Leserbriefe
Briefe aus den Klöstern

Das Kloster Unsere Liebe Frau vom Berg Karmel, Haifa.
KARMELITINNEN VOM KLOSTER UNSERE LIEBE FRAU DES Bergs karmel
Haifa, Israel
Begeistert von der schönen Zeitschrift 30Tage
Haifa, Samstag, 25. März 2006
Verehrter Herr Senator Giulio Andreotti,
zu unserer großen Freude und Überraschung haben wir die wunderschöne Zeitschrift 30Tage erhalten. Wie sollen wir Ihnen jemals genug danken?
Wir sind eine Gemeinschaft von unbeschuhten Karmelitinnen, eine kosmopolitische – wie der Großteil der Klostergemeinschaften im Heiligen Land –, zu der auch neun Italienerinnen gehören. Einige von uns haben mit Bangen, Sympathie und vor allem unermüdlichen Gebeten Ihre lange, schreckliche Zeit der Prüfung verfolgt. Wie sehr haben wir uns gefreut, als die Wahrheit letztendlich siegen konnte! Danke für das Vorbild und das Zeugnis, das Sie uns allen gegeben haben.
Die Besonderheit der Berufung von uns unbeschuhten Theresianerinnen kann man, wie Sie wissen, in zwei Worten zusammenfassen: „Kirche und Kontemplation“. Unser Anliegen ist es, für das Wohl der Kirche und der Welt zu wirken. Gerade deshalb sind wir von der schönen Zeitschrift 30Tage so begeistert: wir begegnen dort der wahren katholischen Kultur, die unserem Gebet Nahrung und Auftrieb gibt, Mut macht und aufrüttelt.
In diesem Moment der Wirtschaftskrise können wir uns leider kein Abonnement leisten. Dürfen wir auf Ihre brüderliche Großzügigkeit hoffen und die Zeitschrift auch weiterhin erhalten? Dafür wären wir Ihnen unendlich dankbar!
Unser Kloster befindet sich auf dem Berg Karmel (Haifa, Israel), in der Wiege unseres Ordens, der vor achthundert Jahren entstanden ist. Möge Ihnen Maria, Mutter und Königin des Karmels, ihren Segen schenken.
Die unbeschuhten Karmelitinnen
ZISTERZIENSERINNEN VOM KLOSTER MAGDENAU
Wolfertswil, Schweiz
Die Stille des Klosters schenkt uns nicht nur den Frieden
Magdenau, Sonntag, 12. März 2006
Sehr geehrter Herr Senator,
Ihr Geschenkabonnement der Zeitschrift 30Tage in Kirche und Welt ehrt uns sehr. Da wir in unserem deutschen Sprachraum oft eine verengte Sicht der Dinge vernehmen, freuen wir uns über diese Erweiterung der Horizonte. Wir schätzen besonders die kirchliche Ausrichtung Ihrer Zeitschrift.
Wenn Sie nach der Realität der Klausur fragen, müssen wir ehrlich zugestehen, daß die Stille des Klosters uns nicht nur den Frieden schenkt. Oft steigen zuerst all die bösen Gedanken auf, die in einem menschlichen Herzen verborgen sind. So erfahren wir sehr deutlich auf der eigenen Haut die menschliche Armseligkeit und die Schuldverstrickung, die uns zur Verzweiflung treiben könnte. Wir erleben aber auch die unerhörte Barmherzigkeit Gottes, die sich bis in unsere Niedrigkeit herabläßt und die Wunden der Schuld heilt. Unser Gebetsdienst für die Welt ist also in erster Linie ein verborgenes Mit- und Durchleiden der inneren Kämpfe um eine Entscheidung für oder gegen die Liebe. Wir versuchen diese unsere oft so zerrissene Welt von innen her zum Herrn zu tragen, und auf diese Weise am Erlösungswerk Christi teilzunehmen.
So wünschen wir Ihrer Zeitschrift vor allem viele aufnahmebereite Leser, damit das Reich Gottes sich ausbreite und alle Menschen zu dem zurückfinden, von dem sie ausgegangen sind. Gerne sind wir zur Zusammenarbeit bereit, wie die Situation es fördert, und verbleiben in tiefer Dankbarkeit.
Im Namen der Zisterzienserinnen von Magdenau,
Schwester Maria Veronica Kucharova O. C.
KARMELITINNEN VOM KLOSTER DES EUCHARISTISCHEN
HERZENS JESU
Pelotas, Brasilien
Möge der Herr unser armseliges Gebet barmherzig annehmen
Pelotas, Mittwoch, 15. März 2006
Sehr geehrter Herr Senator Giulio Andreotti,
„Die Liebe des Schöpfers zeigt sich in seinen Geschöpfen“.
Wir möchten Ihnen auf diesem Wege von Herzen für das großzügige Geschenkabonnement der Zeitschrift 30Tage in Kirche und Welt danken.
