Kurznachrichten
BENEDIKT XVI.
Die Erbsünde und die Schönheit Mariens

Die Grotte von Lourdes.
TERRORISMUS.
Indien, das Attentat und die heiligen Spiele der Utopisten
![Polzeieinsatz gegen die Terroristen in Mumbai. BR [© Associated Press/LaPresse]](/upload/articoli_immagini_interne/1232970046358.jpg)
Polzeieinsatz gegen die Terroristen in Mumbai. BR [© Associated Press/LaPresse]
LITURGIE.
Vom Betenden zum Handelnden

Jesus und Petrus.
![Alexej II. [© Associated Press/LaPresse]](/upload/articoli_immagini_interne/1232970152249.jpg)
Alexej II. [© Associated Press/LaPresse]
Die Rührung Benedikts XVI. über den Tod von Alexej II.
„Ich war tief betrübt darüber, die Nachricht über den Tod Seiner Heiligkeit Alexej II., Patriarch von Moskau und aller Russen, zu erhalten, und mit brüderlicher Zuneigung möchte ich dem Heiligen Synod und allen Mitgliedern der russisch-orthodoxen Kirche mein aufrichtiges Beileid zukommen lassen und Ihnen meine geistliche Verbundenheit in dieser Zeit der Trauer bekunden.“ So beginnt das Beileidstelegramm des Heiligen Vaters Benedikt XVI. zum Tod Seiner Heiligkeit Alexej II., das mit folgenden Worten endet: „Während dieser traurigen Zeit des Verlustes, in der seine sterblichen Überreste in der Hoffnung auf die sichere Auferstehung in der Erde bestattet werden, möge die Erinnerung an diesen Diener des Evangeliums Christi für all jene eine Stütze sein, die sich nun in Trauer befinden, und eine Ermutigung für diejenigen werden, die von seinem spirituellen Erbe als Vorsitzender der ehrwürdigen russisch-orthodoxen Kirche profitieren werden.“
Papst/2
Benedikt XVI. und De Gasperi
„Er war eine weise und ausgewogene Führungspersönlichkeit in den schwierigen Jahren des Wiederaufbaus nach dem Krieg und zugleich ein bedeutender und erfahrener Politiker, der es verstand, aus einer umfassenden christlichen Sicht heraus auf Europa zu blicken.“ Mit diesen lobenden Worten bedachte Benedikt XVI. den christdemokratischen Staatsmann Alcide De Gasperi bei der Messe am 1. Adventssonntag (30. November 2008). Anlässlich des 1.750. Jahrestages des Martyriums des heiligen Diakons Laurentius wurde die Messe in der Basilika „San Lorenzo fuori le mura“ zelebriert.
Römische Kurie/1
Kardinal Cañizares neuer Präfekt für den Gottesdienst
Am 9. Dezember nahm der Papst das Rücktrittsgesuch des nigerianischen Kardinals Francis Arinze an. Arinze, der am 1. November das 75. Lebensjahr vollendete, war aus Altersgründen von seinem Amt als Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung zurückgetreten. Zu seinem Nachfolger bestimmte der Papst den spanischen Kardinal Antonio Cañizares Llovera (63), seit 2002 Erzbischof von Toledo.
Römische Kurie/2
Msgr. Di Felice Protonotar „partecipante“
Am 2. Dezember nahm der Papst den aus den Abruzzen stammenden Msgr. Francesco Di Felice (74), seit 2006 Kanoniker in Santa Maria maggiore und Untersekretär des Päpstlichen Rates für die Familie ins Kollegium der sieben Apostolischen Protonotare „de numero participantium“ (die Gilde der „Notare“ des Hl. Stuhls) auf.
Kardinäle
Der Tod von Kardinal Dulles
Am 12. Dezember verstarb der amerikanische Kardinal Avery Dulles (90). Der Jesuit und Theologe war 2001 von Johannes Paul II. zum Kardinal kreiert worden. Damit beläuft sich die Zahl der Mitglieder des Kardinalskollegiums auf 191, 116 davon sind in einem eventuellen Konklave wahlberechtigt. Neun dieser Kardinäle sind Jesuiten, zwei davon wahlberechtigt.
Kultur
Citatis Bewunderung für Papst Wojtyla
„Ich habe Papst Johannes Paul II. sehr bewundert. Er war kein Papst wie alle anderen: ein Papst repräsentiert in erster Linie die Tradition der Kirche und spricht zu ihr. Gewiss, Johannes Paul II. verehrte die christliche Tradition zutiefst. Aber er war auch Mensch: wie es der Papst normalerweise nicht ist. Er aß, fuhr Ski, sprach, betete, lächelte, weinte, wie es kein Papst vor ihm zuvor getan hat. Zugleich war er, oder glaubte es zu sein, eine Reinkarnation Christi: wie sein ganzes Leben beweist, das Attentat, das der Krone Unserer Lieben Frau von Fatima gewidmete Projektil, die Erahnung vonZeichen und Wundern, ja sein Tod – Nachleben der Ereignisse von Golgotha. Aus diesen Gründen waren die Gläubigen von ihm auch so fasziniert.“ So Pietro Citati in la Repubblica (15. Dezember).
Italien
Golser Bischof von Bozen-Brixen
Am 5. Dezember ernannte der Papst Msgr. Karl Golser (65) aus dem Klerus von Bozen-Brixen zum Bischof dieser Diözese. Golser, der 1968 in Rom die Priesterweihe empfing, erwarb 1973 das Doktorat in Moraltheologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana. 1979 habilitierte er sich in Philosophie an der römischen Universität La Sapienza. In der Diözese war er: von 1982 bis 1991 Pfarrer von Sarnes; von 1982 bis heute Professor am „Studio accademico teologico“ von Brixen; von 1991 bis heute Gefängnispfarrer; von 2001 bis 2007 Rektor und Vizerektor des besagten „Studio accademico“; von 2006 bis heute Präsident der italienischen Theologen-Vereinigung für Morallehre. Von 1977 bis 1982 war er Beamter in der Kongregation für die Glaubenslehre.
Diplomatie/1
Neue Nuntien in Bolivien und Mosambik
Am 21. November ernannte der Papst Erzbischof Giambattista Diquattro (54), seit 2005 Apostolischer Nuntius in Panama, zum Apostolischen Nuntius in Bolivien. Er tritt an die Stelle von Erzbischof Luciano Suriani, der im Februar ernannt worden war, dann aber aus gesundheitlichen Gründen das Land verlassen musste.
Am 12. Dezember ernannte der Papst den lombardischen Erzbischof Antonio Arcari (55), seit 2003 Apostolischer Nuntius in Honduras, zum Päpstlichen Vertreter in Mosambik.
Diplomatie/2
Neuer Botschafter Argentiniens
Am 5. Dezember nahm der Papst das Akkreditierungsschreiben des neuen argentinischen Botschafters beim Hl. Stuhl entgegen: der Rechtsanwalt Juan Pablo Cafiero (55) war bereits Abgeordneter im argentinischen Parlament und Minister; in den letzten Monaten Regierungsrat der Provinz Buenos Aires für die politische Reform und den Dialog.