabilität, an Engagement der Gesellschaft gegenüber und an öffentlicher Dimension. Dennoch waren einige Staaten bereit, ihnen eine Art rechtliche Anerkennung zu gewähren mit daraus folgenden zivilen Implikationen. Darüber hinaus haben einige Parlamente Verbindungen gleichgeschlechtlicher Paare legalisiert und ihnen (was noch schlimmer ist) das Recht zugestanden, Kinder zu adoptieren. Das heißt das von den Vereinten Nationen sanktionierte Prinzip des obersten Rechtes des Kindes mit Füßen treten.“ So Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano in seiner Einführung zu dem Buch über die menschlichen Wurzeln und christlichen Werte der Familie, Radici umane e valori cristiani della famiglia, von Msgr. Francesco Di Felice, „dem verdienten Untersekretär“ – so Kardinal Sodano – „des Päpstlichen Rates für die Familie.“ Das Buch wurde vor kurzem von der vatikanischen Verlagsbuchhandlung veröffentlicht.
DIPLOMATIE/2
Neue Botschafter von Venezuela, Paraguay, Ecuador und Mexiko
Am 26. August wurde dem Papst in Castel Gandolfo das Akkreditierungsschreiben des neuen Botschafters der Bolivarischen Republik Venezuela überreicht: es handelt sich um Ivan Guillermo Rincôn Urdaneta. Der 55jährige Richter und Jurist war von 2000 bis 2005 Vorsitzender des Obersten Justizgerichts.
Am 27. August war der neue Repräsentant Paraguays an der Reihe: Gerônimo Narváez Torres. Der 61jährige Karrierediplomat ist der frühere Generalkonsul in Mailand (1996-2000) und im brasilianischen Saõ Paulo (2000-2005).
Am 29. August war der neue Botschafter von Ecuador an der Reihe: Francisco Salazar Alvarado. Der 75Jährige hatte dieses Amt bereits von 1984 bis 1988 inne.
Am 23. September wurde dem Papst in Castel Gandolfo das Akkreditierungsschreiben des neuen Botschafters von Mexiko überreicht. Es handelt sich um Luis Felipe Bravo Mena. Der 53jährige ehemalige Dozent für politische Philosophie und Senator der Republik war seit 1999 Vorsitzender des nationalen Exekutivkomitees des Partido acciõn nacional (Pan).
DIPLOMATIE/1
Neue Nuntien in Afrika, auf der arabischen Halbinsel und in der Türkei
Am 4. August wurde der 53jährige Inder George Antonysamy zum Erzbischof und apostolischen Nuntius in Guinea, Liberia und Gambia ernannt. Antonysamy empfing 1980 die Priesterweihe und trat 1987 in den diplomatischen Dienst des Hl. Stuhls. Er arbeitete in den Nuntiaturen von Indonesien, Algerien, der Zentralafrikanischen Republik, Bangla Desh, Litauen und Jordanien. Am 20. September wurde er auch zum Nuntius in Sierra Leone ernannt.
Am 24. August wurde der vietnamesische Erzbischof Pierre Nguyên Van Tot zum Nuntius in der Zentralafrikanischen Republik ernannt. Seit 2002 war er Nuntius von Togo und Benin.
Am 24. August erfolgte auch die Ernennung des neuen Nuntius in Benin und Togo. Es handelt sich um den 59jährigen amerikanischen Michael A. Blume aus dem Verbiten-Orden, seit 2000 Untersekretär des Päpstlichen Rates der Seelsorge für die Migranten und Menschen unterwegs. Von 1983 bis 1990 war Blume Provinzial seines religiösen Ordens in Ghana, Benin und Togo.
Am 27. August wurde der 71jährige libanesische Maronit und Erzbischof Mounged El-Hachem zum apostolischen Nuntius in Kuwait, Bahrain, Jemen und Qatar ernannt, sowie zum apostolischen Delegaten auf der arabischen Halbinsel. El-Hachem, der seit 1959 Priester ist, war von 1970 bis 1978 für die Päpstliche Kommission der sozialen Kommunikationsmittel tätig, danach in der ersten Sektion des Staatssekretariats, dessen Bürovorsteher er 1993 wurde. Seit 1995 war er Bischof von Baalbek-Deir-El-Ahmar der Maroniten.
Ebenfalls am 27. August erfolgte die Ernennung von Erzbischof Antonio Lucibello. Der 63jährige Kalabrese wurde zum Nuntius in der Türkei und Turkmenistan ernannt. Seit 1995 war er Nuntius in Paraguay.
OPUS DEI
Das goldene Priesterjubiläum von Javier Echevarría
An der Messe zum 50. Jahrestag der Priesterweihe des Prälaten des Opus Dei, Bischof Javier Echevarría Rodríguez, nahmen am Nachmittag des 22. September in der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom u.a. Pier Ferdinando Casini, Mitglied der Abgeordnetenkammer, Minister Gianni Alemanno, der Senator auf Lebenszeit Giulio Andreotti und der Bürgermeister von Rom, Walter Veltroni, teil. Die feierliche Messe in der römischen Basilike zelebrierte Echevarría selbst vor zahlreichen Bischöfen und Kardinälen, darunter Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano. Zu Beginn der Messe wurde das Schreiben von Papst Benedikt XVI. verlesen, in dem er „diese besondere Gelegenheit“ nutzt, um Echevarría „Unsere Wertschätzung und Unsere Liebe zu bezeugen.“ In seinem Schreiben läßt Benedikt XVI. die Stationen der priesterlichen Laufbahn Echevarrías Revue passieren und erinnert an die „vielen Mühen und Schwierigkeiten“, die er „mit Gottes Gnade überwunden hat“. Der Papst betont besonders den „wirksamen Dienst bei der so dringend nötigen Evangelisierung der heutigen Gesellschaft“, wie auch sein Wirken auf dem Gebiet der Kultur und Wissenschaft, sowie seinen Einsatz für die „vor nicht allzu langer Zeit gegründete“ Päpstliche Universität vom Heiligen Kreuz. „Besonders liegen Dir der Schutz des Lebens, der Familie und der Ehe wie auch die Bildung und die pastorale Betreuung von jungen Menschen am Herzen,“ heißt es in dem Schreiben weiter. Bei der Zeremonie war auch der Präsident der Italienischen Bischofskonferenz CEI, Camillo Ruini, anwesend. In seiner Homilie hat Echevarría mehrfach auf die Worte und das Vorbild des Gründers des Opus Dei, des hl. Josemaría Escríva de Balaguer, hingewiesen sowie auf seinen Vorgänger, den früheren Prälaten Álvaro del Portillo. „Der Herr hat mir das Geschenk gewährt, sein Wort verkünden zu dürfen, ihn vor den Menschen zu repräsentieren, von ihm als Werkzeug gebraucht zu werden. Und er hat mir die pastorale Leitung des Opus Dei anvertraut, eines kleinen Teils der großen Kirche,“ sagte Echevarría (siehe Ansa). „Helfen Sie mir nun dabei, daß ich diese Aufgabe erfüllen und das Werk meiner Vorgänger fortführen kann.“