Durch unser Klausurleben ist uns die Aufgabe auferlegt, dem Herrn die Anliegen der Welt zu Füßen zu legen, auf daß der Herr barmherzig unser armseliges Gebet annehmen möge. Da wir, aufgrund unseres Lebens der Sammlung, nicht in der Welt zu Gott sprechen können, werden wir von der Welt zu ihm sprechen, für alle Menschen das Ewige Leben erflehend. Ganz besonders wollen wir uns im kontemplativen Gebet für unsere Wohltäter verwirken. Lieber Herr Senator, unser Herr vergelte Ihnen Ihre schöne Karriere mit dem Ewigen Leben, er blicke auf Ihren unerschrockenen Einsatz, Ihren Eifer, die Liebe, durch die Sie sich stets ausgezeichnet haben.
In dieser so arg in Mitleidenschaft gezogenen Welt kommt dem Interesse für das Gemeinwohl eine besondere Bedeutung zu, und das hängt sehr von den Regierenden ab, vom Kampf für das Wohl der weniger begünstigten Klassen.
Ihnen und Ihren Mitarbeitern gilt unsere ganze Dankbarkeit, unser Gebet um den Schutz durch Jesus und Maria.
Hochachtungsvoll,
Maria José vom Kinde Jesus C.D.,
Oberin
Karmelitinnen vom Kloster Moundasso
Dédougou, Burkina Faso
Wir sind Ihnen nahe im Gebet
Dédougou, Freitag, 24. März 2006
Lieber Herr Senator Giulio Andreotti,
unseren tiefempfundenen Dank für Ihren Brief und die schöne Monatszeitschrift 30Tage in Kirche und Welt.
Wir haben sie mit großem Interesse gelesen, können uns das Abonnement aber leider nicht leisten. Es ist nicht einfach, uns selbst zu finanzieren. Wir sind 15 Schwestern, 11 davon aus Afrika, und wir haben keine Schwestern, die ein Gehalt beziehen; das Leben in unserem so armen Land ist nicht einfach. Wenn Sie jemanden finden könnten, der uns ein Abonnement bezahlt, wären wir Ihnen sehr dankbar.
Wir sind Ihnen nahe im Gebet, Sie werden hier in unserem Karmel von Moundasso, in unserem Gebet, immer einen Platz haben.
Wir wünschen Ihnen eine schöne, besinnliche Osterzeit, eine Zeit der Gnaden. Die Freude und der Frieden des auferstandenen Herrn seien immer mit Ihnen. Gerne schließen wir Sie in unser tägliches Gebet mit ein.
Mit herzlichen Grüßen,
Schwester Marga, Oberin
PASSIONISTINNEN VOM KLOSTER COSTIGLIOLE D’ASTI
Costigliole d’Asti, Asti, Italien
Der auferstandene Herr vergelte Ihnen Ihre Großzügigkeit im Überfluss
Costigliole d’Asti, Samstag, 25.März 2006
Sehr verehrter Herr Senator,
wir möchten die Gelegenheit nutzen, Ihnen nicht nur frohe Ostern zu wünschen, sondern auch unsere Dankbarkeit für das Gratisabonnement der wertvollen Zeitschrift 30Tage zum Ausdruck zu bringen. Besonders gefreut hat uns die interessante Beilage Aufforderung zur Lektüre des Augustinus. Der auferstandene Herr vergelte Ihnen Ihre Großzügigkeit im Überfluss, das gute Unterfangen, das Sie dank Ihres Glaubens, Ihrer Hoffnung und christlichen Liebe begonnen haben.
Gerne schließen wir Sie in unser Gebet mit ein.
Hochachtungsvoll,
die Oberin der Gemeinschaft von Costigliole d’Asti,
Kloster Tinella
KARMELITINNEN DES KLOSTERS VON REZNOVICE
Reznovice, Tschechische Republik
Unsere Lebensform wird auch von den Nicht-Gläubigen sehr geschätzt
Reznovice, Sonntag, 9. April 2006
Verehrter Herr Senator,
wir haben die erste Nummer (Januar 2006) der schönen und interessanten Zeitschrift 30Tage erhalten, die Sie uns auf Bitte unserer Schwestern vom Kloster Vetralla freundlicherweise zugeschickt haben. Wir sind Ihnen dafür von Herzen dankbar; sie wird uns von großer Hilfe sein; uns helfen, mehr über die Kirche in der Welt zu erfahren.
Ihrer Wertschätzung sicher sein zu können, spornt uns noch mehr an, das zu sein, was wir sein sollen: Personen, die ihr Leben dem Lobpreis Gottes und der Fürsprache, vereint mit Christus, für die gesamte Menschheit, geweiht haben. Wir haben von einem Brief gehört, den Sie an die Klausurschwestern geschickt haben; wir kennen ihn nicht, würden ihn aber – falls das keine Umstände macht – auch gerne erhalten. Wir werden ihn dann anderen Klausurschwestern zeigen, die, wie wir selbst auch, neue kontemplative Gemeinschaften ins Leben rufen wollen. Diese Lebensform wird hier sehr geschätzt, auch von Menschen, die von sich sagen, nicht gläubig zu sein.
Im Vertrauen auf Ihr Wohlwollen danken wir Ihnen schon im voraus von Herzen. Als Zeichen unserer Dankbarkeit schließen wir Sie und Ihre Mitarbeiter gerne in unser Gebet mit ein.
Frohe Ostern. Der Frieden und die Freude des Auferstandenen seien immer mit Ihnen.
Schwester Maria Carmen vom Heiligen Antlitz
und die Karmelitinnen-Schwestern